V.l.n.r.: Michael Bendl (MP2 IT-Solutions), Gerlinde Macho (MP2 IT-Solutions), Manuela Vollmann (ABZ*AUSTRIA), Christine Wahlmüller-Schiller (WOMENinICT), Marion Koidl (ABZ*AUSTRIA), Magdalena Himmelbauer-Kals (ABZ*AUSTRIA), Corina Exenberger (ABZ*AUSTRIA) © ABZ*AUSTRIA / Sabine Filzmair

WOMENinICT-Frühstücksalon am 17. Juni 2026: Austausch darüber, wie Bildung Frauen neue berufliche Perspektiven eröffnet und wie Unternehmen zu mehr Chancengerechtigkeit beitragen können.

Wie können mehr Frauen für IT, Technik und digitale Zukunftsbranchen gewonnen werden? Welche Rolle spielen Unternehmen, Bildung und soziale Innovationen dabei? Und wie kann künstliche Intelligenz dazu beitragen, Vereinbarkeit und Gleichstellung in Unternehmen weiterzudenken? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des WOMENinICT-Frühstücksalons, der am 17. Juni 2026 von ABZ*AUSTRIA in Kooperation mit MP2 IT-Solutions in Wien gehostet wurde. WOMENinICT ist das größte Frauennetzwerk der ICT-Branche in Österreich.

Die Teilnehmerinnen wurden dabei von Marion Koidl von ABZ*Austria und der WOMENinICT-Vorsitzenden Christine Wahlmüller-Schiller begrüßt. "Gleichstellung und Frauenförderung sind fundamentale Eckpfeiler unserer Arbeit bei WOMENinICT – gerade im ICT-Sektor ist der Frauenanteil mit rund 20 Prozent einfach viel zu niedrig. Unser Ziel ist es, mehr Mädchen und Frauen für ICT-Branche zu begeistern. Wichtig ist es uns dabei auch, für Chancengleichheit zu sorgen und Frauen gezielt auf ihrem Karriereweg zu unterstützen. Wir sorgen für Vernetzung und Support", unterstrich Wahlmüller-Schiller.

Bildung als Schlüssel für Female Empowerment
Im Zentrum des WOMENinICT-Frühstücksalons stand der Austausch darüber, wie Bildung Frauen neue berufliche Perspektiven eröffnet und wie Unternehmen aktiv zu mehr Chancengerechtigkeit beitragen können. Unter dem Titel "Empowerment durch Bildung – Soziale Innovationen an der Schnittstelle von Unternehmen und Gesellschaft" sprachen Gerlinde Macho, Unternehmensführung MP2 IT-Solutions, und Manuela Vollmann, Geschäftsführerin ABZ*AUSTRIA, über die Bedeutung von Kooperationen zwischen Wirtschaft, Bildungsinitiativen und arbeitsmarktpolitischen Angeboten.

"Wir brauchen mehr Frauen in IT und Technik – nicht nur, weil der Fachkräftebedarf groß ist, sondern weil digitale Lösungen besser werden, wenn unterschiedliche Perspektiven einfließen. Es gilt, Mädchen und Frauen für technische Berufe zu begeistern, Zugänge sichtbar zu machen und die Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen und Unternehmen weiter auszubauen", bekräftigte die IT-Unternehmerin Gerlinde Macho.

Manuela Vollmann, Geschäftsführerin von ABZ*AUSTRIA, betonte: "Frauen bringen enormes Potenzial für Technik, Digitalisierung und Innovation mit. Entscheidend ist, dass sie nicht nur angesprochen, sondern entlang des gesamten Weges unterstützt werden – beim Einstieg, bei Qualifizierung, bei beruflicher Weiterentwicklung und bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie."

Frauen für Technik gewinnen – Unternehmen profitieren
Ein weiterer Schwerpunkt widmete sich konkreten Potenzialen für Unternehmen. Michael Bendl, Betriebsleiter von MP2 IT-Solutions, und Corina Exenberger, Projektleiterin von ABZ*AUSTRIA, gaben Einblicke in die Programme "FIT – Frauen in die Technik" und "Umweltstiftung". Beide Ansätze zeigen, wie Qualifizierung, Unternehmensbedarf und Zukunftsbranchen zusammengeführt werden können.

Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in technischen und digitalen Berufen wird deutlich: Mehr Frauen für IT und Technik zu gewinnen, ist nicht nur eine Gleichstellungsfrage, sondern auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Unternehmen, die gezielt auf Frauen setzen, erweitern ihren Talentpool, stärken Innovationskraft und schaffen nachhaltigere Personalstrategien.

KI und Vereinbarkeit: Gleichstellung weiterdenken
Mit dem Programmpunkt "AI Companion für Vereinbarkeit – Gleichstellungsorientierung weiter gedacht" richtete der Frühstückssalon von WOMENinICT den Blick auf aktuelle Entwicklungen im B2B- und HR-Bereich. "Flexible Arbeitsmodelle sind längst kein Nice-to-have mehr, sondern ein wesentlicher Hebel für Gleichstellung und Fachkräftesicherung. Wenn wir die Möglichkeiten von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz gezielt nutzen, können wir Arbeitswelten schaffen, die Vielfalt fördern, Vereinbarkeit erleichtern und allen Talenten faire Chancen auf Entwicklung und Führung bieten", so Marion Koidl, Leiterin der ABZ*Organisationsberatung. Im Fokus steht die Frage, wie KI-Anwendungen rund um Karenzmanagement, Vereinbarkeit und Personalprozesse so entwickelt werden können, dass sie Gleichstellung unterstützen und strukturelle Benachteiligungen nicht fortschreiben.

Ein fixer Bestandteil des Frühstücksalons ist auch die Vorstellung von drei WOMENinICT-Botschafterinnen. Sie machen sichtbar, wie vielfältig Karrierewege in der so spannenden Branche sein können – und warum Role Models für Berufsorientierung, Selbstvertrauen und Netzwerke eine zentrale Rolle spielen.

Der WOMENinICT-Frühstücksalon bietet Raum für Austausch, Diskussion, Networking und gemeinsames Frühstück. Ziel ist es, Frauen in IT und Technik sichtbarer zu machen, Kooperationen zwischen Unternehmen und gesellschaftlichen Akteur:innen zu stärken und konkrete Impulse für mehr Chancengerechtigkeit in digitalen Zukunftsfeldern zu setzen. (red.)

www.womeninict.at