Der Krieg im Jemen lässt bei Industriestaaten die Alarmglocken läuten © APA - Austria Presse Agentur

Angesichts der stark gestiegenen Energiepreise will Frankreich eine gemeinsame Antwort im Kreis führender demokratischer Wirtschaftsmächte suchen. "Ich werde ein G7-Treffen einberufen, um bei einer besseren Koordinierung der Vorratsstände voranzukommen und auch bei den Exporten und den Produktionskapazitäten stärker zusammenzuarbeiten", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris.

Auch gehe es darum, "unnötige Spannungen zwischen den G7-Ländern und unseren wichtigsten Partnern zu vermeiden", meinte er weiters.

Frankreich hat Vorsitz der Gruppe

Zur Gruppe der Sieben (G7) gehören neben Frankreich auch Deutschland, Italien, Großbritannien, Kanada, Japan und die USA. Frankreich hat derzeit den Vorsitz der Gruppe inne. Wann genau das Treffen stattfinden soll und auf welcher Ebene, sagte Macron nicht.

Bei der Zusammenkunft solle man auch über die Option beraten, strategische Reserven freizugeben, sagte Macron. Wegen des Iran-Kriegs hatte die Internationale Energieagentur IEA im März beschlossen, dass die 32 Mitgliedsländer der Agentur 400 Millionen Barrel Rohöl aus strategischen Reserven freigeben.

Die französische Bevölkerung rief Macron dazu auf, geeint zu bleiben, und reagierte damit auf vereinzelte Proteste gegen die gestiegenen Kosten. "Die Situation, die wir heute bei den Preisen an der Zapfsäule und bei allen fossilen Kohlenwasserstoffpreisen erleben, ist nicht die Folge von Regierungsentscheidungen." Sie gehe stattdessen auf die geopolitische Lage zurück.