Die Österreich-Premiere der „all about automation“ fand dieses Jahr in Wels statt. Nächstes Jahr ist Graz an der Reihe, und 2028 steht dann wieder Wels als Veranstaltungsort auf dem Programm. © RNF
Der Veranstalter Easyfairs brachte seine Automatisierungsplattform mit dem „etwas anderen Messekonzept“ – die „all about automation“ – 2026 erstmalig auch nach Österreich.
Die österreichische Messelandschaft hat Zuwachs bekommen: Am 20. und 21. Mai fand hierzulande erstmals eine „all about automation“ (aaa) statt. Der Veranstalter Easyfairs hat nach zahlreichen erfolgreichen Ausgaben seiner in verschiedenen Städten Deutschlands und der Schweiz etablierten Fachmesse für Industrieautomation, Robotik und Digitalisierung den Sprung über die rot-weiß-rote Grenze gewagt und sich für die Premiere den Standort Messe Wels ausgesucht – und zwar gleich in der brandneuen Halle 22, die erst Ende Februar eröffnet wurde.
Eigenes Messekonzept: Fairness für alle
Ein besonderes Merkmal der all about automation ist das kompakte Messekonzept: Alle Aussteller präsentieren sich in einem einheitlichen Standkonzept und auf vergleichbaren Flächen. So sollen – neben gewissen finanziellen Anreizen für die teilnehmenden Unternehmen – Gespräche auf Augenhöhe und ein direkter Austausch über konkrete Anwendungen und Projekte entstehen – von der Maschinenautomation bis zur digitalen Vernetzung von Anlagen. Der Fokus liegt damit nicht auf der Größe der Stände, was insbesondere den „kleineren“ Unternehmen zugute kommt. Wiewohl einige „Platzhirsche“ es im persönlichen Gespräch auch ein bisschen bedauerten, nicht wie gewohnt auftrumpfen zu können.
Talk Lounge mit aktuellen Themen
Das Vortragsprogramm in der Talk Lounge konzentrierte sich inhaltlich auf Themen, die aktuell viele Unternehmen beschäftigen: Robotik und flexible Automatisierung, Automation für kleine und mittlere Unternehmen, Retrofit bestehender Anlagen, industrielle Kommunikation sowie Safety und Security.
Ergänzt wurde das Programm durch Beiträge zu künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, IIoT und digitaler Transformation sowie nachhaltiger Automatisierung. Ziel war es, eine kompakte Orientierung über zentrale Technologietrends zu bieten und anhand konkreter Beispiele zu zeigen, wie Automatisierungslösungen heute umgesetzt werden und welchen Nutzen sie in der Praxis bringen.
Effizientes Servicekonzept
Auch das Servicekonzept ist bewusst auf Effizienz ausgelegt: Eintritt, Messe-App, Vorträge sowie Snacks und Getränke auf den Kommunikationsflächen sind im Besuch enthalten. Auch der Parkplatz auf dem Messegelände in Wels war kostenfrei. Das ist nicht nur „convenient“ für die Besucher:innen, sondern erspart den Ausstellern außerdem organisatorischen Aufwand.
Davon ließen sich schon beim ersten Mal insgesamt 268 internationale und österreichische Technologieanbieter ebenso wie Systemintegratoren, Engineeringbüros und spezialisierte Umsetzungspartner überzeugen und präsentierten an den beiden Messetagen ihr Angebot und ihre Lösungen dem interessierten Publikum. Apropos Publikum: Die Halle war durchgehend gut besucht, die Schwankungen hielten sich im Rahmen. Insgesamt vermeldeten die Veranstalter im Nachgang eine Zahl von 3.566 Fachbesucherinnen und Fachbesuchern an den beiden Tagen. Die vertretenen Firmen zeigten sich mit der Resonanz durchwegs zufrieden.
Messen im Vergleich
Wenn man einen Vergleich anstellen möchte, kann man dazu am ehesten die hierzulande traditionelle Fachmesse SMART Automation Austria heranziehen – auch wenn dieser Vergleich ein wenig hinkt. Die SMART fand 2025 ebenfalls im Mai statt, aber im Design Center Linz (2027 übersiedelt sie aber nach Wels), und lockte an ihren drei Messetagen rund 170 Aussteller und den Angaben des Veranstalters Messezentrum Salzburg GmbH zufolge mehr als 6.000 Fachbesucher:innen an. (RNF)