Der Heizungshersteller Windhager baut 50 Stellen ab © APA - Austria Presse Agentur

Beim Salzburger Heizungshersteller Windhager kommt es zu einem Stellenabbau. Rund 50 der aktuell 386 Mitarbeitenden werden das Unternehmen verlassen müssen, sagte am Donnerstag CEO Andreas Weißenbacher zur APA. Als Grund nannte er eine "ganz schwierige Marktlage im Bereich Biomasseheizungen und Wärmepumpen. Und auch die Förderpolitik in Österreich ist nicht so geschäftsfördernd." Er habe heute die Belegschaft über die Maßnahme informiert, so Weißenbacher.

Im vergangenen Jahr sei der Markt in den genannten Bereichen um rund 20 Prozent zurückgegangen, heuer im ersten Quartal sei er bei der Biomasse sogar um 63 Prozent eingebrochen. "Ich habe versucht, die Maßnahme so lange wie möglich hinauszuzögern, aber jetzt ist sie unausweichlich."

Sozial verantwortungsvolles Maßnahmenpaket

Mit dem natürlichen Abgang alleine ist der Personalabbau laut Weißenbacher nicht möglich, aber man werde versuchen, mit auf jeden einzelnen zugeschnittenen Maßnahmen, etwa mit einvernehmlichen Trennungen, menschliche Lösungen zu finden. Die Umsetzung erfolge in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretungen und werde von einem sozial verantwortungsvollen Maßnahmenpaket begleitet. "Ziel ist es, die Auswirkungen für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich abzufedern", heißt es in der Aussendung des Unternehmens

An der Produktpalette selbst liege es nicht, denn die sei genial, es sei die schwierige Marktlage und die allgemein nicht einfache Wirtschaftslage. "Aber: Es werden wieder sonnigere Tage kommen."

Windhager hatte im Jänner 2024 Insolvenz angemeldet und damit für die größte Firmenpleite im Bundesland Salzburg in diesem Jahr gesorgt. Ende Februar 2024 wurde der Heizungshersteller durch die Muttergesellschaft des Wasseraufbereiters BWT übernommen. Aktuell erwirtschaftet das Unternehmen laut Weißenbacher einen Umsatz von unter 100 Mio. Euro, in den besten Jahren lag dieser bei 168 Mio. Euro