V. l. n. r.: Benjamin Sporer, Betriebsleiter der Mayrhofner Bergbahnen AG; Thomas Haslinger, Inhaber von Haslinger & Gstrein; Horst Hupfauf, Regional Sales Manager WAGO Kontakttechnik; Markus Holy, Fiegl & Spielberger GmbH; Armin Wegscheider, Projektleiter Fiegl & Spielberger GmbH © Wolfgang R. Fürst
Ein neues Energiedatenmanagement-Projekt bei den Mayrhofner Bergbahnen zeigt, wie Digitalisierung, Monitoring und intelligente Sensorik den Ressourcenverbrauch transparent machen und...
... nachhaltige Entscheidungen im alpinen Tourismus ermöglichen.
Rauf auf die verschneiten Gipfel und wieder runter über perfekt präparierte Pisten oder ausgedehnte Wander- oder Radtouren in frischer Bergluft mit Freunden und Familie – Österreich bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten für Erholung und sportliche Betätigung in einer intakten Natur. Aber wie kommt man mit einem modernen, sicheren und zeitgemäßen Ressourceneinsatz dorthin?
Damit das jetzt und in Zukunft möglich ist, arbeiten hoch spezialisierte Experten an nachhaltigen Lösungen, um diese Bedürfnisse in die Anforderungen und Möglichkeiten moderner Energienetze zu integrieren. Genau aus diesem Antrieb heraus ist ein Vorzeigeprojekt des Ingenieurbüros Haslinger & Gstrein GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit der Fiegl & Spielberger GmbH, dem größten Elektrotechnik-Unternehmen Westösterreichs, für die Mayrhofner Bergbahnen AG entstanden.
„Anspruchsvolle Projekte, egal ob groß oder klein, bei denen knifflige Lösungen zum Erfolg führen, sind das Spezialgebiet unseres Unternehmens. Dabei geht es aber keineswegs darum, die eigene Arbeit in den Vordergrund zu stellen, sondern um das Erkennen von wesentlichen Ansprüchen und Bedürfnissen der Auftraggeber und deren Umsetzung“, erklärt Thomas Haslinger, Inhaber von Haslinger & Gstrein.
Er ist vor allem spezialisiert auf Fragen des Energie-Monitorings und hat schon zahlreiche Projekte, u. a. auch bei der Medizinischen Universität Innsbruck, umgesetzt. Dabei holt er sich stets verlässliche und kompetente Partner an Bord, wie WAGO Austria als Lieferant und Partner im Bereich Hard- und Software, im Sinne gesamtheitlicher Lösungen.
Benjamin Sporer, Betriebsleiter der
Mayrhofner Bergbahnen AG © Wolfgang R. Fürst
Spezifische Anforderungen
„Wir haben schon in den letzten Jahren viel in die Optimierung von Prozessen wie zum Beispiel der Beschneiung investiert. Um uns in diesem Bereich noch weiterzuentwickeln und noch energieeffizienter zu werden brauchen wir genaue Daten. Auch die Erfüllung der Energieeffizienzrichtlinie spielte hier eine Rolle. Außerdem geht es darum, das Tarifsystem unseres Stromlieferanten entsprechend zu berücksichtigen z. B. im Bereich der Netznutzungsrechte, bei der Überschreitungen zu Mehrkosten führen“, erzählt Benjamin Sporer, Betriebsleiter der Mayrhofner Bergbahnen AG.
Daher war man auf der Suche nach einem einfachen und flexiblen Tool, das an die bestehende Infrastruktur angepasst werden konnte. Auch war es sehr wichtig, bestehende Messungen und andere Parameter, wie Wetterdaten, in das neue System einbinden zu können. Es bestanden aber auch sehr spezifische Anforderungen hinsichtlich der künftigen Wirtschaftlichkeit und der internen Abläufe und des nachhaltigen Betriebs. Für die Bergbahnen reicht der wirtschaftliche Aspekt vom „Großen und Ganzen“ bis zur Kostenstruktur pro Gast und Kunde.
„Den eigenen Ressourcenverbrauch zu bestimmen, wie z. B. den Strom- oder Wasserverbrauch, ist noch leicht. Die Trennung zwischen der technischen Beschneiung und den Seilbahnen ist bei bestehenden Energieverteilungen schon etwas kniffliger, jedoch mit der Technik von WAGO sehr gut zu bewerkstelligen. Aber was sagt diese Zahl aus, ohne sie in ein Verhältnis zu der damit erzeugten Wertschöpfung zu setzen? Wie viel Energie setze ich pro befördertem Gast ein? Wie viel Energie benötige ich für einen m³ technisch erzeugten Schnee? Und wie stehe ich im Vergleich zu anderen Betrieben in meiner Branche da?“, erklärt Benjamin Sporer.
All diese Fragen wurden vom Projektteam umfänglich analysiert und in ein nachhaltiges Monitoring integriert. „Ohne Orientierung ist richtiges Handeln nur schwer möglich. Unzureichende Information bietet keine gute Entscheidungsbasis, ein Zuviel an Information macht es aber auch nicht leichter. Gerade im Bereich der nachhaltigen Wirtschaft ist es von eminenter Bedeutung, die richtigen Daten und Fakten in einfacher, leicht kommunizierbarer Form zur Verfügung zu haben, um den Kurs bestimmen und die Mitarbeitenden und Kunden transparent informieren zu können“, weiß Markus Holy, Abteilungsleiter bei der Fiegl & Spielberger GmbH.
Die Controller von WAGO erfassen die Messdaten und ermöglichen eine
zuverlässige Kommunikation mit der Monitoring-Plattform F.I.N.E. © Wolfgang R. Fürst
Umfassende Lösung
Das Projektteam hat sich einen Weg ausgedacht, um sämtliche Informationen einfach und für jede Art von Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Mit dem cloudbasierten Analysewerkzeug F.I.N.E. von Fiegl & Spielberger können Betriebe in Echtzeit an die relevanten Daten kommen, um ihre Energieverbräuche zu messen, in einfach strukturierten Dashboards darzustellen und die richtigen Schlüsse zu ziehen.
In Mayrhofen wird seit der Wintersaison 2025/26 diese Cloud-Lösung eingesetzt, welche mithilfe der leistungsstarken Controller aus dem Hause WAGO die Daten erfasst und visualisiert. Diese Messdaten aus verschiedenen Quellen sowie daraus berechnete Kennzahlen werden dem Kunden im Handumdrehen zur Verfügung gestellt. Durch die kontinuierliche Erfassung und Überwachung ist die Grundlage für den ressourcensparenden Einsatz von Energie geschaffen und die Prozesskosten für diese Datenbeschaffung werden auf ein Minimum reduziert. Durch die normative Konformität der eingesetzten Controller gemäß DIN EN 50001 zur energetischen Bewertung ist eine Verlässlichkeit der Messdaten sichergestellt.
Die WAGO-Controller verfügen über eine webbasierte Applikationssoftware in Kombination mit einem modularen Steuerungssystem. Die erfassten Messdaten verschiedener Medien und Einflussgrößen werden für das Energie-Monitoring F.I.N.E. von Fiegl & Spielberger verarbeitet und für weitere Analysen, die Archivierung und das Reporting durch die Plattform bereitgestellt. Die unterschiedlichen Signale aus den angeschlossenen Zählern und Sensoren werden automatisch von der Software erkannt und können durch einfache Parametrierung so komfortabel für das übergeordnete Energiemonitoring bereitgestellt werden. So optimiert der Anwender den Energieverbrauch in Gebäuden oder Produktionsanlagen im ganzen Skigebiet.
Dabei besteht weitreichende Systemkompatibilität für Controller und Touch Panels:
• PFC200 G2; Controller PFC200 als Basiseinheit, verfügbar in verschiedenen Ausstattungsvarianten: 750-821x
• PFC200 G2 XTR; Alternativ: PFC200 für extreme Umgebungsbedingungen: 750-821x/040-000
• Compact Controller 100: 751-9301
• Edge Controller: 752-8303/8000-002
• Touch Panel 600 Standard Line, PI03, 762-4304/8000-0002
• Touch Panel 600 Advanced Line, PI03, 762-5304/8000-0002
So können sowohl lokal agierende KMU als auch global vernetzte Player stets ein effizientes und transparentes Energiemanagement aufbauen und nachhaltig betreiben und damit in führender Rolle an der Energiewende mitwirken. Immer im Sinne der Kunden, der Umwelt und zur Weiterentwicklung der eigenen Energiekompetenz. (PR)
www.wago.com