Novak plant Reformen für die Branche © APA - Austria Presse Agentur

Die Wiener Taxis sollen in Zukunft in einer einheitlichen Farbe unterwegs sein. Das ist Teil einer Reform, die Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ) anstrebt, wie sie im Interview mit "Mein Bezirk" ausführte. Eine Festlegung auf eine bestimmte Farbe gibt es noch nicht. Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität der Taxis sind ebenfalls vorgesehen.

Die Fahrzeuge sollen künftig auch an der Farbgebung als Taxis erkennbar sein. Die Qualität soll sowohl bei den Autos - zum Beispiel hinsichtlich Sauberkeit - als auch bei den Dienstleistungen angehoben werden, sagte Novak. Die soziale Absicherung der Fahrer und die Ausbildung werden ebenfalls im Fokus stehen. Die Ressortchefin kann sich laut eigenen Angaben zum Beispiel strengere Prüfungskriterien vorstellen.

Gespräche laufen bereits

Erste Gespräche mit Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer und Unternehmern sind laut Novak bereits geführt worden. Zum Teil sind jedoch auch bundesgesetzliche Änderungen nötig, führte sie aus. Vorgesehen sind auch verstärkte Kontrollen, wie es in einer der APA übermittelten Stellungnahme aus dem Büro der Stadträtin hieß.

Vor diesem Hintergrund sei auch klar, dass Tarifgespräche erst dann geführt werden könnten, wenn bei den genannten Maßnahmen konkrete und überprüfbare Fortschritte erzielt wurden, wurde weiters ausgeführt. Damit bezog sich Novak auf jüngste Proteste von Taxlern samt Forderungen gegen Preisdumping. Sie kritisierte, dass sich "einzelne Gruppen" in der Branche lösungsorientierten Verhandlungen verweigern würden.

Umgesetzt werden sollen die Pläne bis zum Ende der Legislaturperiode. Eine Festlegung hinsichtlich der Farbe der Autos ist noch nicht erfolgt. Anfreunden könnte sich Novak aber etwa mit Violett, das eine "schöne feministische Farbe" sei, wie sie gegenüber "Mein Bezirk" befand.