Beschäftigung ist für den Fachverband das größte Sorgenkind © APA - Austria Presse Agentur
Die Metalltechnische Industrie hat 2025 trotz eingebrochener Exporte in die USA ein Produktionsplus von preisbereinigten 2,7 Prozent verzeichnet. Die leichte Erholung folge auf einen Rückgang um kumulierte 16 Prozent in den beiden Vorjahren 2023/24, teilte der Fachverband der Metalltechnischen Industrie (FMTI) am Dienstag mit. Die Zahl der Beschäftigten in der Branche sei um 4.700 Stellen reduziert worden, über zwei Jahre (2024 und 2025) gab es einen Abbau von 10.000 Stellen.
Die Beschäftigung sei aktuell das größte Sorgenkind, erklärte FMTI-Geschäftsführerin Sabine Hesse mit Blick auf die Entwicklung der Branche. Über Jahre habe man Krisen in diesem Bereich relativ gut weggesteckt, in den letzten zwei Jahren habe sich dies aber geändert. Man merke, dass Unternehmen, die die Möglichkeit haben, woanders zu produzieren, in Österreich Stellen abbauen, fügte FMTI-Obmann Christian Knill an. Wenn nicht gegengesteuert werde, führe dies zu einer Deindustrialisierung.
Auch Umfragen unter Betrieben der Branche würden dies zeigen. Von rund hundert befragten Unternehmen rechnen etwa vierzig mit einem Personalabbau an ihren inländischen Standorten, aber nur zehn mit weniger Jobs an den ausländischen Standorten. Umgekehrt rechnen sechs von zehn befragten Unternehmen mit einem Stellenaufbau im Ausland, nur 15 Prozent tun dies mit Blick auf ihre inländischen Betriebsstätten.
Starker Rückgang der US-Exporte
Rund 79 Prozent der Produktion werden laut FMTI exportiert. Im Vorjahr gab es preisbereinigt einen Rückgang der Ausfuhren um 2 Prozent auf 39,1 Milliarden Euro. Besonders stark fiel der Rückgang mit minus 23 Prozent in Richtung USA aus. Die Exporte nach Deutschland - dem mit einem Exportanteil von 27 Prozent wichtigsten Absatzmarkt der Branche - gingen um 1,3 Prozent zurück. Nach China wurde hingegen um dreizehn Prozent mehr verkauft als noch im Jahr 2024. Deutliche Zuwächse gab es auch in Richtung Tschechische Republik und Italien, klare Rückgänge wiederum bei den Exporten nach Frankreich.
Trotz der leichten Erholung der Produktion im Jahr 2025 auf 47 Mrd. Euro sei die Stimmung bei den Unternehmen schlecht. Gut die Hälfte der Betriebe rechne heuer mit einem Rückgang der eigenen Produktion. Knapp 40 Prozent rechnen mit einem negativen Betriebsergebnis 2026. Der Auftragseingang blieb 2025 stabil - mengenmäßig gab es gegenüber 2024 ein knappes Plus von 0,2 Prozent.