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NEW BUSINESS - NR. 11, NOVEMBER 2026
Der Optimismus hält an: Der UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex vom September 2026 spricht für eine Fortsetzung des Industrieaufschwungs. © Adobe Stock/n kun/Ki-generiert

NEW BUSINESS präsentiert das Ranking der 280 umsatzstärksten Industrieunternehmen Österreichs und wirft aufmerksame Blicke hinter die numerischen Kulissen ausgewählter Platzierungen.

Die wirtschaftliche Lage in Österreich war 2025 weiterhin von einem herausfordernden konjunkturellen Umfeld geprägt, zeigte jedoch erste Anzeichen einer Stabilisierung. „Nach zwei schwachen Jahren befand sich die Konjunktur 2025 in einer Phase der Bodenbildung. Vor allem die Industrie, aber auch der Handel, lieferten wieder erste positive Impulse, auch wenn die Dynamik insgesamt gering blieb“, analysiert UniCredit-Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer.

Tirol entwickelte sich 2025 mit einem realen Wachstum von rund 1,9 Prozent zum wachstumsstärksten Bundesland. Ausschlaggebend dafür war jedoch weniger der Tourismus als vielmehr die vergleichsweise stabile Industriekonjunktur sowie ein im Bundesländervergleich robusterer Bausektor. Wien folgte mit einem Wachstum von 1,1 Prozent. Dahinter lagen die Steiermark mit 0,6 Prozent und Vorarlberg mit 0,5 Prozent. Salzburg und Niederösterreich mit jeweils 0,4 Prozent und das Burgenland mit 0,3 Prozent zeigten eine moderate Expansion. Oberösterreich stagnierte mit –0,2 Prozent, während Kärnten mit etwa –0,9 Prozent das schwächste Ergebnis aufwies. „Die Unterschiede zwischen den Bundesländern blieben deutlich. Regionen mit stabiler Industrie und vergleichsweise robuster Bauentwicklung konnten 2025 stärker expandieren. Gleichzeitig blieb die Wachstumsdynamik in vielen Industriebundesländern trotz erster Erholungsschritte begrenzt“, so Robert Schwarz, Ökonom bei der UniCredit Bank Austria.

Und heute? Die Erholung der österreichischen Industrie hat zu Beginn des Herbstes 2026 an Breite gewonnen. „Der UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex stieg im September auf 54,9 Punkte und erreichte damit einen neuen Höchststand seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Frühjahr 2022“, meint Bruckbauer und ergänzt: „Getragen wurde die positive Entwicklung vor allem von einer kräftigen Zunahme der Neuaufträge im In- und Ausland, die zu einer weiteren Ausweitung der Produktion und zum zweiten Beschäftigungsanstieg in Folge führte. Gleichzeitig nahmen die Auftragsbestände deutlich zu, was auf eine hohe Auslastung der Produktionskapazitäten und eine Fortsetzung des Wachstumskurses in den kommenden Monaten hindeutet. Der Aufschwung wird jedoch von Lieferkettenproblemen und dem durch die Ereignisse im Nahen Osten wieder gestiegenen Kostendruck überschattet.“

Die österreichische Industrie geht also mit einer guten Ausgangslage in das Schlussquartal des Jahres. Die Auftragslage verbessert sich, die Produktion wächst, die Beschäftigung steigt und die Unternehmen zeigen sich zunehmend zuversichtlich. „Trotz der bestehenden Risiken bleibt der Optimismus der Unternehmen hoch. Die Industriekonjunktur in Europa und insbesondere in Deutschland zeigt sich zunehmend freundlicher und unterstützt die Nachfrage nach österreichischen Industriegütern. Die Voraussetzungen für eine Fortsetzung des Industrieaufschwungs sind grundsätzlich gegeben. Wir erwarten weiterhin einen Anstieg der realen Industrieproduktion in Österreich um 1,5 Prozent im Jahresdurchschnitt 2026“, so Bruckbauer.

Was bisher geschah …
In dieser Ausgabe schauen wir zurück. Ab Seite 37 können Sie sich über die wichtigsten Kennzahlen und Fakten (Branche, Eigentümerstruktur, Umsatz, EBIT, EBT oder EBITDA und Mitarbeiterzahl) des Geschäftsjahres 2025 informieren. Die Zahlen wurden wie gewohnt persönlich bei den Unternehmen erfragt. In vereinzelten Fällen, wo uns keine Daten zur Verfügung gestellt wurden, haben wir auf die vertrauensvolle Unterstützung unserer Partner CRIF und Creditreform gesetzt. Trotz akribischer Sorgfalt können wir den einen oder anderen Fehler nicht ausschließen, daher bitten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, uns zu informieren, sollte Ihnen ein solcher begegnen.

Bevor wir in die Welt der „Facts & Figures“ eintauchen haben wir aufmerksame Blicke hinter die numerischen Kulissen ausgewählter Platzierungen geworfen. Welche Bilanzen ziehen Sie für das Geschäftsjahr 2025? Was hat zum Umsatz beigetragen? Welche Fortschritte wurden gemacht? Welche Herausforderungen sind Ihnen begegnet? Welche Ziele haben Sie sich auf die Fahnen geheftet? Und was wünschen Sie sich für die Zukunft des Industriestandortes Österreich? (BO)


Münze Österreich AG 
Rang: 24
Umsatz 2025: 2.940,61 Mio. Euro (+117,25 %)

Historische Edelmetallpreisentwicklung: Die Münze Österreich zieht eine äußerst positive Bilanz für das Verkaufsjahr 2025. In einem von wirtschaftlicher Unsicherheit, geopolitischen Spannungen und anhaltender Inflation geprägten Umfeld verzeichnete das Traditionsunternehmen eine hohe Nachfrage nach Edelmetallprodukten, allen voran nach Goldmünzen. Anlegerinnen und Anleger setzten verstärkt auf physisches Gold „made in Austria“. Das Jahr 2025 war ein historisches Ausnahmejahr und entwickelte sich zu einem regelrechten Superzyklus für Edelmetalle. Getrieben durch anhaltende Inflationssorgen, geopolitische Krisen, massive Käufe von Zentralbanken und die Schwächung des US-Dollars erzielten Edelmetalle die beste Performance unter allen Anlageklassen.

„Edelmetallprodukte sehen sich immer Zyklen gegenüber, daher schwankt der Marktbedarf. Wir müssen unsere Planungen so aufsetzen, dass wir schnell auf den Markt reagieren können. Die vorjährige Gold- und Silberpreisrallye hat sich positiv auf unseren Umsatzverlauf ausgewirkt“, berichtet Pressesprecherin Eva-Maria Klement.

Im Jahr 2025 wurden von der Münze Österreich über 1,01 Million Anlagegoldprodukte in Gold verkauft, 2024 waren es 644.000, hinzu kamen 2025 3,9 Millionen abgesetzte Unzen Silberphilharmoniker. 2025 startete zudem die neue 3-Euro-Münzserie „Fantastische Fabelwesen“, bei der die Graveure mystische Wesen auf Münzen zum Leben bringen. Die Münze Österreich verbindet in dieser Serie uralte Mythen mit modernster Schwarzlicht-Technologie. 

Im Produktionsbereich wurde die Femtosekunden-Laserbearbeitung von Prägestempeln eingeführt, wodurch die Produktionszeit verkürzt und die Qualität gesteigert wurde. Der Ultrakurzimpulslaser arbeitet besonders präzise und eignet sich gut für die Gravur von gehärteten Materialien.

Was müsste sich in Österreich bei Politik, Bildung oder Infrastruktur verändern, damit Münze Österreich auch langfristig erfolgreich produzieren kann? „Wir wünschen uns eine massive administrative Vereinfachung, um den Industriestandort Österreich wieder zu stärken. Gleichzeitig wäre es schön, wenn die Wertigkeit von Lehrberufen angehoben wird, nur so können wir einem potenziellen Fachkräftemangel entgegenwirken“, so Klement.

www.muenzeoesterreich.at


Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG 
Rang: 29
Umsatz 2025: 2.476 Mio. Euro (+14,84 %)

Innovativ. Wachstumsstark. Zukunftsorientiert: 2025 war für Boehringer Ingelheim ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Weltweit stieg der Nettoumsatz um 7,3 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro. Gleichzeitig investierte das Unternehmen 6,4 Milliarden Euro beziehungsweise 22,9 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Rund 70 Millionen Patientinnen und Patienten wurden mit innovativen Therapien erreicht. Zu den bedeutendsten Fortschritten gehörten zwei neue Medikamente gegen Lungenkrebs beziehungsweise Lungenfibrose, die im zweiten Halbjahr 2025 unter anderem in den USA und China eingeführt wurden.

Auch das Regional Center Vienna (RCV) entwickelte sich sehr positiv: Die Umsätze aus Humanpharma und Tiergesundheit stiegen um 8,6 Prozent auf rund 1,59 Milliarden Euro. Einschließlich Auftragsproduktion, Forschung und klinischer Studien beliefen sich die Gesamterlöse auf rund 2,48 Milliarden Euro. In der RCV-Region wurden mehr als 7,9 Millionen Menschen mit Medikamenten von Boehringer Ingelheim versorgt.

Ein weiteres Highlight war die Entwicklung der Forschungs- und Innovationspipeline. Das RCV mit seinem Schwerpunkt Onkologie bereitete mehrere Wirkstoffe auf weitere klinische Entwicklungsschritte und künftige Zulassungen vor. Für den Bereich Onkologie wurden acht neue Übergänge in die klinische Phase ausgewiesen.

Die Pharmabranche war auch 2025 von volatilen Märkten, regionalen wirtschaftlichen Herausforderungen, wachsendem Kostendruck und einem intensiven internationalen Wettbewerb um Investitionen und qualifizierte Fachkräfte geprägt. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an die Branche, Innovationen schneller zu Patientinnen und Patienten zu bringen und die Versorgung mit wichtigen Arzneimitteln verlässlich sicherzustellen. Boehringer Ingelheim begegnet diesen Entwicklungen mit langfristigen Investitionen in Forschung, Produktion und Digitalisierung. 

Für 2026 strebt der Pharmakonzern eine stabile Geschäftsentwicklung in einem weiterhin herausfordernden Umfeld an. Im Mittelpunkt stehen die konsequente Vorbereitung geplanter Produkteinführungen, die Nutzung des weiteren Potenzials etablierter Therapien und die Fortführung der Forschungs- und Innovationsprogramme. Zudem wird am Standort Wien weiter an dem neuen Bürogebäude gearbeitet, dessen Eröffnung für 2027 geplant ist. „Mit dem neuen Gebäude bekennen wir uns klar zum Standort Wien“, sagt Generaldirektor Pavol Dobrocky. „Wir investieren damit in die Zukunft unseres Unternehmens und in jene Menschen, die hier jeden Tag wichtige Arbeit leisten. Der Neubau führt Mitarbeitende zusammen, die derzeit auf mehreren Standorten in Wien verteilt sind. Gleichzeitig entsteht am bestehenden Campus Raum für künftige Erweiterungen in Forschung und Produktion.“

www.boehringer-ingelheim.com/at


Palfinger AG
Rang: 34
Umsatz 2025: 2.339,29 Mio. Euro (–0,87 %)

Drittbestes Jahr der Unternehmensgeschichte: Die Palfinger AG blickt auf eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre ihrer Geschichte zurück. Trotz eines anspruchsvollen und stark divergenten wirtschaftlichen Umfelds konnte das Unternehmen 2025 erneut seine Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis stellen. Durch Effizienzsteigerungen, eine klare Kunden- und Serviceorientierung sowie gezielte Investitionen in Zukunftsmärkte hat Palfinger ein starkes Geschäftsergebnis realisiert. Zugleich wurde die neue Unternehmensstrategie 2030+ „Reach Higher“ erarbeitet und erfolgreich Kommunikations- und Implementierungsmaßnahmen gesetzt.

Weltweit erwies sich die breite Aufstellung als zentraler Erfolgsfaktor. In Europa stützten Süd- und Nordeuropa das Geschäft, während die Erholung des deutschen Marktes durch verzögerte Infrastrukturinvestitionen hinter den Erwartungen zurückblieb. In Nordamerika wirkten sich neue Zollregelungen, insbesondere Section 232, dämpfend auf die Nachfrage aus und führten zu einer Verringerung der Profitabilität. Lateinamerika (LATAM) erzielte trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten in Argentinien und einer leicht rückläufigen Marktnachfrage in Brasilien einen neuen Rekordumsatz. In der Region Asien-Pazifik zeigte sich eine verhaltene Wirtschaftsentwicklung in China, während Indien als Wachstumsmotor überzeugte.

Das Marine-Geschäft blieb mit Großaufträgen aus dem Offshore-Wind- und Kreuzfahrtbereich eine verlässliche Wachstumsstütze, während CIS, insbesondere Russland, nach dem wirtschaftlichen Einbruch deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge verzeichnete.
Die Palfinger AG ist auch erfolgreich in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. In einem weiterhin von geopolitischen Spannungen, unberechenbarer US-Zollpolitik und regional unterschiedlichen Marktentwicklungen geprägten Umfeld erzielte man eines der besten Auftaktquartale der Unternehmensgeschichte.

Nach der positiven Entwicklung im ersten Quartal 2026 hat sich das Marktumfeld im zweiten Quartal jedoch deutlich volatiler entwickelt. Der Iran-Krieg führte zu einer Eintrübung des Marktumfelds in den Regionen Nordamerika, Mittlerer Osten und Asien-Pazifik und belastete die Nachfrageentwicklung stärker als erwartet. Dies wirkte sich auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung von Palfinger aus. Trotz dieser Rahmenbedingungen erzielte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 1.165,6 Mio. Euro, ein EBIT von 84,1 Mio. Euro sowie ein Konzernergebnis von 48,0 Mio. Euro.

www.palfinger.com


Constantia Flexibles Group GmbH
Rang: 36
Umsatz 2025: 2.180,90 Mio. Euro (+18,01 %)

Investitionen in die Zukunft: Mit strategischen Investitionen, neuen Technologien und einem erweiterten Produktportfolio startete Constantia Flexibles ins Jahr 2025. Zu Beginn des Jahres wurde die Übernahme von Alu­flexpack abgeschlossen, einem führenden europäischen Anbieter maßgeschneiderter flexibler Verpackungslösungen. Dieser Schritt stärkt die Position des Unternehmens in wertschöpfungsintensiven Segmenten – insbesondere in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie – und erweitert zugleich seine technologischen Kompetenzen sowie die regionale Produktionspräsenz. „Wir sind mit einem klaren Fokus in das Jahr 2025 gestartet: flexible Verpackungslösungen zu entwickeln, die den Herausforderungen von morgen gewachsen sind“, erklärt Marc Rademacher, Executive Vice President Consumer Commercial bei Con­stantia Flexibles. „Die Akquisition von Aluflexpack und unsere Investitionen in unsere Produktionsstandorte stehen dabei nicht nur für Wachstum – sie stehen für ein agiles, zukunftsfähiges Verpackungsnetzwerk, das unsere Kun­d:in­nen mit mehr Geschwindigkeit, technischer Tiefe und einem klaren Bekenntnis zur ökologischen Verantwortung unterstützt.“

Über 100 Millionen Euro hat Constantia Flexibles in die Modernisierung seines weltweiten Produktionsnetzwerks investiert. In Österreich wurden 50 Millionen Euro in die Erweiterung des Walzwerks am Standort Teich investiert. Weitere 30 Millionen Euro flossen in eine neue Lackieranlage. „Mit dieser Investition setzen wir ein klares Zeichen für Wachstum, Innovation und Nachhaltigkeit. Durch die Erweiterung des Walzwerks steigern wir die Aluminiumfolienproduktion um rund 30 Prozent auf bis zu 90.000 Tonnen Aluminiumfolien pro Jahr, was unser größtes Werk in der Gruppe zu einem der größten integrierten Produzenten in Europa macht“, betonte Daniel Winkler, EVP Aluminum Division & Group Sustainability bei Constantia Flexibles. „Zugleich leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung und vermeiden dabei circa 100.000 Tonnen CO2-Emissionen.“

In Deutschland investierte Constantia Flexibles über sechs Millionen Euro in eine neue MDO-Linie (Machine-Direction Orientation) am Standort Pirk, die die Produktion des Monomaterials EcoLamHighPlus unterstützt. Am spanischen Standort Burgos von Constantia Tobepal wurde ein Tandem-Extruder im Wert von über 15 Millionen Euro installiert, der die Produktionskapazität erhöht und gleichzeitig eine verlässliche Backup-Lösung für das Werk in Logroño bietet. In Mexiko hat das Unternehmen im Werk Constantia Aluprint intelligente Fertigungs-Upgrades implementiert, um Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz weiter zu steigern.

www.cflex.com


Rosenbauer International AG
Rang: 59
Umsatz 2025: 1.429 Mio. Euro (+9,43 %)

Operative und finanzielle Stärke: Rosenbauer erzielte 2025 das erfolgreichste Jahr in seiner 160‑jährigen Unternehmensgeschichte mit Höchstwerten bei Umsatz, EBITDA, EBIT und einem Rekordauftragsstand. Die Gesamtentwicklung 2025 war für Rosenbauer sehr positiv, einerseits legte der Auftragsbestand auf 2.354,6 Mio. Euro (2024: 2.279,8 Mio. Euro) zu, welcher deutlich über dem Konzernjahresumsatz liegt. Andererseits konnten sowohl der Umsatz um 9,4 Prozent auf 1.429,0 Mio. Euro als auch das Ergebnis auf 84,5 Mio. Euro gesteigert werden. Mit der erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung sowie der abgeschlossenen Refinanzierung hat Rosenbauer zudem die finanzielle Basis gestärkt und wichtige Voraussetzungen für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens geschaffen.

„2025 war ein Meilenstein für Rosenbauer. Wir haben operativ und finanziell das stärkste Jahr unserer Unternehmensgeschichte erzielt und zugleich die Grundlage für nachhaltiges, profitables Wachstum gelegt. Der Rekordumsatz, die Verdoppelung des Ergebnisses vor Steuern und die Halbierung unserer Verschuldung, zeigen unsere wiedergewonnene Stärke“, sagt CEO Robert Ottel. „Strategisch setzen wir auf Kontinuität: Die Familie Rosenbauer bleibt dem Unternehmen verbunden und die neuen, langfristig denkenden Ankerinvestoren stärken die finanzielle Grundlage von Rosenbauer. Auf dieser Basis entwickeln wir unser Geschäftsmodell entlang der drei Säulen Innovations- und Technologieführerschaft, operative Exzellenz und konsequente Kundennähe gezielt weiter. Besonders stolz bin ich auf die 110 neuen Arbeitsplätze, die wir in Österreich geschaffen haben. Sie stehen für das Vertrauen unserer Kunden, die Leistungsfähigkeit unseres Teams und unseren Anspruch, die globale Feuer­wehrbranche weiterhin als Weltmarkführer entscheidend mitzugestalten.“

Die Nachfrage nach den Produkten von Rosenbauer bleibt auch 2026 weltweit robust. Mit einem Auftragseingang von 717,8 Mio. Euro im ersten Halbjahr und einem Auftragsbestand von 2,4 Mrd. Euro verfügt der Konzern über eine solide Ausgangsbasis für die zweite Jahreshälfte. Gleichzeitig bestehen Risiken durch geopolitische Spannungen, ein volatiles Marktumfeld und mögliche Störungen in den Lieferketten. Diese Entwicklungen können Auswirkungen auf Materialverfügbarkeit, Kostenentwicklung und den Geschäftsverlauf haben. Trotz dieser Unsicherheiten erwartet der Konzernvorstand für das Geschäftsjahr 2026 weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum. Der Umsatz soll bis zu 1,6 Mrd. Euro erreichen, die EBIT-Marge auf über 6 Prozent steigen.

www.rosenbauer.com


Fronius International GmbH
Rang: 74
Umsatz 2025: 1.100 Mio. Euro (+18,03 %)

Turnaround. Gestaltung. Stabilisierung: 2025 hat Fronius die Krise hinter sich gelassen und den Turnaround geschafft. Außerdem ist man im Geschäftsfeld „Solar & Energy“ zum Gesamtanbieter lanciert: Neben Lösungen für die Umwandlung von Sonnenenergie in Strom, die E-Mobilität, die Warmwasseraufbereitung und KI-basierte Energiemanagement-Systeme sind nun auch eigene Batteriespeicher im Portfolio. Darüber hinaus punktet das Unternehmen seit 2025 mit dem Velocity Assistent, kurz Velo, einem weltweit einzigartigen Assistenzsystem für das manuelle MIG/MAG-Schweißen.

„Unsere Unternehmensstrategie ist von Kontinuität geprägt. Dennoch haben wir uns 2025 einmal mehr an den volatilen Markt angepasst, uns verändert, Abläufe neu gestaltet und unsere Strukturen verschlankt“, heißt es seitens Fronius. Die früheren drei Business Units sind heute zwei Geschäftsfelder, Entwicklung und Vertrieb wurden zusammengelegt. Daneben führte ein Plus an Auftragseingängen zum Umsatzwachstum. Hintergrund: Viele Großhändler haben in Zeiten des PV-Booms ihre Lager angefüllt und 2024 nichts mehr bestellt. Da sich die Lager geleert haben, hat sich 2025 das Blatt gewendet. Die Digitalisierung bringt einen großen Stromhunger mit sich – und dieser Bedarf wird bleiben. Deshalb sei es wichtig, weiterhin aufzuzeigen, dass Photovoltaik eine der günstigsten Formen der Stromproduktion ist. Als Industrieunternehmen mache das Unternehmen seinen Erfolg aber nicht nur an Zahlen fest, sondern betrachtet die Geschäftsaktivitäten stets ganzheitlich, sprich: auf ökologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Ebene. Man denke langfristig und begebe sich in keine finanzielle Abhängigkeit. „Unsere solide Basis baut auf unterschiedlichen Geschäftsfeldern auf, was uns resistenter gegenüber Krisen macht.“

Am Industriestandort Österreich kritisiert Fronius die Neigung zu einer Stop-and-go-Förderpolitik und gibt zu bedenken: „Weder wir noch unsere Kunden wissen, worauf man sich einstellen kann. Geht es um den langfristigen Erfolg, so müssen wir eine Ebene höher gehen und uns Europa ansehen: Hier verfechten wir klar die Position, dass Europa die kritische Infrastruktur in eigenen Händen halten muss. Außerdem sind wir der Meinung, dass Europa einen Hang zur Bürokratisierung hat. Die EU glaubt alles zu schaffen, indem alles niedergeregelt und beschränkt wird. Man hat immer ein wenig Angst vor dem Neuen. Stattdessen sollten wir die Freiheit des Unternehmertums und vor allem unsere Innovationskraft nutzen. Wir können als Europa nur bestehen, wenn wir innovativ sind.“

www.fronius.com


Pfeifer Holding GmbH
Rang: 78
Umsatz 2025: 1.066 Mio. Euro (+15,37 %)

Verhalten, herausfordernd, durchwachsen: Trotz der gedämpften Baukonjunktur waren insbesondere ab dem Frühjahr 2025 positive Impulse für die Pfeifer Group erkennbar. „Gleichzeitig haben wir wichtige strategische Weichen für die weitere Entwicklung gestellt“, berichtet CEO Michael Pfeifer. Zu den zentralen positiven Entwicklungen zählte für Pfeifer der Holzbau. Obwohl die Bautätigkeit insgesamt rückläufig war, konnte dieser seinen Anteil weiter ausbauen. Projekte wie Supermärkte, Parkhäuser sowie Schulen und Kindergärten aus Holz zeigen laut Pfeifer, dass der Baustoff zunehmend auch bei größeren und anspruchsvolleren Bauvorhaben eingesetzt wird. „Der Holzbau war ein wichtiger Wachstumstreiber“, so Pfeifer. In Deutschland liegt der Holzbauanteil mittlerweile bei 24,4 Prozent, in Österreich bei 24 Prozent und in Italien bei sechs Prozent. Gerade im mehrgeschossigen Wohnbau und bei öffentlichen Gebäuden sieht die Pfeifer Group deshalb weiteres Wachstumspotenzial.

Neben dem Holzbau trugen auch die internationalen Vertriebsaktivitäten und die breite geografische Aufstellung des Unternehmens zu den langfristigen Wachstumsperspektiven bei. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Integration der finnischen Standorte. Diese stärkt nicht nur die interne Rohstoffversorgung, sondern eröffnet auch zusätzliche Liefermöglichkeiten für Kunden in Zentraleuropa. Die weitere Integration der finnischen Werke, die Einführung von SAP, die Harmonisierung der Prozesse und die Weiterentwicklung des Standorts Kajaani gehörten deshalb zu den wesentlichen strategischen Themen des Jahres 2025.

Gleichzeitig war die Branche mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Die internationale Nachfrage nach Nadelschnittholz blieb relativ schwach, während auf wichtigen Absatzmärkten Preisdruck herrschte. Hinzu kamen steigende Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik sowie der Fachkräftemangel und ein Mangel an Lkw-Fahrerinnen und -Fahrern. Auch die zunehmenden regulatorischen Anforderungen stellen die Branche vor zusätzliche Aufgaben. „Wir reagieren darauf mit einer breit aufgestellten Markt- und Kundenstruktur, einer aktiven Lehrlingsausbildung sowie Investitionen in effizientere Prozesse, Digitalisierung, Automatisierung und Energieeffizienz. Auch die Harmonisierung unserer Abläufe und die weitere Integration der finnischen Standorte erhöhen langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit“, so Pfeifer.

Für 2026 hat sich das Unternehmen konkrete Wachstumsziele gesetzt. Die Unternehmensgruppe erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 1,1 Milliarden Euro. Bis 2030 soll der Gruppenumsatz auf 1,3 Milliarden Euro steigen. Dafür will Pfeifer die Integration der finnischen Standorte, die SAP-Einführung, die Prozessharmonisierung, die Weiterentwicklung von Kajaani und den Ausbau des internationalen Vertriebs weiter vorantreiben. Diese Maßnahmen verursachen zunächst zusätzliche Aufwendungen und belasten damit kurzfristig die Ergebnisentwicklung. Pfeifer betont jedoch, dass sie die Grundlage für weiteres Wachstum schaffen sollen. 

www.pfeifergroup.com


FACC AG
Rang: 83
Umsatz 2025: 984,40 (+11,29 %)

Effizienzsteigerungsprogramm trägt Früchte: Die FACC AG hat den Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2025 um 11,3 Prozent auf 984,4 Mio. Euro gesteigert und damit den höchsten Umsatz in der Geschichte des Unternehmens erzielt. In einem weiterhin dynamischen Marktumfeld konnte zudem das Ergebnis um 49,4 Prozent auf 42,3 Mio. Euro gesteigert werden. Das entspricht einer Verbesserung der EBIT-Marge von 3,2 Prozent auf 4,3 Prozent – trotz anhaltender Verwerfungen in den internationalen Lieferketten sowie hoher Personal- und Energiekosten am Standort Österreich. Alle Divisionen der FACC – Aerostructures, Engines & Nacelles sowie Cabin Interiors – wiesen zudem ein positives Ergebnis auf.

Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war unter anderem das seit Herbst 2024 in Umsetzung befindliche Effizienzsteigerungsprogramm CORE, das im Geschäftsjahr 2025 in allen Unternehmensbereichen einen positiven Effekt zeigte. Insbesondere der vor vier Jahren in Betrieb genommene Standort Kroatien konnte aufgrund von Skaleneffekten ebenfalls wesentlich zu einer nachhaltigen Ergebnissteigerung in der Division Cabin Interiors beitragen. Produktverlagerungen, wie zum Beispiel die Fertigung der COMAC C919 Struktur- und Flugzeugkabinenausstattungen in China, unterstützten die globale Fertigungsstrategie der FACC zusätzlich. Auch der nahezu unveränderte Personalstand bei gleichzeitiger Umsatzsteigerung unterstreicht die positiven Auswirkungen der strategischen Ausrichtung des Unternehmens.

Trotz geopolitischer Unsicherheiten – insbesondere im Nahen Osten – beurteilt das Management die Marktentwicklung zwar als „herausfordernd“, aber weiterhin für die Luftfahrtindustrie positiv. Auf Basis der aktuellen Nachfrage konkretisiert das FACC-Management den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026. Erwartet wird ein Umsatzwachstum zwischen 10 und 15 Prozent und damit erstmals ein Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro. 

„Die Luftfahrtindustrie steht vor einem Wachstumsschub. Man geht davon aus, dass sich die Zahl der Flugpassagiere in den kommenden zwanzig Jahren mehr als verdoppeln wird. Mit unseren Investitionen in neue Produktinnovationen, Kapazitäten, Automatisierung und neue Technologien schaffen wir die Voraussetzungen, damit FACC in Zukunft einer der weltweit führenden Entwicklungspartner der Luftfahrtindustrie ist. Gleichzeitig setzen wir mit unserer Investition ein klares Bekenntnis sowohl zum Wirtschafts- und Indus­trie­standort Oberösterreich als auch zum weiteren Ausbau unseres globalen Fertigungsnetzwerks“, so CEO Robert Machtlinger.

www.facc.com


Plasser & Theurer, Export von ­Bahnbaumaschinen, GmbH
Rang: 100
Umsatz 2025: 730,72 Mio. Euro (+55,80 %)

Zurück am Wachstumspfad: Nach wirtschaftlich herausfordernden Jahren ist Plasser & Theurer im Geschäftsjahr 2025 auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Der weltweite Technologieführer im Bau von Gleisbaumaschinen erzielte trotz eines weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds einen Rekordumsatz von 731 Millionen Euro.

Die 2024 eingeleitete Transformation trägt nachhaltig Früchte: Der Turnaround schreitet voran, das Unternehmen ist wieder klar profitabel und strategisch konsequent auf Wachstum ausgerichtet. Mit einem Umsatzanstieg von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr (469 Mio. Euro) wurde der höchste Wert in der Unternehmensgeschichte erreicht. Zugleich erzielte der Auftragseingang mit rund einer Milliarde Euro ein Rekordniveau und das operative Ergebnis verbesserte sich deutlich: Das EBIT stieg von 11,6 auf 41,4 Millionen Euro.

Die positive Entwicklung basiert auf anhaltend hoher globaler Nachfrage sowie spürbar verbesserter Lieferfähigkeit. Mit einem Auftragsbestand von mehr als 1,6 Milliarden Euro verfügt Plasser & Theurer über eine hervorragende Ausgangsbasis für die kommenden Jahre. Der mittelfristige Ausblick ist stabil und positiv – ein klares Signal für die Rückkehr zu nachhaltigem, substanziellem Wachstum.

So erfreulich das abgelaufene Geschäftsjahr war – die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben sehr herausfordernd: Plasser & Theurer exportiert 93 Prozent aus einem Hochkostenland. Kostensteigerungen können international nicht einfach weitergegeben werden. Der Wettbewerb findet mit Anbietern aus deutlich günstigeren, teils massiv subventionierten Volkswirtschaften statt. Gleichzeitig belasten hohe Energiepreise und Lohnnebenkosten sowie enorme regulatorische Rahmenbedingungen. Umso wichtiger ist eine entschlossene Standortpolitik: wettbewerbsfähige Energiekosten, weniger Bürokratie und kontinuierliche Investitionen in Innovation und Infrastruktur.

Ein zentraler Baustein des langfristigen Erfolgs ist der konsequente Ausbau der Produktionskapazitäten. Das neue Montage- und Inbetriebnahme-Werk am Standort Linz steht kurz vor der Fertigstellung und ist mit einem Investitionsvolumen von über 60 Millionen Euro die größte Einzelinvestition in der mehr als 70-jährigen österreichischen Unternehmensgeschichte.

www.plassertheurer.com


ASTA Energy Solutions AG
Rang: 104
Umsatz 2025: 695,80 Mio. Euro (+8,21 %)

Starke Performance: Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Asta eine starke finanzielle Performance. Die Umsatzerlöse stiegen auf 695,8 Mio. Euro und verzeichneten damit ein Wachstum von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies bestätigt die gefestigte Position des Unternehmens innerhalb der globalen Transformatoren- und Generatorenindustrie. 

Strategisch war das Jahr 2025 von weiteren Fortschritten beim Ausbau der globalen Produktionsstandorte sowie bei der Umsetzung zentraler operativer Initiativen geprägt. Der Hochlauf des neuen Produktionsstandorts in Bosnien‑Herzegowina verlief planmäßig und wird nach Erreichen der Vollauslastung die europäischen Produktionskapazitäten, insbesondere für Kernprodukte wie CTCs und Roebelstäbe, deutlich erweitern. Gleichzeitig baute Asta seine Recycling- und „Low Carbon Copper“-Aktivitäten weiter aus. Diese Initiativen unterstützen den langfristigen Ansatz der Gesellschaft zur Stärkung der Lieferkettenresilienz und Ressourcen­effizienz in einem strukturell angespannten Kupfermarkt.

„2025 war das stärkste Jahr in der Geschichte von Asta“, betont CEO Karl Schäcke. „Die Kombination aus solidem Umsatzwachstum, deutlicher Margenverbesserung und erhöhter Planungssicherheit spiegelt sowohl unsere operative Exzellenz als auch unsere strategische Klarheit wider. Mit unserem erfolgreichen Börsengang haben wir ein neues Kapitel aufgeschlagen und uns die finanzielle Stärke gesichert, um unseren globalen Kapazitätsausbau zu beschleunigen, die Rückwärtsintegration voranzutreiben und unsere Rolle als wesentlicher Akteur der globalen Energiewende weiter zu vertiefen.“

In den kommenden Jahren investiert das Unternehmen rund 17 Millionen Euro in eine neue Kupfer-Recyclinganlage am Standort Oed in Niederösterreich und schafft damit eine europäische Plattform für die Herstellung von Kupferdraht aus Sekundärkupfer. Die Bestellung der ersten Maschinen erfolgt noch 2026, die Produktion soll Ende 2029 anlaufen. „Eigenes Recycling macht uns unabhängiger vom Kupfermarkt und sichert unseren Kunden langfristig den Zugang zu hochwertigem Kupferdraht. Genau das haben wir beim Börsengang versprochen, und mit der neuen Anlage setzen wir es jetzt um. Die Investition ist zugleich ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Österreich und stärkt unseren Stammsitz Oed. Kupferdraht aus Recycling, made in Austria“, so Schäcke.

www.astagroup.com


Semperit AG Holding
Rang: 109
Umsatz 2025: 662,40 Mio. Euro (–2,10 %)

Zurück auf profitablem Wachstumskurs: Die Semperit‑Gruppe hat ihr positives Momentum im Jahresverlauf 2025 kontinuierlich ausgebaut und im zweiten Halbjahr deutlich an Dynamik gewonnen. Das operative EBITDA vor Projektkosten lag mit 83,6 Mio. Euro über den Erwartungen, während sich die EBITDA-Marge im zweiten Halbjahr signifikant verbesserte. Semperit setzte sein Effizienzprogramm fort und realisierte zusätzliche Kosteneinsparungen von rund 6 Mio. Euro. „Das zweite Halbjahr 2025 hat klar gezeigt, welches operative Potenzial in Semperit steckt. Durch konsequente Kostendisziplin, stärkere Vertriebsinitiativen und eine klare strategische Fokussierung konnten wir unsere EBITDA-Marge von 9,6 auf 14,3 Prozent steigern und damit unsere Pro­gnose übertreffen“, sagt Semperit-CEO Manfred Stanek.

2026 kehrt die Semperit-Gruppe auf den profitablen Wachstumskurs zurück. „Die starke Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr zeigt die hohe Skalierbarkeit unseres Geschäftsmodells. Mehr Volumen, eine bessere Auslastung und die konsequente Umsetzung unserer Kosten- und Effizienzmaßnahmen haben die Profitabilität deutlich gestärkt. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Ergebnisprognose für das Gesamtjahr angehoben. Auch wenn wir im zweiten Halbjahr mit mehr Gegenwind rechnen, erwarten wir für 2026 insgesamt einen deutlichen Profitabilitätsschub gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig machen wir bei der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie in beiden Divisionen gute Fortschritte“, so Stanek.

In beiden Divisionen zeigen sich weiterhin gemischte Markttrends. Während sich einzelne Geschäftsbereiche robust entwickeln und sich in ausgewählten Endmärkten erste Stabilisierungstendenzen abzeichnen, bleiben die Nachfrage in zyklischeren Segmenten sowie die Investitionsbereitschaft vieler Kunden gedämpft. Zudem führen verlängerte Produktlebenszyklen und Projektverschiebungen in einzelnen Bereichen zu einer eingeschränkten Visibilität für die zweite Jahreshälfte. Der Fokus liegt daher verstärkt auf der Verteidigung der erzielten Margen durch konsequentes Preismanagement, operative Exzellenz sowie weitere Effizienzmaßnahmen. Insgesamt erwartet Semperit für 2026 eine deutliche Profitabilitätsverbesserung gegenüber dem Vorjahr.

www.semperitgroup.com


Thöni Holding GmbH
Rang: 135
Umsatz 2025: 473 Mio. Euro (+10 %)

Großer Mehrjahresauftrag: Nach einem wachstumsstarken Geschäftsjahr 2025 konnte die Thöni-Gruppe im August 2026 einen der größten Mehrjahresaufträge ihrer Unternehmensgeschichte gewinnen. Der Auftrag umfasst die Fertigung und Lieferung komplexer Aluminium-Strukturbaugruppen für die nächste Generation einer weltweit führenden Premiumlimousine. Damit baut das Tiroler Familienunternehmen eine seit nahezu zwei Jahrzehnten bestehende Partnerschaft mit einem renommierten internationalen Automobilhersteller weiter aus.

Im Rahmen des Projekts wird Thöni crashsichere Längsträger produzieren. Der Großauftrag umfasst die Produktion von rund einer Million Strukturbauteilen im Zeitraum von 2028 bis 2036. Dafür werden am Standort Pfaffenhofen rund 20.000 Tonnen Aluminium verarbeitet.

Besonders erfreulich ist die Bedeutung des Projekts für den Wirtschaftsstandort Tirol: Der Auftrag sichert die langfristige Grundauslastung der Produktionskapazitäten im Werk Pfaffenhofen und schafft mehr Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Gleichzeitig stärkt er die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und leistet einen wichtigen Beitrag zur Absicherung qualifizierter Arbeitsplätze in der Region. 

Im intensiven internationalen Wettbewerbsumfeld konnte sich Thöni gegen zahlreiche Mitbewerber durchsetzen. Ausschlaggebend für die Auftragsvergabe waren insbesondere die einzigartige Fertigungstechnologie des Unternehmens sowie die Fähigkeit, hochkomplexe Strukturbauteile vollständig am Standort Pfaffenhofen zu produzieren. Die hohe Wertschöpfungstiefe ermöglicht kurze Wege, höchste Qualitätsstandards und maxi­male Prozesssicherheit.

„Dieser bedeutende Auftrag bestätigt eindrucksvoll unsere technologische Kompetenz, unsere hohe Qualitätsorientierung und unsere Zuverlässigkeit als strategischer Partner der internationalen Automobilindustrie. Gleichzeitig ist er ein starkes Signal für den Standort Telfs, die langfristige Auslastung unserer Produktionsanlagen und die Sicherung von Beschäftigung in der Region. Damit setzen wir unseren Weg konsequent fort, innovative und nachhaltige Strukturlösungen für die Mobilität der Zukunft zu entwickeln und zu produzieren“, erklärt Helmut Thöni, Vorsitzender der Geschäftsführung der Thöni Holding.

www.thoeni.com


Getzner Textil AG 
Rang: 165
Umsatz 2025: 357,22 Mio. Euro (–1,62 %)

Anspruchsvoll. Investitionsstark. Zukunftsorientiert: Zu den wichtigsten Meilensteinen des abgelaufenen Geschäftsjahres von Getzner zählten die Fertigstellung einer neuen Produktionshalle, Investitionen in den modernen Maschinenpark sowie die konsequente Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie bis 2035. „Darüber hinaus haben wir unsere internationale Marktpräsenz weiter ausgebaut und wichtige Geschäftsfelder gestärkt. Besonders erfreulich entwickelte sich die Nachfrage nach unserem Damast in den afrikanischen Märkten. In den Bereichen Technics und Mobility konnten wir unsere Marktposition mit innovativen Produktlösungen, nachhaltigen Recyclingkonzepten und neuen Anwendungen weiter ausbauen“, berichtet CTO Hannes Tschofen.

Welche Trends und Herausforderungen haben die Branche im Berichtszeitraum geprägt? „Die europäische Textilindustrie stand 2025 weiterhin unter erheblichem Druck. Hohe Energie- und Personalkosten, geopolitische Unsicherheiten sowie eine verhaltene Nachfrage in wichtigen Märkten haben das Umfeld geprägt. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Nachhaltigkeit, Funktionalität und Lieferfähigkeit. Wir begegnen diesen Herausforderungen mit Investitionen in Technologie und Innovation, einer starken internationalen Marktpräsenz sowie einer konsequenten Weiterentwicklung unserer Produkte und Produktionsprozesse“, berichtet der CTO.

Nachhaltigkeit ist bei Getzner kein kurzfristiger Trend oder eine Reaktion auf neue Berichtspflichten. Der verantwortungsvolle Umgang mit Energie und Ressourcen ist seit Jahrzehnten Teil der Unternehmenskultur. „Als energieintensiver Industriebetrieb arbeiten wir laufend daran, unseren Verbrauch zu senken, Prozesse effizienter zu gestalten und Ressourcen bestmöglich zu nutzen. Das schont die Umwelt und stärkt gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit. Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg gehen für uns Hand in Hand. Investitionen in moderne Technologien, Energieeffizienz und innovative Produkte sichern langfristig Wertschöpfung und Arbeitsplätze an unseren Standorten. Wir sind überzeugt: Wer in einer der lebenswertesten Regionen Europas arbeitet und lebt, trägt auch Verantwortung dafür, diese für kommende Generationen zu erhalten“, sagt Tschofen.

Mit der Vision 2035 hat Getzner die strategische Richtung für die kommenden Jahre festgelegt. Nun gilt es, die definierten Schwerpunkte Schritt für Schritt umzusetzen. Im Fokus stehen die weitere Internationalisierung, Innovation und Digitalisierung, ein exzellenter Kundenservice sowie die konsequente Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. „Nachhaltiger Unternehmenserfolg entsteht nicht durch kurzfristige Entscheidungen, sondern durch klare Werte, langfristige Perspektiven und die Bereitschaft, Zukunft aktiv zu gestalten. Genau dieser Anspruch prägt Getzner Textil seit Generationen und bleibt auch für die kommenden Jahre unser Maßstab. Unser Ziel ist es, wirtschaftlichen Erfolg, technologische Innovation und verantwortungsvolles Handeln nachhaltig miteinander zu verbinden“, so Tschofen.

www.getzner.at


Salesianer Miettex GmbH
Rang: 171
Umsatz 2025: 333,60 Mio. Euro (+5,37 %)

Servicequalität und Kundennähe: Salesianer ist ein österreichisches Familienunternehmen mit Sitz in Wien. Mit über 30 Standorten in elf Ländern, darunter Österreich, Deutschland, die Schweiz sowie zahlreiche CEE- und SEE-Staaten, zählt die Unternehmensgruppe zu den führenden Miettextilanbietern für Industrie, Gewerbe, Hotellerie und das Gesundheitswesen.

2025 war von Fortschritten inmitten einer von Krisen geprägten Zeit gekennzeichnet. Trotz geopolitischer Unsicherheiten, wirtschaftlicher Herausforderungen und eines anspruchsvollen Marktumfelds ist es gelungen, Salesianer konsequent weiterzuentwickeln und wichtige Schritte für zukünftiges Wachstum zu setzen. „Zu den wesentlichen Highlights des Jahres 2025 zählten die Expansion in die Schweiz sowie wichtige Fortschritte in den Bereichen KI, Technologie und Automatisierung. Diese Themen werden auch künftig eine wichtige Rolle für die Weiterentwicklung unseres Unternehmens spielen“, berichtet CEO Victor Ioane. Wichtige Impulse für das Umsatzwachstum kamen insbesondere aus den Bereichen Miettextilien für Hotellerie und Gastronomie sowie Workwear-Lösungen für die Industrie. Beide Segmente leisteten einen wesentlichen Beitrag zur Geschäftsentwicklung.

Die Branche war vor allem durch Konsolidierung und Kostendruck geprägt. „Salesianer begegnete diesen Entwicklungen mit einem klaren Fokus auf Effizienz und der Nutzung von Synergien innerhalb der Unternehmensgruppe. Gleichzeitig bleiben Servicequalität und Kundennähe zentrale Elemente unserer Strategie“, sagt Ioane. „Ein Schwerpunkt für das laufende Jahr liegt auf der weiteren Expansion in CEE und SEE, dem Ausbau von KI-Anwendungen sowie der stärkeren Vernetzung der Standorte. Damit wollen wir die Grundlage für weiteres Wachstum schaffen und gleichzeitig unsere Rentabilität sichern.“

www.salesianer.at

 
Wolfram Bergbau und Hütten AG
Rang: 172
Umsatz 2025: 333 Mio. Euro (+36,82 %)

Resilienz. Versorgungssicherheit. Zukunftsorientierung: Das Marktumfeld für den Rohstoff Wolfram war im Jahr 2025 von hoher Dynamik geprägt. Trotz dieser Herausforderungen konnte die Wolfram Bergbau und Hütten AG ihre Kunden weltweit zuverlässig beliefern und ein starkes Umsatzwachstum erzielen. „Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Weiterentwicklung unserer Strategie 2030. Sie konzentriert sich auf Technologieführerschaft, operative Exzellenz, nachhaltiges Wachstum sowie die Weiterentwicklung unserer Organisation. Diese Schwerpunkte stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit und schaffen langfristigen Mehrwert für unsere Kunden und Stakeholder“, berichtet Vorstand Andreas Raffelsberger. „Der wesentliche Treiber war der deutliche Anstieg der Wolframrohstoffnotierungen sowie die anhaltend starke Nachfrage nach zuverlässigen und sicheren Lieferketten. Nach der Einführung von Exportlizenzpflichten für den Rohstoff Wolfram durch China Anfang 2025 stiegen die internationalen Preise für APW (Ammoniumparawolframat), ein wichtiges Wolfram-Zwischenprodukt, deutlich an. Diese Entwicklung spiegelte sich auch in unserem wichtigsten Produkt, Wolframcarbidpulver, wider. Der Großteil unseres Umsatzes wird durch Exporte erzielt.“

Die größte Herausforderung für die Wolframindustrie war der zunehmende Druck auf die globalen Rohstofflieferketten. Vor diesem Hintergrund gewann die Versorgungssicherheit für Kunden aus zahlreichen Branchen weiter an Bedeutung. „Als vollständig integrierter Wolframproduzent mit einer breit diversifizierten Beschaffungsstrategie waren wir gut auf diese Entwicklungen vorbereitet und konnten unsere Kunden weiterhin zuverlässig unterstützen“, so CFO Raffelsberger. „Gleichzeitig haben wir unsere Recyclingaktivitäten weiter ausgebaut. Dies trägt sowohl zur Sicherung der Rohstoffverfügbarkeit als auch zu unseren Zielen im Bereich Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit bei. Unsere Lieferkette prüfen wir sorgfältig gemäß den OECD-Richtlinien. Darüber hinaus legen wir großen Wert auf Energieeffizienz und kontinuierliche Verbesserungen unserer Prozesse. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die Digitalisierung. Wir investieren gezielt in digitale Prozesse und IT-Sicherheit, um unsere Abläufe effizienter, transparenter und widerstandsfähiger zu gestalten.“

Ein besonderes Highlight im Jahr 2026 war das 50-jährige Jubiläum. „Diesen Meilenstein haben wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden in St. Martin und Mittersill gefeiert. Besonders stolz sind wir darauf, in diesem Jahr gleich zwei Landeswappen erhalten zu haben. Das Steirische Landeswappen wurde uns von Landeshauptmann Mario Kunasek vor rund 450 Gästen überreicht. Das Salzburger Landeswappen erhielten wir von Landeshauptfrau Karoline Edtstadler“, erzählt Raffelsberger. „Bei diesen Anlässen wurde Wolfram als ‚innovativ, versorgungssicher und regional‘ beschrieben. Auch die Wirtschaftskammern Steiermark und Salzburg würdigten unsere Entwicklung und Leistungen. Wir sehen diese Auszeichnungen als Verpflichtung für die Zukunft und als Motivation, unseren erfolgreichen Weg aus Tradition und Innovation konsequent fortzusetzen.“

www.wolfram.at


Wiesbauer Holding AG
Rang: 199
Umsatz 2025: 272 Mio. Euro (+14,77 %)

Herausfordernd, schwierig, zuversichtlich: Wiesbauer blickt auf ein herausforderndes Jahr 2025 zurück. In dem anhaltend schwierigen Marktumfeld konnte im vergangenen Geschäftsjahr ein Gruppenumsatz von 272 Mio. Euro erzielt werden. Der Großteil des Gesamtumsatzes der Wiesbauer Holding entfällt weiterhin auf den Wiener Stammbetrieb, die Wiesbauer Österreichische Wurstspezialitäten GmbH. Mit 120 Mio. Euro Umsatz (2024: 118 Mio. Euro) und 12.500 Tonnen Absatz konnte 2025 das Vorjahresniveau stabil gehalten bzw. sogar leicht gesteigert werden. Ähnlich war dabei die Entwicklung in Deutschland, der Exportanteil liegt inzwischen bei über 53 Prozent.

Nach der Fleischerei Kabinger im Jahr 2024 hat die Wiesbauer Holding im Juli 2025 den Traditionsbetrieb Trünkel übernommen. „Dadurch stärken wir unsere Servicequalität, indem wir unsere Partner aus Gastronomie und Hotellerie zentral von Wien aus noch schneller und flexibler beliefern können“, berichtet Wiesbauer-Geschäftsführer Thomas Schmiedbauer. Den größten Umsatzzuwachs im Jahr 2025 verzeichnete Wiesbauer Gourmet. Dieser resultiert aus dem Zukauf von Kabin­ger und Trünkel. Die beiden Tochterunternehmen wurden erfolgreich in das Unternehmen integriert und steuerten 13 Mio. bzw. 10 Mio. Euro zum Umsatz von Wiesbauer Gourmet bei.

Wiesbauer setzt bereits seit Jahrzehnten im gesamten Unternehmen auf ein umfassendes ökologisches Nachhaltigkeitskonzept und setzt laufend weitere Maßnahmen zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks – weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. „Damit sichern wir auch Arbeitsplätze. Als Familienunternehmen stehen wir mit allen unseren Mitarbeitern im permanenten Kontakt“, so Schmiedbauer und ergänzt: „Im laufenden Jahr haben wir einige KI- und Robotikprojekte, die wir uns vorgenommen haben, erfolgreich umgesetzt. Die Schwierigkeit, Kosten in allen Bereichen zu senken, wird entscheidend sein für die positive oder negative Entwicklung.“

Neben den hohen Kosten für Rohstoffe, Energie und Personal macht den Herstellern in Österreich vor allem die Bürokratie zu schaffen. „Die vielen Bürokratismen (wie PPWR, Lohntransparenzgesetz) erschweren die Rahmenbedingungen zusätzlich und verursachen eine Menge Aufwand und Kosten – Ressourcen, die wir in der Branche lieber in die Produktion unserer Wurstspezialitäten stecken würden. Um den heimischen Standort nachhaltig zu stärken, braucht es einen Bürokratieabbau und die Förderung von Innovation und Leistung. Auch eine effiziente Hilfe seitens der Wirtschaftskammer wäre angesichts der hohen Pflichtbeiträge wünschenswert“, betont Schmiedbauer.

www.wiesbauer.at


Josko-Scheuringer Holding GmbH
Rang: 237
Umsatz 2025: 196 Mio. Euro (+9,50 %)

Starke Zugewinne: Das Jahr 2025 war geprägt von einem insgesamt stagnierenden Markt mit veränderten Dynamiken bei Sanierung und Neubau. In diesem Umfeld entwickelte sich Josko dennoch erfolgreich: Mit einem Umsatz von 196 Mio. Euro erzielte das Innviertler Familienunternehmen ein Plus von über 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit erzielte es die stärksten Zugewinne an Marktanteilen bei Fenstern & Hebeschiebetüren in Österreich (13,6 % nach Wert, +1,1 Prozentpunkte). Die Führungsposition im Segment der Holz/Alu-Fenster nimmt Josko einmal mehr ein – bereits seit mehr als 25 Jahren in Folge. Auch in Deutschland ist Josko mittlerweile Marktführer in diesem Premium-Segment.

Wie ist das gelungen? Nach dem Auslaufen der Sanierungsförderung zu Jahresbeginn 2025 ging das Sanierungsvolumen erwartungsgemäß moderat zurück. Gleichzeitig sorgte im zweiten Halbjahr ein leichter Anstieg im Neubau für neuen Rückenwind, wenn auch auf viel niedrigerem Niveau als noch vor wenigen Jahren. Ausschlaggebend war jedoch vor allem der Einsatz der Belegschaft: „Dank der großartigen Teamleistung unserer Mitarbeiter:innen und Vertriebspartner entschieden sich viele Kund:innen für unser Angebot, dadurch konnten wir uns im herausfordernden Markt­umfeld behaupten”, betont Stefan Wagner, CSO und CFO von Josko. Aktuell beschäftigt Josko rund 970 Mitarbeiter:innen – und baut mit knapp 30 offenen Stellen weiter aus.

Innovation und Design erwiesen sich als Wachstumstreiber. „Wir haben im Rahmen einer umfangreichen Innovationsoffensive über die letzten Jahre unser gesamtes Fenstersortiment erneuert und bieten nun ausschließlich Fenster mit besonders schmalen Rahmen an. Schlanke Rahmen sind das wichtigste Erkennungsmerkmal schöner Fenster, weil sie eleganter wirken und für spürbar mehr Tageslicht in den Wohnräumen sorgen“, sagt Johann Scheuringer, CEO und Mehrheitseigentümer.

Wie geht es weiter? „Wir beobachten eine positive Trendwende bei den Bewilligungen neuer Ein- und Zweifamilienhäuser in Österreich und Deutschland, das macht uns vorsichtig optimistisch, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau als noch vor fünf Jahren. Gleichzeitig bringt der kalte und lange Winter heuer neue Herausforderungen, da sich viele Baustarts verzögern“, sagt CSO und CFO Stefan Wagner. Gerade im Neubau kann Josko seine Stärken besonders gut ausspielen: mit großzügigen Glasflächen, hochwertigem Holz/Alu und einem abgestimmten Design über alle Stilrichtungen hinweg.

www.josko.com


Bayer Austria GmbH
Rang: 250
Umsatz 2025: 176,28 Mio. Euro (+3,62 %)

Wirtschaftliche und strategische Fortschritte: 2025 war für Bayer Austria ein Jahr wichtiger wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und strategischer Fortschritte. In einem herausfordernden Marktumfeld konnte der Umsatz um 3,6 Prozent auf 176,3 Mio. Euro gesteigert werden. 

„Unsere breite Aufstellung in Pharmaceuticals, Consumer Health und Crop Science ermöglicht es uns, unterschiedliche Bedürfnisse in Gesundheit und Landwirtschaft zu adressieren“, berichtet Managing Director Helga Aigner. „Zu unserem Umsatzwachstum von 3,6 Prozent trugen alle drei Geschäftsbereiche bei, wobei sich Pharmaceuticals besonders dynamisch entwickelte. Unterstützt wurde die positive Entwicklung durch unsere konsequente Ausrichtung auf Innovation, die Zusammenarbeit mit unseren Partnern sowie schlankere Strukturen und mehr Eigenverantwortung in den Teams.“

Die Geschwindigkeit wissenschaftlicher und technologischer Entwicklungen nimmt weiter zu. „Gleichzeitig waren unsere Märkte 2025 von wirtschaftlicher Unsicherheit, Preis- und Wettbewerbsdruck sowie unterschiedlichen Nachfragedynamiken geprägt. Um Forschung, Innovation und Versorgung auch unter diesen Bedingungen erfolgreich miteinander zu verbinden, setzen wir auf eine breite Aufstellung, starke Partnerschaften sowie schnellere und stärker dezentrale Entscheidungen“, betont Aigner. „Unser Ziel ist es, dazu beizutragen, dass Innovationen im Gesundheits- und Agrarbereich möglichst rasch ihren Weg in die Praxis finden. Darüber hinaus wollen wir den Austausch mit unseren Partnern aus Wissenschaft, Gesundheitswesen und Landwirtschaft weiter stärken, um gemeinsam an Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu arbeiten.“

Auch wenn Bayer in Österreich nicht produziert, sind attraktive und verlässliche Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation aus Sicht von Bayer entscheidend. „Österreich verfügt über hervorragend ausgebildete Fachkräfte, starke Forschungseinrichtungen und hohe medizinische Expertise. Um diese Stärken im internationalen Wettbewerb zu sichern, braucht es eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, schnellere Verfahren sowie planbare regulatorische Bedingungen. Gerade bei der Forschungsförderung ist Rechtssicherheit wichtig, damit internationale Studien und Forschungsaktivitäten weiterhin in Österreich stattfinden können“, so Aigner.

www.bayer.com/de-at/oesterreich