Bis zu 25 Prozent will der Handelskonzern an M-Preis erwerben © APA - Austria Presse Agentur
Der deutsche Handelskonzern Rewe prüft derzeit einen Einstieg beim Tiroler Händler M-Preis, wie die deutsche "Lebensmittelzeitung" am Freitag berichtete. Demnach gebe es fortgeschrittene Verhandlungen mit der Eigentümerfamilie Mölk, wonach Rewe eine Beteiligung von rund 25 Prozent am defizitären Händler anstrebe. Rewe könnte damit seine Position am Tiroler Markt ausbauen. Derzeit ist M-Preis in Tirol Marktführer, gefolgt von Spar und der Rewe-Tochter Billa.
Bereits seit März dieses Jahres ist bekannt, dass M-Preis mit rund 270 Filialen auf Investorensuche ist. Der unabhängige Vollsortimenter mit rund 5.1000 Beschäftigten geriet spätestens nach der Corona-Zeit finanziell unter Druck. Nach den zuletzt verfügbaren Zahlen aus dem österreichischen Handelsregister schrieb M-Preis im Jahr 2024 bei einem Nettoumsatz von rund 907 Mio. Euro einen Verlust von 7,3 Mio. Euro. In den beiden Jahren zuvor lag das Minus im zweistelligen Millionenbereich.
M-Preis bestätigte gegenüber der APA, dass Gespräche im Gange seien. Wie weit diese fortgeschritten seien, könne aber nicht gesagt werden. Laut der "Lebensmittelzeitung" sind auch andere Szenarien, wie etwa die Aufteilung der Märkte unter mehreren Händlern, denkbar.