++ ARCHIVBILD ++ Lohndumping soll verhindert werden © APA - Austria Presse Agentur

Die Finanzpolizei hat im Jahr 2025 im Bereich Lohn- und Sozialdumping 1.327 ausländische Betriebe überprüft. Dabei wurden 3.691 entsandte oder überlassene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer überprüft, teilten Finanz- und Sozialministerium in einer gemeinsamen Aussendung mit. Bei 274 Fällen gab es einen Verdacht auf zu niedrige Entlohnung. Insgesamt beantragte die Finanzpolizei im Vorjahr Geldstrafen in Höhe von rund 5,37 Millionen Euro.

Mit dem Bericht für 2025 gaben die Ministerien auch den Kontrollplan 2026 bekannt. Die Zahl der Verdachtsfälle blieb den Angaben zufolge stabil. Angestiegen sind die ausgesprochenen Geldstrafen. 433 Strafanträge gab es wegen Nichtbereithaltens oder Nichtbereitstellens von Lohnunterlagen.

2026 werden die Kontrollmaßnahmen auf Basis der Risikoanalyse fortgesetzt, hieß es. Besonders geprüft werden Straßentransport, Bau- und Baunebengewerbe, Security und Eventbranche sowie Hotel, Gastronomie und Tourismus. In diesen Branchen herrsche ein erhöhtes Risiko für Lohn- und Sozialdumping. Auch grenznahe Einsätze soll es weiterhin geben. Die Finanzpolizei ist im Amt für Betrugsbekämpfung angesiedelt.

"Keine Toleranz bei Steuerbetrug"

"Durch die Bekämpfung von Steuer- und Abgabenbetrug stärken wir alle Steuerehrlichen", sagte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ): "Aus diesem Grund gilt: Keine Toleranz bei Steuerbetrug." Ähnlich äußerte sich Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ): "Die konsequente Arbeit der Finanzpolizei und die enge Zusammenarbeit aller Kontrollbehörden sind entscheidend, um Lohn- und Sozialdumping wirksam zu bekämpfen."