Sie befinden sich hier:  Home  |  Das "S" in ESG
The Social Hub lädt Menschen dazu ein, die Angebote der Hubs in ihrer Region noch stärker in ihren Alltag zu integrieren. © The Social Hub

Der Hospitalitypionier "The Social Hub" rezertifiziert sich frühzeitig nach den strengeren neuen B-Corp-Richtlinien und bereitet zudem den Launch eines Membership-Modells vor.

The Social Hub ist eine europäische Hospitalitymarke mit Hauptsitz in Amsterdam, die klassische Hotelaufenthalte mit gemeinschaftsorientierten Erlebnissen für Gäste, Co-Workers und Locals verbindet. Das 2012 von Charlie MacGregor gegründete Unternehmen definiert die Rolle von Hotels in Städten neu – entlang des Mottos "Learn, stay, work, and play!" bietet es Räume, in denen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Verweilbedürfnissen zusammenkommen können.

Außerdem zählt The Social Hub zu den ersten Unternehmen der Hospitalitybranche, die sich nach den strengeren neuen B-Corp-Standards des B Lab rezertifizieren ließen – und hat sich bewusst dafür entschieden, die Anforderungen früh zu erfüllen, um seiner Community – von Gäst:innen bis Investor:innen – noch mehr Vertrauen in die Arbeitsweise und das Wachstum des Unternehmens zu geben.

Die in Amsterdam ansässige Gruppe, die Hotels, Studierendenwohnungen sowie Co-Working-Spaces und Communitybereiche an mehr als 21 Standorten in ganz Europa miteinander verbindet, bereitet derzeit darüber hinaus die Einführung des neuen Membership-Modells Dear Neighbour vor. Barcelona, Glasgow und Amsterdam sind die ersten Hubs, die diese Transformation durchlaufen.

Starke Bekenntnis zur eigenen Verantwortung
The Social Hub lädt Menschen dazu ein, die Angebote der Hubs in ihrer Region noch stärker in ihren Alltag zu integrieren, unter anderem im Rahmen des Programms Dear Neighbour. Nach Angaben des Unternehmens ist dies auch der Grund, warum eine unabhängige Überprüfung seines sozialen und ökologischen Engagements entscheidend für den Aufbau langfristiger Beziehungen zu Mitgliedern, Gästen, Mitarbeiter:innen und Nachbar:innen ist.

The Social Hub wurde 2024 erstmals als B Corp zertifiziert. Für Amber Westerborg, Director of Sustainability and Impact, ist die frühzeitige Rezertifizierung ein Zeichen für die anhaltenden Bestrebungen des Unternehmens, seinen sozialen und ökologischen Impact auch im Zuge der europaweiten Expansion kontinuierlich zu optimieren – insbesondere angesichts der weltweit veränderten politischen Haltung gegenüber den Themen Nachhaltigkeit und Inklusion. Sie sagt: "Zu viele Unternehmen sehen soziale und ökologische Verantwortung als Belastung. Wir sehen darin eine Investition in das Unternehmen, in die Beziehungen und in die Community, die es trägt. Der Gegenwind, dem die ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) in manchen Teilen der Welt ausgesetzt sind, hat weder unsere Verantwortung noch das, was unserer Community wichtig ist, verändert. Er macht unser Bekenntnis zu Inklusion und ökologischer Verantwortung nur noch wichtiger. Die Menschen sollen sehen, dass unsere Prinzipien auch unter schwierigeren Bedingungen Bestand haben. Mit dem Ausbau unseres Membership-Modells laden wir Menschen darüber hinaus dazu ein, einen größeren Teil ihres Lebens mit uns zu verbringen. Sie sollten wissen, wie wir mit unseren Mitarbeiter:innen umgehen, wie wir zu unseren Nachbarschaften beitragen und wie wir unseren Einfluss auf die Umwelt managen. Die Rezertifizierung bedeutet, diese Arbeit für eine unabhängige Überprüfung zu öffnen und für die Entscheidungen, die wir treffen, Rechenschaft abzulegen."

Die Rezertifizierung nach den B Lab-Standards V2.2 erfolgte im Anschluss an ein unabhängiges Audit durch SCS Global Services, das 157 Anforderungen umfasste. Im Rahmen einer dreitägigen Prüfung im Juli untersuchten die Auditor:innen Nachweise aus dem gesamten Unternehmen, darunter auch an den Standorten Amsterdam West und Barcelona, und befragten die Teams, die für Bereiche von Beschäftigung und Beschaffung bis hin zum Gebäudebetrieb verantwortlich sind.

Das überarbeitete Regelwerk ersetzt den bisherigen Schwellenwert für die Gesamtpunktzahl durch anwendbare Anforderungen in sieben Bereichen der sozialen, ökologischen und auf den Bereich Governance bezogenen Performance. Jährliche Überwachungsaudits prüfen die fortlaufende Einhaltung durch The Social Hub, das erste ist für Juni 2027 angesetzt.

Damit Teams etwaige Probleme erkennen und Fortschritte über das gesamte Jahr hinweg nachverfolgen können, baut die Gruppe zudem ihre Systeme und die laufende Datenerfassung aus. Laut Westerborg bedurften die gestiegenen Anforderungen Investitionen, machten den Prozess für das Unternehmen aber auch nützlicher. Sie ergänzt: "Eine Richtlinie muss sich in dem widerspiegeln, was im Alltag passiert. Unsere Teams müssen wissen, wofür sie verantwortlich sind, über die nötigen Informationen verfügen, um ihre Leistung einzuschätzen, und dort aktiv werden, wo Verbesserungen nötig sind. Regelmäßige Überprüfungen halten diese Arbeit auch bei zunehmendem Wachstum in Gang."

Viel Engagement
Community-Initiativen wie Dear Neighbour, das Hubs und Services für Nachbar:innen öffnet und europaweit bereits auf eine Community mit mehr als 1.700 Anmeldungen angewachsen ist, sowie die TSH Talent Foundation, die den Zugang zu Bildung und Chancen für Changemaker:innen mit unterschiedlichen Hintergründen fördert, zählten zu den ausschlaggebenden Faktoren bei der Rezertifizierung. Ebenfalls von Bedeutung waren Kulturprogramme mit mehr als 6.000 Community-Building-Veranstaltungen in allen Hubs, ehrenamtliches Engagement sowie Partnerschaften mit lokalen Organisationen, die dazu beitragen, dass die Häuser von The Social Hub auch Menschen zugutekommen, die dort weder übernachten noch arbeiten.

Über sein gesamtes Immobilienportfolio hinweg hat The Social Hub eine Analyse der physischen Klimarisiken abgeschlossen, die untersucht, wie sich der Klimawandel auf die einzelnen Standorte auswirken könnte. Die Ergebnisse sollen in Investitionen in widerstandsfähigere Gebäude einfließen. Darüber hinaus hat das Unternehmen eine formale Validierung seiner wissenschaftsbasierten Emissionsziele erhalten und strebt für seine Immobilien die Zertifizierung nach BREEAM In-Use an.

Laut der Gruppe stärken bessere Informationen zu ihren Gebäuden, Mitarbeiter:innen und Abläufen auch den Investment Case, da sie Investor:innen dabei helfen, Risiken zu verstehen, Ausgabenentscheidungen zu bewerten und sich auf Berichtspflichten im Bereich Nachhaltigkeit vorzubereiten.

"Unsere Investor:innen wollen ein klares Bild von dem Unternehmen, in das sie investieren, und davon, wie es sich für die Zukunft aufstellt. Wir sind davon überzeugt, dass uns die ernsthafte Wahrnehmung dieser Verantwortung für langfristig orientierte Investor:innen attraktiver macht. Verantwortung zu übernehmen, hilft uns zu erklären, wo und warum Investitionen nötig sind, und stärkt zugleich die Beziehungen zu den Menschen, die unsere Räume nutzen", sagt Westerborg und fügt hinzu: "Jeder neue Hub bringt Verantwortung gegenüber den Menschen mit sich, die im Hub arbeiten oder die ihn nutzen, das umfasst auch die Nachbarschaft rundherum. Wachstum bedeutet, dass wir uns noch mehr dafür einsetzen müssen, diese Verpflichtungen einzuhalten. Wir sind stolz darauf, diese strengeren Standards erfüllt zu haben. Wenn wir mehr Menschen im The Social Hub willkommen heißen, sollen sie sich auf die gleiche Sorgfalt gegenüber unseren Communitys und die gleiche Entschlossenheit verlassen können, die wir an den Tag legen, um unsere Umweltauswirkungen zu reduzieren." (red.)

www.thesocialhub.co