WKÖ-Bundessparte fordert Einrichtung einer KI-Behörde © APA - Austria Presse Agentur

Die Bundessparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer (WKÖ) sieht beim Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in kleinen und mittelgroßen Unternehmen zuletzt deutlich mehr Dynamik. Allerdings wirkten Unsicherheiten beim Datenschutz und bei rechtlichen Fragen derzeit noch bremsend. Das zeigt eine Branchenerhebung der KMU Forschung Austria. Die Bundessparte forderte am Montag in einer Aussendung die Einrichtung der im Regierungsprogramm vorgesehenen KI-Behörde.

Laut Umfrage nutzen 44 Prozent der befragten Unternehmen aktiv künstliche Intelligenz, 31 Prozent planen oder testen entsprechende Anwendungen. Intelligente Unterstützung holen sich Firmen dabei am häufigsten für Recherche, Textgenerierung und Übersetzung. In der Praxis gebe es aber noch Unsicherheiten mit Blick auf Datenschutz und rechtliche Fragen. Für 46 Prozent der Unternehmen wirken Datenschutzbedenken bremsend für die KI-Nutzung, unklare rechtliche Rahmenbedingungen sind für 39 Prozent der Unternehmen ein Hemmschuh und 34 Prozent nannten fehlende Fachkompetenzen als Hindernis.

Die Bundessparte spricht sich vor diesem Hintergrund für eine "klare KI-Governance in und für Österreich" aus und fordert die Errichtung der im Regierungsprogramm vorgesehenen KI-Behörde beim Rundfunkregulator RTR. "Unsere Betriebe und Start-ups brauchen Planungssicherheit und Rechtssicherheit. Eine zentrale Behörde mit Fachkompetenz und Serviceorientierung ist eine wesentliche Voraussetzung, damit Innovationen weiterhin in Österreich Fuß fassen können", sagte Bundesspartenobmann Markus Roth laut Aussendung.