++ ARCHIVBILD ++ VW am beliebtesten © APA - Austria Presse Agentur

Von Jänner bis Juni sind heuer deutlich mehr Neuwagen verkauft worden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Pkw-Neuzulassungen legten um 15 Prozent auf 164.529 Fahrzeuge zu, wie die Statistik Austria am Donnerstag bekanntgab. Rund zwei Drittel (107.836) hatten den Angaben zufolge einen alternativen Antrieb - ein Plus von 27,1 Prozent. Rückläufig waren die neu zum Verkehr zugelassenen Benziner (minus 0,1 Prozent) und Dieselautos (minus 8,3 Prozent).

"Der Aufwärtstrend bei den Pkw-Neuzulassungen hält seit mittlerweile einem ganzen Jahr an und gewann im Juni 2026 weiter an Dynamik, gegenüber Juni 2025 stieg die Zahl der Neuzulassungen um 22,9 Prozent", berichtete Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk. Die Zuwächse bei Pkw und Lkw der Klasse N1 sind der Behörde zufolge teilweise durch eine Gesetzesänderung zu erklären, die bestimmte Assistenzsysteme bei neu zugelassenen Fahrzeugen ab dem 7. Juli 2026 voraussetzt.

Deutlich mehr Benzin-Hybrid-Pkw und Elektroautos

Im gesamten ersten Halbjahr erhöhte sich hierzulande die Zahl neuer Elektroautos auf den Straßen um 27 Prozent auf 40.060. Wesentlich beliebter waren Benzin-Hybrid-Pkw mit einem Zuwachs von 33,5 Prozent auf 60.910. Weniger gefragt waren Neuwagen mit Diesel-Hybrid-Antrieb - hier gab es ein Minus von 10,7 Prozent auf 6.864. Den Statistikern zufolge wurden auch zwei Autos mit Wasserstoffantrieb neu zugelassen.

Die konventionellen Antriebe waren heuer bei den Neuzulassungen bisher im Rückwärtsgang - mit einem österreichweiten Minus von 2,6 Prozent. Es kamen nur 40.509 neue Benziner (minus 0,1 Prozent) und 16.184 Dieselautos (minus 8,3 Prozent) hinzu.

Porsche Salzburg: Zukunft der Mobilität ist elektrisch

"Der Neuwagenmarkt in Österreich zeigt klar und deutlich, die Zukunft der Mobilität ist elektrisch - wir bewegen uns mit einem Elektroanteil von 24,3 Prozent deutlich über dem Europa-Schnitt, womit wir, auch wenn wir ein kleinerer Markt sind, zu den Treibern der E-Transformation gehören", betonte der Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg, Hans Peter Schützinger, in Reaktion auf die Marktdaten. "Erfreulich ist dabei, dass immer mehr Privatkunden auf die E-Mobilität setzen", fügte er hinzu.

Das starke Wachstum bei den rein elektrisch betriebenen Autos (Battery Electric Vehicles, BEV) lasse sich - neben den vielen neuen E-Fahrzeugen - auch mit den hohen Spritpreisen der letzten Monate begründen. "Wie nachhaltig der schnelle Anstieg allerdings ist, werden wir erst im Herbst an den Auftragseingängen sehen - die Richtung stimmt aber einmal", so der Unternehmenssprecher. Der Wettbewerb am heimischen Neuwagenmarkt habe durch den Markteintritt der chinesischen Mitbewerber "nochmals an Intensität dazugewonnen, dem können wir uns nicht entziehen".

Fast zwei Drittel aller Neuwagenkäufe tätigten heuer im ersten Halbjahr juristische Personen, Firmen und Gebietskörperschaften, nur 35,8 Prozent erfolgten durch private Fahrzeughalterinnen und -halter. Von Privaten neu zugelassen wurden 34,2 Prozent der Elektro-Pkw, 40,3 Prozent der Benziner, 39,5 Prozent der Benzin-Hybridautos und nur 25,6 Prozent der Diesel-Hybrid-Pkw und 19 Prozent der Dieselautos.

VW und Skoda am gefragtesten

Alles in allem war VW mit einem Anteil von 13,9 Prozent die meistgekaufte Marke. Dahinter folgten Skoda (10,7 Prozent), Audi (6,6 Prozent) und BMW (6,3 Prozent). Die stärksten Zuwächse verzeichneten BYD (plus 77 Prozent), Seat (plus 19,5 Prozent), Mercedes (plus 17,3 Prozent), Skoda (plus 16,6 Prozent), Audi (plus 14 Prozent) und VW (plus 13,7 Prozent).

Weniger Neuzulassungen gab es bei den Marken Dacia und Toyota (beide minus 6,7 Prozent) sowie bei Cupra (minus 4,6 Prozent) und BMW (minus 2,3 Prozent).

Bei den rein elektrisch betriebenen Pkw war Tesla mit einem Anteil an den Neuzulassungen von 10,6 Prozent die beliebteste Marke. Nahezu gleichauf lagen Skoda (10,5 Prozent), BMW (9,9 Prozent) und BYD (9,8 Prozent). Bei den Zuwachsraten führend unter den Top-Ten-Marken waren Kia (plus 112,2 Prozent), Skoda (plus 62,8 Prozent) und Mercedes (plus 56,6 Prozent).

Auch Lkw und Zweiräder stark im Plus

Insgesamt wurden heuer im ersten Halbjahr 223.734 Kraftfahrzeuge neu zugelassen - um 15,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Darunter befanden sich 18.710 Lkw der Klasse N1 (plus 46,4 Prozent), 4.195 land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen (plus 13,3 Prozent) und 1.975 Sattelzugfahrzeuge (plus 9,3 Prozent). Weniger Neuzulassungen gab es bei Lkw der Klasse N2 mit einem Rückgang von 10,5 Prozent auf 238 sowie bei Lkw der Klasse N3 mit minus 1,9 Prozent auf 1.533.

Bei den Zweirädern gab es im Jahresabstand ebenfalls einen deutlichen Anstieg - mit 5.724 neuen Motorfahrrädern (plus 14,8 Prozent) und 22.015 Motorrädern (plus 7,5 Prozent).