Philipp Redl, Regionalmanager Oberösterreich Aon Österreich © Wilke
Österreichs Unternehmen sehen sich mit Lieferketten- und Bonitäts-Risiken konfrontiert. Gefragt sind Lösungen, die diese Risiken nicht nur reduzieren, sondern zum Enabler für Wachstum machen.
Angesichts der Turbulenzen auf den globalen Märkten schützt auch der ausgeklügeltste Vertrag nicht vor unvorhersehbaren Ereignissen. Das schlägt sich auch in den Ergebnissen des Aon Global Risk Management Survey 2025 nieder: Das Vertragspartner-Kreditrisiko und Bonitätsrisiko belegt in Österreich Platz 6 der aktuellen Risiken – 45,5 % der befragten heimischen Unternehmen haben dadurch bereits reale Schäden erlitten. Dicht gefolgt wird es auf Platz 8 vom Ausfall der (Zu-)Lieferketten oder Vertriebswege.
"Wir sehen in Österreich aktuell eine Mischung aus konjunktureller Unsicherheit, hohen Finanzierungskosten und nachwirkenden Störungen in den Lieferketten."
Philipp Redl, Regionalmanager OÖ Aon Österreich
"Wir sehen in Österreich aktuell eine Mischung aus konjunktureller Unsicherheit, hohen Finanzierungskosten und nachwirkenden Störungen in den Lieferketten. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen unter Margendruck. Diese Kombination erhöht die Ausfallwahrscheinlichkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette – und macht Kredit- und Lieferkettenrisiken besonders sichtbar", zeichnet Philipp Redl, Regionalmanager Oberösterreich und Mitglied der Geschäftsleitung von Aon Österreich, ein deutliches Bild. Hubert Jäger, Director Credit Solutions, ergänzt: "Dadurch rückt die Absicherung von Forderungen und die Stabilität von Lieferketten stärker in den Fokus des Managements als noch vor wenigen Jahren." Ing. Lothar Müller, MSc, Prokurist, Leiter Vertrieb Energie und Dienstleistungen des Aon-Kunden Wels Strom GmbH, bekräftigt das: "Im Energievertrieb geht es häufig um hohe Umsätze und lange Vertragslaufzeiten. Das Managen von Bonitätsrisiken und das Versichern möglicher Zahlungsausfälle ist daher für Wels Strom ein wesentlicher Baustein im Vertriebsprozess."
Während internationale Konzerne vor allem mit globalen Verwerfungen ringen, trifft es Mittelstand und Industrie oft an der empfindlichsten Stelle: beim Ausfall einzelner Großkunden oder Lieferanten. Aon setzt auf einen ganzheitlichen Ansatz und individuelle Lösungen statt Standardprodukte. "Aus unserer Sicht stehen fünf Themen im Vordergrund: Laufendes Monitoring wichtiger Kunden und Lieferanten. Professionelle Bonitätsprüfung und Nutzung externer Wirtschaftsinformationen. Absicherung kritischer Forderungen über Kreditversicherungslösungen. Diversifizierung von Lieferanten- und Kundenstrukturen. Kombination von Risikomanagement und Finanzierungslösungen wie Factoring zur Sicherung der Liquidität", zählt Experte Jäger auf.
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"Im Energievertrieb geht es häufig um hohe Umsätze und lange Vertragslaufzeiten. Das Managen von Bonitätsrisiken und das Versichern möglicher Zahlungsausfälle ist daher für Wels Strom ein wesentlicher Baustein im Vertriebsprozess." Ing. Lothar Müller, MSc, Prokurist, Leiter Vertrieb Energie und Dienstleistungen Wels Strom GmbH
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Der größte Schmerzpunkt
Philipp Redl fasst es in klare Worte: "Der größte Schmerzpunkt ist meist die Unsicherheit: ‚Kann ich diesem Kunden oder Lieferanten noch vertrauen – und zu welchen Konditionen?‘" Allein im letzten Jahr konnte Aon mehrere Unternehmen vor teils existenzbedrohenden Zahlungsausfällen bewahren. "Die betroffenen Unternehmen waren sehr froh über unsere Strukturierung und die rasche Abwicklung im Schadenfall und haben die Zusammenarbeit als äußerst positiv bewertet", erklärt Redl. Aon punktet durch die Symbiose aus lokaler Marktpräsenz und globalem Know-how. Etwa mit einer dedizierten Abteilung für Kreditrisiken – allein in Österreich widmen sich fünf Spezialisten ausschließlich diesem Fachbereich – und dem Zugriff auf internationale Marktdaten.
Wer Kredit- und Lieferkettenrisiken strategisch managt, verschafft sich mehr als "nur" Sicherheit. "Lieferketten und Forderungen betreffen unmittelbar Umsatz, Liquidität und Wachstum. Wer Risiken systematisch steuert, kann oft mutiger in neue Märkte expandieren, höhere Umsätze mit Kunden realisieren und Finanzierungen zu besseren Konditionen erhalten. Das Thema gehört daher auf die Agenda der Geschäftsführung und ist weit mehr als eine reine Versicherungsfrage", rät Hubert Jäger. Philipp Redl bringt es abschließend auf den Punkt: "Kurz gesagt: Gut gemanagtes Risiko wird zum Enabler für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit, nicht zum Bremsklotz." (PR)
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