Martha Schultz will bei WKÖ Millionen einsparen © APA - Austria Presse Agentur

Die Wirtschaftskammer (WKÖ) will Millionenbeträge einsparen. In diesem Zusammenhang hat Neo-Chefin Martha Schultz unter anderem eine externe Prüfung angekündigt, deren Ergebnisse im Juni vorliegen sollen. Und diese zum Jahresstart beim Berater KPMG beauftragte Untersuchung von Abläufen in der Chefetage sowie in Abteilungen wurde seitens der WKÖ mit rund 675.000 Euro netto veranschlagt, schreibt "Die Presse" (Samstag). Der APA wurde dieser Betrag bestätigt.

Bis zum Ergebnis der Prüfung wurden etwa jene zum Teil als exorbitant kritisierten Erhöhungen von Funktionsentschädigungen auf Spitzenebene ausgesetzt, die unter anderem zum Rücktritt Harald Mahrers als WKÖ-Chef geführt hatten. Erst Ende Jänner hatte die Kammer angekündigt, heuer 4,2 Millionen Euro einsparen zu wollen, um das in dieser Höhe veranschlagte Budgetminus 2026 auf eine schwarze Null zu drücken.

Keine WKÖ-Loge beim Opernball

Laut dem Zeitungsbericht zählte diese Woche zu den Einsparungen, dass die WKÖ heuer - im Gegensatz wie zuletzt unter Mahrer - auf eine Loge beim Wiener Opernball verzichtete, genauso wie hochrangige Funktionäre auf eine Teilnahme. Mahrer hatte seinerzeit gescherzt, in der Loge werde "nur Mineralwasser" getrunken. Eine Loge mit Gästekarten und Bewirtung kostet einige zehntausend Euro. Schultz ist Mahrer auch als Chefin des ÖVP-Wirtschaftsbundes nachgefolgt.

Kritik an den Beratungskosten kam von der FPÖ. Deren Generalsekretär Michael Schnedlitz wiederholte in einer Aussendung die Forderung nach einer "sofortigen Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft in der Wirtschaftskammer". Für den Generalsekretär der Freiheitlichen Wirtschaft, Reinhard Langthaler, müsse die WKÖ "eine echte, freiwillige Interessenvertretung für unsere Unternehmen" werden.