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Lufttechnik ermöglicht nachhaltige Prozesse in der Umwelt- und Energiebranche. © istock.com/PFkatka

Lufttechnik ist ein zentraler Baustein moderner Umwelttechnologien. Leistungsfähige, präzise regelbare Systeme sichern Effizienz, Prozessstabilität und Nachhaltigkeit.

Umwelttechnologien leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Nachhaltigkeit der Industrie. Luft spielt dabei in vielen umwelttechnologischen Prozessen eine zentrale Rolle. Das stellt hohe Anforderungen an die eingesetzte Lufttechnik. "Diese reichen von langfristiger Verfügbarkeit und präziser Regelbarkeit bis hin zu speziellen Anwendungen, die eine ATEX-Zertifizierung erfordern. Die direkte Anpassung der Lufttechnik an die jeweiligen Prozessanforderungen kann dabei maßgeblich über Effizienz und Wirksamkeit entscheiden", erklärt Christian Reischauer, Vertriebsleiter Österreich und Prokurist der Elektror airsystems GmbH. Als Hersteller von Industrieventilatoren und Seitenkanalverdichtern verfügt Elektror über umfassende Erfahrung mit den lufttechnischen Anforderungen in Umwelttechnologien.

Christian Reischauer,
Vertriebsleiter Österreich
& Prokurist, Elektror
airsystems © Elektror

Lufttechnik in der Trinkwasseraufbereitung
In der Trinkwasseraufbereitung ist Luft ein zentrales Prozessmedium mit physikalischer und chemischer Reinigungsfunktion. In Wasserwerken wird Lufttechnik gezielt zur Belüftung, Entgasung, Oxidation und Durchmischung von Grund- und Rohwasser eingesetzt – mit dem Ziel, dauerhaft höchste Trinkwasserqualität sicherzustellen.

Wie effiziente Lufttechnik wirkt
Grund- und Rohwässer können je nach Geologie gelöste Gase wie Kohlensäure sowie Eisen- und Manganverbindungen enthalten. Diese Stoffe können Korrosion im Leitungsnetz verursachen und die Wasserqualität beeinträchtigen. Zur Aufbereitung wird Luft daher mit Hochdruckventilatoren feinblasig und kontrolliert in Querstrom- oder Flachbettbelüftungsbecken eingeblasen.

Entscheidend ist dabei das optimale Zusammenspiel von Luftmenge und Druck: Der Druck muss ausreichen, um den Wasserdruck im Becken zu überwinden, während ein stetiger, gleichmäßiger Luftstrom die zuverlässige Reinigungswirkung sicherstellt. Die eingetragene Luft entsäuert das Wasser, indem überschüssige Kohlensäure ausgetragen und der pH-Wert angehoben wird. Gleichzeitig dient der enthaltene Sauerstoff der Oxidation von Eisen und Mangan, sodass diese in nachgeschalteten Filtern abgeschieden werden können. Zudem unterstützt die Luft die Entgasung flüchtiger Stoffe wie Methan, Radon oder Lösungsmittel. Das Ergebnis ist hygienisch einwandfreies, korrosionsarmes und langfristig stabiles Trinkwasser.

In Wasserwerken wird Luft gezielt zur physikalischen Entsäuerung eingesetzt. © Elektror

 

Abluftreinigung für industrielle Prozesse
Die Abluftreinigung ist ein zentraler Bestandteil moderner Industrieprozesse. Bei Produktion und Verarbeitung entstehen häufig Dämpfe, Gase oder Stäube, die gesundheitsgefährdend und umweltbelastend sein können. "Hochdruckventilatoren saugen die Abluft direkt am Entstehungsort ab und befördern sie verlustfrei in eine Reinigungsanlage. Je nach Schadstoffart kommt dabei ein unterschiedliches Reinigungsverfahren zum Einsatz", erläutert Christian Reischauer.

Unterschiedliche Schadstoffe – vielfältige Reinigungsmethoden
Die Palette der Reinigungsverfahren reicht von einfacher Filtertechnik bis hin zu thermischer Oxidation. Entscheidend für einen effizienten Betrieb sind exakt definierte Luftvolumenströme und eine stabile Druckbereitstellung.

In Metallrecyclinganlagen beispielsweise enthält die Abluft Metallstäube und Späne. Ventilatoren saugen diese zuverlässig ab und fördern sie durch Filtersysteme, in denen die Partikel abgeschieden werden. Die Ventilatorleistung muss dabei kontinuierlich an die jeweiligen Filterfüllstände angepasst werden.

Bei der thermischen Oxidation werden flüchtige organische Verbindungen (VOC) durch Erhitzen in unschädliche Stoffe umgewandelt. Ventilatoren übernehmen hier das gesamte Luftmanagement – vom Absaugen der Abluft über das Einblasen in die Brennkammer bis zur Umwälzung der Verbrennungsluft während des Reinigungsprozesses. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Temperaturbeständigkeit und Betriebssicherheit.

Lufttechnik für effiziente Kompostierung
Durch Kompostierung werden organische Abfälle in wertvollen Humus für Gartenbau und Landwirtschaft umgewandelt. "Was im heimischen Komposthaufen oft Monate dauert, wird in industriellen Anlagen durch das gezielte Einblasen und Absaugen von Luft auf wenige Wochen verkürzt", betont Christian Reischauer. In industriellen Komposthaufen, den sogenannten Kompostierungsmieten, kommt Lufttechnik dabei in zwei zentralen Bereichen zum Einsatz.

Für die aktive Belüftung wird Frischluft direkt in das Material eingeblasen. So lassen sich Dichte, Feuchtigkeit, Sauerstoffgehalt und Temperatur gezielt steuern – die Intensivrotte verkürzt sich auf wenige Wochen.

Gleichzeitig spielt die Abluftführung eine wichtige Rolle bei der Geruchskontrolle. Insbesondere bei größeren Kompostierungsmieten saugen Ventilatoren die geruchsbelastete Prozessluft gezielt ab. Über Biofilter lassen sich die Gerüche aus der Abluft entfernen, sodass Geruchsreduktionen von bis zu 98 Prozent möglich sind.

Ein Luftpolster hält das Kuppeldach der Speicherzylinder immer straff gespannt, auch bei wechselndem Gasdruck im Inneren. © istock.com/kontrast-fotodesign

 

Lufttechnik für Biogasanlagen
Biogas entsteht durch die Vergärung organischer Abfälle. Charakteristisch für Biogasanlagen sind die großen Speicherzylinder mit gewölbtem Kuppeldach. Damit das Biogas sicher gespeichert werden kann, ist eine zuverlässige Lufttechnik unverzichtbar.

Im normalen Betrieb schwankt das Gasvolumen im Speicher kontinuierlich. Trotzdem muss das Kuppeldach dauerhaft straff gespannt sein. Es besteht deshalb aus einer Doppelmembran: einer gasdichten Innenmembran, die das Biogas im Speicher hält, und einer Außenmembran, die Wind und Witterung standhält. Zwischen beiden befindet sich ein Luftkissen, das Druckschwankungen ausgleicht.

Die konstante Stabilität dieses Luftkissens ist Aufgabe der Lufttechnik. Ventilatoren fördern kontinuierlich Stützluft und lassen sich über Frequenzumrichter oder PCS-Steuerungen exakt auf den benötigten Druck regeln. Da Leckagen in der Innenmembran nicht ausgeschlossen werden können, müssen die Ventilatoren ATEX-zertifiziert sein, um das Explosionsrisiko zuverlässig zu minimieren.

Fazit
Ob Trinkwasseraufbereitung, Abluftreinigung, Kompostierung oder Biogasgewinnung: Lufttechnik ist eine Schlüsseltechnologie für leistungsfähige, sichere und nachhaltige Umweltprozesse. Präzise regelbare, robuste und zertifizierte Systeme tragen entscheidend zur Prozessstabilität, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit bei – und sind damit ein zentraler Erfolgsfaktor moderner Umwelt- und Energietechnologien. (PR)

Rückfragen & Kontakt
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