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Philipp Nemetz, Regionalmanager Vorarlberg von Aon Österreich © sams-foto.com

Mittelstand und Großunternehmen stehen im Visier professioneller Cyberkrimineller. Aon sorgt mit maßgeschneiderten Konzepten dafür, dass digitale Angriffe nicht zum wirtschaftlichen K. o. führen.

Die Digitalisierung durchdringt nahezu jede Faser der Wirtschaft – von hochautomatisierten Industriebetrieben über vernetzte Lieferketten bis zum regionalen Handel. Doch wo vernetzte Systeme Effizienz schaffen, entstehen zugleich neue Einfallstore. Das spiegelt sich im aktuellen Aon Global Risk Management Survey wider: Sowohl global als auch in Österreich belegt das Cyberrisiko unangefochten den ersten Platz unter den größten aktuellen Unternehmensrisiken.

 

"Mit KI-gestützten Angriffen werden Täuschungen billiger, schneller und glaubwürdiger – Stichwort Deepfake-Stimmen oder gefälschte Zahlungsanweisungen." 
Philipp Nemetz, Regionalmanager Vorarlberg Aon

 

Nikolaus Kittinger,
Head of Specialty
Sales Aon © Wilke

Österreich bietet attraktive Ziele
Dass Cybergefahren in heimischen Chefetagen so präsent sind, überrascht die Experten von Aon keineswegs. "Ransomware, Datendiebstahl und Angriffe auf kritische Betriebsprozesse betreffen heute nicht mehr nur Großkonzerne, sondern immer stärker auch den Mittelstand", erklärt Nikolaus Kittinger, Head of Specialty Sales bei Aon. Österreichs "Hidden Champions" und international vernetzte Fertigungsunternehmen rücken ins Visier der Angreifer, weiß auch Philipp Nemetz, Regionalmanager Vorarlberg bei Aon: "Genau diese Unternehmen sind attraktive Ziele, weil sie wertvolle Daten, funktionierende Zahlungsströme, aber oft noch Lücken in Prozessen und Kontrollen haben." Nicht selten wird der "Faktor Mensch" unterschätzt. "Mit KI-gestützten Angriffen werden Täuschungen billiger, schneller und glaubwürdiger – Stichwort Deepfake-Stimmen oder gefälschte Zahlungsanweisungen", warnt Nemetz. Wenn Mitarbeitende unter Zeitdruck oder Routine einer fingierten Anweisung folgen und erst Tage später auffällt, dass Millionensummen an Kriminelle überwiesen wurden, hilft die beste Firewall wenig. 

Ein zentrales Problem liegt laut Aon darin, dass solche KI-gestützten Betrugsfälle von klassischen Cyber- oder Haftpflichtdeckungen oft nicht erfasst werden, da streng genommen kein IT-System gehackt wurde. Hier entsteht eine gefährliche Deckungslücke. Kittinger und Nemetz betonen das Zusammenspiel aus Cyberversicherung (für Eigenschäden, Betriebsunterbrechung und Datenwiederherstellung) und Vertrauensschadenversicherung (Schutz vor Vermögensschäden durch Betrug und Deepfakes).

 

QUICK FACTS
• Cyberrisiken belegen im Aon Global Risk Management Survey 2025 global und in Österreich den ersten Platz der aktuell größten Unternehmensrisiken.
• 6,7 % der heimischen Betriebe haben finanzielle Schäden durch eingetretene Cyberangriffe gemeldet.

 

"Wer Cyberrisiko nur als Versicherungsthema begreift, reagiert im Wesentlichen auf Bedrohungen", so Kittinger. "Unternehmen, die es strategisch angehen, schaffen dagegen einen echten Wettbewerbsvorteil. Eine hohe Cyberresilienz erhöht die Verfügbarkeit von Systemen, stärkt das Vertrauen von Kunden und Partnern und erlaubt es, neue digitale Geschäftsmodelle und KI-Lösungen sicher einzuführen." Er rät: "Wichtig ist, dass das Cyberrisiko nicht nur bei der IT verortet ist, sondern fest in der Geschäftsführung und im Risikomanagement verankert wird."

Aon Cyber Crime Framework
Um Unternehmen widerstandsfähig zu machen, setzt Aon auf einen Prozess in fünf Schritten, das Cyber Crime Framework:
• Verstehen: Geschäftsmodell, KI-Einsatz und Abhängigkeiten von Dienstleistern erfassen. Wo entsteht Schaden, wenn Systeme stillstehen?
• Bedarf ermitteln: Mit dem Aon-Tool CyQu wird die Cyberreife gemessen, ergänzt um einen Check der KI-Risiken. Ergebnis ist das individuelle Risikoprofil.
• Analysieren: Bestehende Polizzen werden auf eine Deckungslandkarte gelegt. So wird sichtbar, wo sich Cyber-, Vertrauensschaden- und D&O-Deckungen überschneiden und wo Lücken klaffen.
• Präsentieren: Daraus entsteht eine abgestimmte Risikostrategie: vermeiden, reduzieren, tragen, transferieren, ohne Doppelversicherung.
• Resilienz: Umsetzung, Zugang zu einem 24/7-Krisenpanel und ein schlankes jährliches Renewal, das auf den bereits erhobenen Daten aufbaut. (PR)

Rückfragen & Kontakt
Aon Austria GmbH – Region Vorarlberg
Campus V, Hintere Achmühlerstraße 1
6850 Dornbirn
Tel.: +43 5 78 00-900
dornbirn@aon-austria.at
www.aon-austria.at