Alle Beschäftigten bleiben © APA - Austria Presse Agentur
Die Raiffeisenbanken Wels und Gunskirchen fusionieren vorbehaltlich der Zustimmung der jeweiligen Generalversammlungen zur größten Raiffeisen-Primärbank Österreichs. Die entstehende Raiffeisenbank Wels werde eine Bilanzsumme von rund 2,6 Mrd. Euro, 16 Bankstellen, mehr als 190 Mitarbeitende, über 53.000 Kundinnen und Kunden sowie - als Genossenschaftsbank - rund 11.500 Miteigentümerinnen und Miteigentümer haben, berichteten die Geldinstitute am Montag.
Die Generalversammlungen finden am 26. bzw. 28. Mai statt. Alle Filialen - 5 bringt Gunskirchen ein - bleiben bestehen, auch die Beschäftigten bleiben, hieß es auf APA-Nachfrage. Grund für die Fusion sei der entstehende größere Aktionsspielraum unter anderem bei Finanzierungen. Sie trage dem Bedarf der vielen Kommerzkunden an einer größeren Bank sowie den steigenden regulatorischen Anforderungen Rechnung.
Nähe, Größe und Kompetenz
"Unsere Banken stehen seit jeher für regionale Verantwortung, persönliche Kundennähe und langfristiges Denken. Dieser Schritt ist daher kein Bruch mit unserer Geschichte, sondern ihre konsequente Weiterentwicklung", erklärte Michael Kammerer, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Gunskirchen. Denn "eine moderne Regionalbank braucht heute neben Nähe auch ausreichend Größe und Kompetenz", hob Roland Hechenberger, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Wels, hervor.
Ein wichtiger Bestandteil der neuen, großen Bank bleibe das Umweltcenter, das die Raiffeisenbank Gunskirchen 2012 gründete. Das Umweltcenter wird als eigenständiger Geschäftsbereich geführt und finanziert gezielt ökologische, gemeinwohlorientierte Projekte. Die neue Bank bekenne sich zu einer nachhaltigen Ausrichtung und zur Weiterentwicklung im Rahmen der Green Finance Alliance, in der die Raiffeisenbank Gunskirchen als Gründungsmitglied seit 2022 aktiv war.