Urlaub in Österreich ist gefragt © APA - Austria Presse Agentur
Der heimische Tourismus steuert heuer bei den Buchungen auf einen neuen Rekordwert zu. Zwischen Jänner und Mai legten die Nächtigungszahlen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,3 Prozent auf gut 64,1 Millionen weiter zu - das war ein Anstieg von 1,4 Millionen Übernachtungen, wie aus vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria vom Freitag hervorgeht. Die Zahl der Gäste erhöhte sich um 3,3 Prozent auf 18,4 Millionen.
Besonders dynamisch war der Start in den Sommer mit einem Zuwachs von 12 Prozent auf 9,6 Millionen im Mai. "Das ist der höchste Mai-Wert seit Beginn der elektronischen Aufzeichnungen 1973/74", berichtete Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk. Das Nächtigungsplus in den österreichischen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen sei vor allem darauf zurückzuführen, dass Pfingsten - und damit unter anderem auch eine Woche der zweiwöchigen bayerischen Pfingstferien - heuer in den Mai gefallen sei.
Fast zwei Drittel der Mai-Buchungen stammten von Urlauberinnen und Urlaubern aus dem Ausland. Dabei führte Deutschland mit 3,4 Millionen Nächtigungen (plus 37,3 Prozent). Mit deutlichem Abstand dahinter folgten die Schweiz und Liechtenstein mit 0,29 Millionen (plus 13,4 Prozent), die USA mit 0,24 Millionen (plus 7 Prozent) und die Niederlande mit 0,21 Millionen (plus 4,9 Prozent).
Nachfrage aus dem Ausland ging stark nach oben
Insgesamt gingen die Mai-Nächtigungen von Gästen aus dem Ausland gegenüber dem Vorjahresmonat um 19,6 Prozent auf 6,3 Millionen nach oben, während die Buchungen aus dem Inland bei 3,3 Millionen stagnierten (minus 0,2 Prozent). Die Zahl der Ankünfte stieg im Mai um 9,9 Prozent auf 3,6 Millionen.
Auch im bisherigen Jahresverlauf erhöhten sich die Nächtigungsbuchungen aus dem Ausland mit einem Plus von 2,8 Prozent auf 49,1 Millionen stärker als jene aus dem Inland mit lediglich 0,5 Prozent auf 15 Millionen.
"Der Mai ist erfreulich, aber er ist kein Grund für reine Zahlen-Euphorie", relativierte Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) die Ergebnisse. Entscheidend sei nicht ein einzelner Monatswert, sondern was aus Nachfrage dauerhaft in den Regionen ankomme. Gute Nächtigungszahlen sind wichtig, aber sie sind kein Selbstzweck. "Erfolgreicher Tourismus bedeutet mehr Wertschöpfung, mehr Investitionskraft, stabile Beschäftigung und einen spürbaren Mehrwert für die Menschen vor Ort", so die Staatssekretärin.