Wiedereröffnung der Restaurants (v. l. n. r.): Thomas Huszar (Leitung Gerstner Viecon Vienna Congress & Convention Center), Herbert Fuchs (Geschäftsführer Gourmet), Martina Candillo (Geschäftsführerin Viecon Messe Wien), Katharina Weishaupt (Geschäftsführerin Viecon Messe Wien), Jürgen Dulhofer (Geschäftsfeldleitung Gastronomie & Event bei Gourmet) © GOURMET
Gemeinsam mit Gerstner erneuert Viecon die Gastronomie, während der Standort zugleich in nachhaltige Infrastruktur und digitale Services investiert.
Veranstaltungen benötigen heute weit mehr als reine Funktionsflächen. Sie müssen Orientierung bieten, Atmosphäre schaffen und reibungslose Abläufe ermöglichen. Genau in diese Richtung entwickelt Viecon Messe Wien den Standort weiter – mit einem starken Partner in der Gastronomie und klaren Investitionen in die eigene Infrastruktur.
Gerstner modernisiert Restaurants und Outlets
Im Zuge der Transformation des Viecon Centers wurde die Gastronomie des langjährigen Kulinarik-Partners Gerstner, einer Marke von Gourmet, strategisch neu gedacht: Die bestehenden Restaurants und Outlets wurden baulich und konzeptionell erneuert und auf die Anforderungen großer Messe- und Kongressformate abgestimmt. Moderne Farbwelten, warme Materialien und flexible Raumkonzepte sorgen für eine ansprechende Atmosphäre. Abgerundet wird dies namentlich mit Wiener Identität wie Donau Bar, Wiener Deli, Vienna Melange und Riesenrad Restaurant.
„Als erfahrener Gastronomiepartner wissen wir, dass Kulinarik ein zentraler Bestandteil erfolgreicher Veranstaltungen ist. Gerstner deckt das gesamte gastronomische Spektrum ab, von VIP- und High-End-Catering über Kongress- und Exhibition-Formate bis hin zu den Outlets, und erreicht damit unterschiedlichste Zielgruppen. Die enge Partnerschaft mit Viecon ermöglicht es uns, den Besucher:innen der Messen und Kongresse ein beeindruckendes Gesamterlebnis zu bieten“, sagt Herbert Fuchs, Geschäftsführer Gourmet.
Nachhaltige Infrastruktur und Sicherheit
Parallel zur gastronomischen Transformation setzt Viecon selbst umfassende Maßnahmen zur nachhaltigen Infrastrukturentwicklung um. Besonders sichtbar ist die fortschreitende LED-Umstellung: In den Hallen A und C konnte der Energieverbrauch durch neue Beleuchtungssysteme bereits um rund 70 Prozent reduziert werden – das entspricht jährlich etwa 183,5 Tonnen CO₂. Bis Ende März 2026 wurden rund 90 Prozent aller beleuchtungsrelevanten Bereiche umgerüstet sein.
Aber auch in den Außenbereichen tut sich was. Die Innenhöfe wurden Ende 2025 umfassend revitalisiert. Aus überwucherten Flächen sind strukturierte, pflegeleichte Grünbereiche mit Sträuchern und Stauden entstanden. Diese begrünten Höfe werden das Mikroklima verbessern und natürliche Schattenzonen schaffen und damit Besucher:innen wie Mitarbeitenden Orte zum Verweilen bieten. Auch das ehemalige Zierbecken wurde umgestaltet. Anstelle eines wasserintensiven Brunnens sorgt eine bepflanzte Grünfläche für mehr Biodiversität. Sie bietet Lebensraum für Nützlinge und hilft, Ressourcen einzusparen. Dieser Bereich wirkt zudem als natürliche Kühlzone und hilft, die urbane Hitzeinsel am Vorplatz der Halle A spürbar zu entschärfen. Das trägt sowohl zur Aufenthaltsqualität als auch zur Klimawirkung des gesamten Areals bei.
Ein Highlight der aktuellen Maßnahmen ist das Bienenprojekt. Auf dem Dach des Congress Centers sind fünf Bienenstöcke eingezogen. Die Völker sammeln Nektar im nahegelegenen Prater und produzieren den eigenen Beecon-Honig. Die neue grüne Fassade an Halle A ist ein weiteres sichtbares Zeichen. 26 Pflanztröge mit insgesamt 78 Kletterpflanzen verwandeln die Hallenwand nach und nach in eine vertikale Grünfläche. Das sorgt für natürliche Kühlung, bindet CO₂ und macht das Viecon Messe Wien zu einem attraktiven, klimawirksamen Standort im urbanen Raum.
Auch im Bereich Sicherheit wurden wichtige Schritte gesetzt. Die Modernisierung der Rauch- und Wärmeabzugsanlagen in Halle B ermöglicht künftig Veranstaltungen mit erhöhter Besucherzahl. Statt bisher rund 4.700 Personen sind nun etwa 10.000 zulässig. Viecon-Geschäftsführerin Katharina Weishaupt erklärt: „Nachhaltigkeit ist für uns kein Schlagwort, sondern Verantwortung. Wir reduzieren Ressourcenverbrauch, steigern die Effizienz unserer Infrastruktur und schaffen Rahmenbedingungen, die Veranstalter:innen wie Gästen zugutekommen.“
Internationale Veranstaltungen und Green Events
Die positive Entwicklung des Standorts spiegelt sich auch im Veranstaltungsportfolio wider: Für 2026 sind rund 45 Veranstaltungen geplant, darunter 17 mit internationalem Publikum. Acht Veranstaltungen werden als zertifizierte Green Events durchgeführt. Zu den Highlights zählen u. a. die IEEE International Conference on Robotics and Automation, der Euretina Kongress zur Netzhautforschung sowie die Energiefachkonferenz Enlit Europe, die sich intensiv mit Dekarbonisierung, erneuerbaren Energiequellen und der Transformation des Energiesystems beschäftigt.
„Wir sehen, dass internationale Veranstalter:innen verstärkt nach Locations suchen, die Infrastruktur, Nachhaltigkeit und Erlebnisqualität glaubwürdig verbinden. Unser Anspruch ist es daher, Kund:innen nicht nur Raum zu bieten, sondern ein Gesamtpaket, das Organisation vereinfacht und Events nachhaltig erfolgreicher macht“, betont Martina Candillo, Geschäftsführerin des Viecon Centers.
Digitale Services
Ein weiterer wichtiger Modernisierungsschritt ist der Relaunch der Website vieconcenter.at. Der neue Auftritt erleichtert Veranstalter:innen und Besucher:innen die Orientierung durch eine klare Struktur sowie transparente Informationen zu Infrastruktur und Nachhaltigkeit. Der neue 3D-Venue-Explorer ermöglicht eine virtuelle Erkundung des gesamten Congress & Convention Centers, inkl. möglichen Bestuhlungsoptionen. (BS)