Bei AVL gab es zuletzt mehrere Kündigungswellen © APA - Austria Presse Agentur

Der Stellenabbau beim steirischen Technologiekonzern AVL List ist noch immer nicht abgeschlossen: Nach mehreren Kündigungswellen in den vergangenen zweieinhalb Jahren müssen nun rund 180 weitere Jobs gestrichen werden, bestätigte das Unternehmen am Montag entsprechende Medienberichte. Ursache sei weiterhin unter anderem die "zurückhaltende Investitionsbereitschaft im deutschen Markt", hieß es. Zudem hätten sich erwartete Projekte weiter verschoben.

Der Schwerpunkt der Kündigungen liege im Geschäftsbereich Instrumentation und Test Systems. "Die Maßnahmen dienen dazu, die Kostenbasis nachhaltig an das aktuelle Marktumfeld anzupassen und die wirtschaftliche Stabilität sowie die langfristige Investitionsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Für die betroffenen Mitarbeiter wurde zudem ein Sozialplan vereinbart, um die Auswirkungen der Maßnahmen bestmöglich abzufedern", erklärte AVL in einer schriftlichen Stellungnahme.

Die Nachfrage entwickle sich weiterhin schwächer als erwartet. Deshalb müsse der begonnene Restrukturierungskurs fortgesetzt und an die tatsächliche Marktentwicklung angepasst werden. Nach Ende der nun angekündigten Entlassungswelle werden in Graz weniger als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sein. Erst im Jänner wurde angekündigt, dass rund 350 Männer und Frauen ihren Job verlieren werden. Hoffnungen, dass mit dieser Kündigungswelle die Talsohle erreicht ist, haben sich nun zerschlagen. Im Vorjahr waren rund 450 Jobs gestrichen worden. Vor der Corona-Pandemie 2019 hatte das Unternehmen noch rund 4.300 Angestellte.