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Verbrauchte Raumluft in Innenräumen beeinträchtigt die Produktivität und fördert das Risiko der Vermehrung von Viren. © Wolf Klima- und Heiztechnik GmbH

Mit einfachen Mitteln die Temperatur in Innenräumen frisch halten und Erkältungen vorbeugen.

Draußen wird es merklich kühler, die Tage kürzer – und das Leben verlagert sich wieder nach drinnen. Für Viren und Bakterien beginnt damit die Hochsaison. Denn wo viele Menschen auf engem Raum in schlecht gelüfteten Innenräumen zusammenkommen, steht die nächste Grippewelle schon vor der Tür. Damit der Start in den Herbst nicht zugleich einen Anstieg an Krankenständen bedeutet, helfen oft schon kleine Handgriffe.

Wie gelingt das korrekte Lüften?
Ein entscheidender Hebel liegt dabei in der Luft, die wir atmen. Denn verbrauchte Raumluft in Innenräumen beeinträchtigt nicht nur Wohlbefinden und Produktivität, sondern fördert auch das Risiko der Vermehrung von Viren. Sehr trockene Raumluft kann die Schleimhäute belasten und unter bestimmten Bedingungen dazu beitragen, dass Grippeviren länger infektiös bleiben. Deswegen ist es gerade während Grippewellen und in der Erkältungssaison besonders wichtig, Räume regelmäßig mit Frischluft zu versorgen.

"Gutes Raumklima trägt - gerade in der Erkältungssaison – ebenso wie das regelmäßige Hände waschen, zu einem wirksamen Schutz für unsere Gesundheit bei. Erst das Zusammenspiel aus regelmäßiger Frischluftzufuhr, optimaler Luftfeuchtigkeit und der richtigen Raumtemperatur senkt das Ansteckungsrisiko", so Martin Kloboucnik, Co-CEO von Wolf Klima- und Heiztechnik.

Für Räume ohne ausreichende mechanische Lüftung lautet die Devise: Fenster auf wie beim Boxenstopp. Das richtige Timing hat hierbei oberste Priorität: 
• Das Motto lautet: "Kurz und knackig", das heißt die Dauer an die Jahreszeit anpassen. Je kälter es draußen ist, desto schneller funktioniert der Luftaustausch. Vermeiden Sie in der Heizperiode dauerhaft gekippte Fenster: Kurzes, intensives Lüften begrenzt Wärmeverluste und unangenehme Zugluft. Im Winter können etwa 3 bis 5 Minuten Stoßlüften ausreichen; bei milder Witterung entsprechend länger. Die erforderliche Dauer hängt auch von Raumgröße, Fensterflächen, Wind und Belegung ab.  
• Querlüften: Öffnen Sie die gegenüberliegenden Fenster und Türen vollständig, statt sie nur zu kippen. Dadurch entsteht ein Durchzug, der die verbrauchte, potenziell virenhaltige Luft in kurzer Zeit austauscht. Dauerhaft gekippte Fenster kühlen den Raum lediglich aus und begünstigen die Schimmelbildung. Durch den kurzen Zeitintervall wird ein starker Raumwärmeverlust vermieden. 
• Regelmäßigkeit: Wie oft gelüftet werden muss, hängt von der Nutzung und Belegung ab. Für Klassenzimmer ohne ausreichende Lüftungsanlage empfiehlt das deutsche Umweltbundesamt, während des Unterrichts alle 20 Minuten sowie zusätzlich in den Pausen zu lüften. In Büros und Wohnräumen richtet sich der Bedarf ebenfalls nach der Nutzung. CO₂-Messgeräte können bei der Einschätzung des Luftaustauschs helfen; sie messen jedoch keine Viren.

Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Blick behalten
Der Luftaustausch ist allerdings nicht der einzige Faktor zur optimalen Regulierung des Raumklimas: Es kommt oft auch auf die Zusammensetzung der Raumluft an. Gerade trockene Heizungsluft, wie im Herbst und Winter, kann die Verbreitung von Krankheitserregern verstärken. Eine 2024 veröffentlichte Studie von EPFL, ETH Zürich und Universität Zürich zeigte, dass Influenza-A-Viren bei sehr trockener Luft länger infektiös bleiben. Auch eine Untersuchung der City University of New York stellte bei einer relativen Luftfeuchtigkeit unter 40 Prozent eine höhere Exposition gegenüber luftgetragenen Viruspartikeln in nicht mechanisch belüfteten Klassenräumen fest. Die Ergebnisse sind nicht unmittelbar auf jede reale Innenraumsituation übertragbar, unterstreichen jedoch die Bedeutung eines ausgewogenen Raumklimas. Die Luftfeuchtigkeit sollte demnach stetig kontrolliert werden, am besten und unkompliziertesten funktioniert das mit einem Thermo-Hygrometer.

Wenn einfache und kostenlose Maßnahmen an ihre Grenzen stoßen, schaffen moderne Raumluftsysteme Abhilfe. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung beispielsweise sorgt für einen kontinuierlichen Luftaustausch. Sie transportiert verbrauchte, virenbehaftete Luft zuverlässig ab und führt dem Raum permanent gefilterte Frischluft zu. 

Mehr als nur frische Luft
Wie wichtig ein gutes Raumklima für den Arbeitsalltag ist, unterstreicht auch eine 2025 durchgeführte IMAS-Studie: Die Mehrheit der Erwerbstätigen sehen einen positiven Einfluss von guter Raumluft auf Leistungsfähigkeit, Konzentration und Wohlbefinden. Gleichzeitig ist weniger als die Hälfte der überwiegend indoor arbeitenden Beschäftigten mit der Luft bzw. mit der Temperatur im Büro zufrieden.

"Österreich hinkt beim Thema gesunde Raumluft hinterher – in der Bevölkerung ist dies angekommen, jedoch in der Umsetzung noch eher weniger. Dabei ist gesunde Raumluft keine Frage des Komforts, sondern einer nachhaltigen Gesundheit – und sie muss endlich gesetzlich verankert werden", so Samantha Waltenberger, Geschäftsführung Wolf Klima- und Heiztechnik GmbH und Vorstandsmitglied des Vereins Zukunft Luft Austria. 

Wer also auch während der Erkältungssaison die Virenlast in Innenräumen senken möchte, muss nicht zwangsläufig zwischen kalter Zugluft und abgestandener Luft wählen. Der Schlüssel liegt oftmals beim richtigen Timing beim Lüften. Wer eine automatisierte Variante wünscht, kann auf eine kontrollierte Wohnraumlüftung zurückgreifen. (red.)

www.wolf-heiztechnik.at