NEW BUSINESS Guides - IT- & DIGITALISIERUNGS-GUIDE 2026

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Klein, aber oho: unsere themenspezifischen NEW BUSINESS Branchenguides im praktischen A5-Format begeistern seit vielen Jahren unsere Kunden und Leser. Wichtige Themen werden aktuell, kompetent und verständlich aufbereitet. Gleichzeitig präsentieren wir das „Who is Who“ der besten Firmen in der jeweiligen Branche. Ein hochkarätiger Mehrwert für Ihr Unternehmen!

Cover: NEW BUSINESS Guides - IT- & DIGITALISIERUNGS-GUIDE 2026

Geopolitik im Datacenter »

Europa steht an einem Wendepunkt. ­Angesichts der geopolitischen ­Entwicklungen ist das Ziel „digitale Souveränität“, technologische ­Unabhängigkeit und Autarkie ...

Drei Sterne für Cloud »

Alexander Penev, CEO von ByteSource, im Gespräch über den steinigen Weg zum ersten AWS Premier Tier Partner Österreichs, ­darüber, warum Intelligenz wichtiger als „Muskelkraft“ ist ...

Wettlauf mit KI »

Künstliche Intelligenz krempelt den Arbeitsmarkt in einer bisher ­ungekannten Geschwindigkeit um. Welche Möglichkeiten gibt es, um diesen Wandel zum Vorteil der Gesellschaft zu gestalten?

Freiheit ohne Lock-in »

Red Hat Austria Country Manager Dieter Ferner-Pandolfi über den ­Siegeszug der Open Hybrid Cloud, darüber, warum digitale Souveränität nichts mit Kontinenten zu tun hat ...

Erfahren Sie auf 212 Seiten alles rund um die neuesten Trends und Entwicklungen, Top-Firmen der Branche, nachhaltige Dienstleister, neue Technologien u.v.m.!


IST KI DAS NEUE DOTCOM?

Wer hat da etwas von Blase gesagt? Nur weil es aussieht wie eine Ente, schwimmt wie eine Ente und quakt wie eine Ente, muss es noch lange keine Ente sein. Oder?

Plötzlich machte es „plopp“, und alles, was in und an der Dotcom-Blase hing, stürzte ab. Sicher, es war auch in gewisser Weise gesund. Vielleicht ein bisschen, wie wenn man in eine Brandblase sticht – wiewohl da die Meinungen auseinandergehen. Ich hab’s erlebt und Sie wahrscheinlich auch. Den Absturz der „New Economy“ rund um das Jahr 2000. Alles war Internet, und Internet war alles – wer hat schon genau hingesehen? Neue Unternehmen und neue Berufs­bilder schossen aus dem Boden wie Pilze und ließen die Beteiligten größer wirken, als sie waren. Ähnlich wie „Mushrooms“ bei Super Mario. Ein kleiner Zusammenstoß ­reichte schon, um sie auf ihre wahre Größe zusammenschrumpfen zu lassen.

Alles KI, oder was?
Die Parallelen sind bestürzend. Heute ist KI alles, und alles ist KI. Unternehmen, die geschickt mit diesem Thema hausieren gehen, sammeln Milliarden ein. Ihr massiver Bedarf an Chips, egal ob zum Rechnen oder zum Speichern, lässt die Preise steigen und sorgt für Engpässe in anderen Branchen. Die Gewinner sind Hersteller wie Nvidia, deren Börsenwerte explodieren. Die eigentlichen Treiber, etwa OpenAI, werden zugleich zu Getriebenen der Welle, die sie ins Rollen gebracht haben, und müssen sich in ihren Versprechungen und Ankündigungen überschlagen, um nicht unter die Räder zu geraten.

Nvidia tut sich leicht damit, gigantische Summen in die ChatGPT-Firma zu pumpen, wo doch klar ist, dass das Geld über Einkäufe wieder zurückkommt. Amazon und Microsoft wollen auch (weiter) in den KI-Pionier investieren, sind aber mit ihren Cloud-Infrastrukturen zugleich Lieferanten. Wohlgemerkt: OpenAI macht keinen müden Dollar Gewinn. Expertinnen und Experten sprechen dabei von „zirkulären Finanzvereinbarungen“. Und gar nicht so leise schwingt das Wörtchen „Blase“ mit. Haben wir denn nichts gelernt? Die kurze Antwort: Nein. 

Das ist alles nicht als Kritik an der Technologie zu verstehen. Der Hype ist wahrscheinlich in weiten Teilen und nach Absetzen der rosaroten Brille sogar gerechtfertigt. Das war aber in der Dotcom-Zeit ebenfalls der Fall. Ich hoffe nur, dass es diesmal weniger wehtun wird, wenn die Brandblase aufgestochen wird.

Wir halten besser schon ein Pflaster bereit. Das denkt sich Ihr

Rudolf N. Felser,
Chefredakteur NEW BUSINESS Guides