Mehrere US-Bundesstaaten könnten einem Insiderbericht zufolge bereits in der kommenden Woche Klage gegen die geplante 110-Milliarden-Dollar-Übernahme (96,46 Mrd. Euro) von Warner Bros. Discovery durch Paramount einreichen. Die Bundesstaaten befürchten, dass die Fusion den Wettbewerb beeinträchtigen könnte, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Mittwoch.
Interessengruppen und einige staatliche Regulierungsbehörden hatten gewarnt, dass die Preise für Streaming-Plattformen steigen könnten. Zudem könnten die fusionierten Unternehmen Mitarbeiter entlassen und eine geringere Auswahl an Filmen und anderen Inhalten anbieten.
Sollte die Transaktion durch eine Klage verzögert werden, könnten die Kosten für Paramount steigen. Paramount-Chef David Ellison hat zugestimmt, den Aktionären von Warner Bros. Discovery eine Gebühr von 25 Cent pro Aktie zu zahlen. Dies entspricht rund 650 Millionen Dollar pro Quartal, falls die Übernahme nicht vor Oktober abgeschlossen wird. Der Generalstaatsanwalt von Kalifornien, Rob Bonta, hat die Federführung bei der Untersuchung übernommen. Ein Sprecher von Bonta lehnte eine Stellungnahme ab. Paramount war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.
(APA)