Innomotics treibt mit moderner Antriebstechnologie den Ersatz klassischer Turbinen voran und unterstützt Industrieunternehmen bei der Dekarbonisierung. © Innomotics
Innomotics treibt die Elektrifizierung der Industrie voran: Die Turbinenersatztechnologie sorgt auf nahezu allen Kontinenten für mehr Effizienz, geringere Kosten und deutlich weniger CO₂-Ausstoß.
Mit der zunehmenden Elektrifizierung industrieller Anwendungen lassen sich durch den Ersatz bestehender Turbinen durch elektrische Antriebssysteme – die sogenannte Turbinenersatztechnologie – erhebliche Effizienzgewinne bei Betriebskosten sowie eine Reduktion von CO₂-Emissionen erzielen. Diese Technologie kann sowohl in Hochgeschwindigkeits-Pumpenanwendungen (Kreiselpumpen) als auch in leistungsstarken Kompressorsystemen in Raffinerien, der Petrochemie sowie in der Öl- und Gasindustrie eingesetzt werden. Insbesondere der Bedarf, großskalige, turbinengetriebene Speisewasserpumpen in Kraftwerken mit Hochspannungsmotoren auszurüsten, gewinnt zunehmend an Bedeutung, da dadurch Energieverbrauch, CO₂-Emissionen und Betriebskosten erheblich gesenkt werden können.
Komplexe Aufgabe
Der Übergang zu elektrischer Antriebstechnologie für rotierende Anlagen ist ein wichtiger Bestandteil der umfassenden Elektrifizierungs- und Dekarbonisierungsstrategie von Industrieanlagen, da er den Einsatz kostenintensiver und umweltschädlicher fossiler Brennstoffe reduziert. Wird die Energie aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Sonne oder Wasserkraft bezogen, können CO₂-Emissionen nahezu vollständig vermieden werden. Dies ist insbesondere für energieintensive Industrien und Anwendungen relevant. Neben ökologischen Aspekten bietet der Einsatz von Hochgeschwindigkeitsmotoren erhebliche Vorteile für Kunden, darunter eine höhere Effizienz, geringere Betriebskosten und Wartungsanforderungen sowie eine einfache Installation und Inbetriebnahme.
„Der Ersatz bestehender Gas- und Dampfturbinen durch elektrische Motor- und Antriebssysteme ist eine komplexe Aufgabe. Dank unseres hoch motivierten und qualifizierten Teams ist Innomotics seit über 25 Jahren Vordenker und Taktgeber in der Turbinenersatztechnologie und hat weltweit mehr als 70 Projekte realisiert. Unser herausragendes Portfolio setzt Maßstäbe: Die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit unserer fortschrittlichen Hochgeschwindigkeits-Hochspannungsmotorsysteme ist aufgrund unseres einzigartigen Rotordesigns konkurrenzlos. Darüber hinaus umfasst unsere Mittelspannungs-Antriebstechnologie erweiterte Redundanzmaßnahmen wie Zell-Bypass-Systeme für maximale Verfügbarkeit“, sagt Michael Reichle, CEO von Innomotics, Anbieter von Elektromotoren und großen Antriebssystemen.
Weltweite Projekte
Innomotics hat mehrere bedeutende Aufträge für Turbinenersatzprojekte auf nahezu allen Kontinenten gewonnen. Das Gesamtvolumen aller Aufträge liegt im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Ein zentrales Beispiel ist die Modernisierung der INA-Raffinerie im kroatischen Rijeka. Dort werden Dampfturbinen, die bislang Kompressoren antreiben, durch elektrische Antriebe ersetzt. Die Lösung umfasst mehrere Antriebsstränge mit Hochspannungsmotoren und Frequenzumrichtern und ermöglicht eine CO₂-Reduktion von rund 96.000 Tonnen pro Jahr sowie eine deutliche Senkung des Wartungsaufwands.
Auch beim spanischen Energieunternehmen Repsol zeigt sich das Potenzial der Technologie: Im Industriekomplex Puertollano wurde ein Gaskompressor elektrifiziert. Die Folge sind rund 25 Prozent höhere Energieeffizienz und eine Reduktion der Emissionen um etwa 68.000 Tonnen jährlich – bei gleichzeitig höherer Anlagenverfügbarkeit.
In einem Chemiepark in den Niederlanden liefert Innomotics Hochleistungsmotoren und Umrichter für eine Propylenanlage. Ziel ist es, die Transformation hin zu Netto-Null-Emissionen innerhalb eines Jahrzehnts zu unterstützen. Ähnliche Effekte zeigt ein Projekt in Südkorea, wo ein Energieversorger durch den Einsatz elektrischer Hochgeschwindigkeitsantriebe eine Effizienzsteigerung von über 20 Prozent erzielt.
Weitere Projekte unterstreichen die Bandbreite der Anwendungen: In einer spanischen Propan-Dehydrierungsanlage ersetzt Innomotics Turbinen durch einen 23,3-MW-Elektroantrieb, während in Indien ein staatliches Erdgasunternehmen erstmals auf eine neue Kombination aus Hochspannungsmotor und Umrichter setzt.
Gemeinsam ist all diesen Projekten, dass sie bestehende Anlagen mit vergleichsweise geringem baulichen Aufwand modernisieren. Sie leisten damit einen konkreten Beitrag zur Dekarbonisierung der Industrie und zeigen, wie sich Effizienzsteigerung und Klimaschutz wirtschaftlich sinnvoll verbinden lassen. (BS)