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GF des Fachverbands UBIT Helga Tieben, IT-Sprecher UBIT Martin Puaschitz, Staatssekretär Alexander Pröll, Präsidentin VÖSI Doris Lippert, Beiratsmitglied VÖSI Gerlinde Macho, Christine Wahlmüller-Schiller, Vize-Präsident VÖSI Peter Lieber, Univ.-Prof. Dr. Christian Helmenstein (v.l.n.r.) © VÖSI/APA-Fotoservice/Juhasz

Mit 8,85 Prozent Anteil an der gesamten Wertschöpfung und 322.513 Beschäftigten zählt die IT zu den stärksten Wachstumsmotoren Österreichs.

Der IT-Sektor hat für Österreich mittlerweile eine enorme wirtschaftliche Bedeutung. Wie groß diese Bedeutung genau ist, das hat das Economica-Institut unter der Leitung von Christian Helmenstein kürzlich unter die Lupe genommen. In Auftrag gegeben wurde die Studie vom Fachverband UBIT der Wirtschaftskammer Österreich und dem Verband Österreichischer Software Innovationen (VÖSI).

"Die IT-Branche bildet das Rückgrat der digitalen Transformation. Unsere Studie macht das nun zum zweiten Mal in ihrem vollen Umfang sichtbar: Der IT-Sektor im weiteren Sinn erwirtschaftet 40,5 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung – das sind 8,85 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Schon der Kernbereich der IT – zum Beispiel Softwareentwicklung, Programmierung und IT-Beratung – übertrifft mit 16,5 Milliarden Euro die direkte Wirtschaftsleistung der Energieversorgung. Die IT ist längst eine Schlüsselindustrie. Sie wächst seit 2019 real um 18 Prozent und wirkt damit in herausfordernden Zeiten expansiv", sagt Helmenstein. Er hebt außerdem die starke regionale Konzentration in Wien hervor: 50 Prozent der IT-Wertschöpfung und 43 Prozent der Beschäftigung entfallen auf die Bundeshauptstadt.

Insgesamt bezahlt die Branche laut der Studie 14,7 Milliarden Euro Steuern und Abgaben – das entspricht dem gesamten Körperschaftssteueraufkommen Österreichs und 10,2 Prozent des Abgabenaufkommens 2025.

Die kürzlich wiedergewählte VÖSI-Präsidentin Doris Lippert betonte anlässlich der Präsentation der Ergebnisse die strategische Bedeutung der Branche: "Die Studie bestätigt, was wir im VÖSI seit Jahren beobachten: Österreichs IT-Branche ist ein zentraler Pfeiler unserer wirtschaftlichen Zukunft. Jeder Euro, der in IT fließt, erzeugt überdurchschnittliche Effekte – direkt, indirekt und induziert." Lippert sieht in den Ergebnissen auch einen klaren Auftrag an die Politik: "Österreich braucht eine aktive Standortpolitik, die digitale Souveränität stärkt, Fachkräfte sichert und Innovation beschleunigt. Digitale Souveränität ist kein Luxus, sie ist eine Voraussetzung für den Wirtschaftsstandort Österreich."

UBIT-IT-Sprecher Martin Puaschitz unterstrich diesen Aspekt: "Österreichs IT ist ein zentraler Wertschöpfungsmotor, denn jeder elfte Euro in Österreich wird durch IT erwirtschaftet. Wer über digitale Transformation spricht, muss daher über Standortpolitik sprechen."

Ebenfalls bei der Studienpräsentation anwesend war Staatssekretär Alexander Pröll, der die Bedeutung digitaler Investitionen betonte: "Trotz Sparbudgets sollen die Fördermittel in IT und Digitalisierung erhöht werden: Wir wissen, wenn wir in Digitalisierung, Bildung und KI investieren, investieren wir in Wohlstand, Gleichstellung und regionale Entwicklung – und damit in den gesamten Wirtschaftsstandort Österreich." Das erklärte Ziel für Österreich ist Pröll zufolge, im EU-weiten Digitalisierungsindex bis Ende 2029 in die Top-3 vorzustoßen – von derzeit Rang 6.

VÖSI-Vizepräsident Peter Lieber hob die Rolle der Software hervor: "Software ist heute weit mehr als eine eigene Branche. Sie ist die Innovationskraft hinter Industrie, Gesundheit, Energie und Verwaltung." Der Erfolg der Branche sei nicht selbstverständlich und erfordere aktives Handeln. (red.)

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