Weltbank-Chef Ajay Banga präsentierte Initiative in Washington © APA - Austria Presse Agentur
Die Weltbank will kleinen Inselstaaten und anderen kleinen Ländern mit einer neuen, auf die Schaffung von Arbeitsplätzen ausgerichteten Strategie bei der Bewältigung ihrer besonderen Herausforderungen helfen. Weltbank-Präsident Ajay Banga stellte die Initiative am Freitag bei einem Treffen mit Ministern und Zentralbankgouverneuren aus 50 kleinen Ländern während der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington vor.
Das Konzept solle kleinen Staaten helfen, mehr private Investitionen anzuziehen, sagte Banga. Zudem sollten politische und regulatorische Reformen die Geschäftstätigkeit erleichtern und letztlich mehr Arbeitsplätze schaffen. "Für kleine Unternehmen können ein einziger Wirbelsturm, ein plötzlicher Anstieg der importierten Treibstoffpreise oder ein Einbruch im Tourismus die Investitionen und Einnahmen von Monaten innerhalb weniger Tage zunichtemachen", erklärte die Bank in einem mit der neuen Strategie veröffentlichten Blog.
Nach Angaben Bangas zielt die Strategie darauf ab, den Ländern bei Problemen wie Abgelegenheit, Anfälligkeit für Schocks und einer schmalen wirtschaftlichen Basis zu helfen. Der Fokus werde auf Bereichen wie Gesundheit, erschwingliche Energie, widerstandsfähige Infrastruktur sowie Kleinst- und Kleinunternehmen liegen. Dort sehen Vertreter der Bank die größten Chancen, das Wachstum anzukurbeln und mehr und bessere Arbeitsplätze zu schaffen. "Dies ist kein Einheitsansatz. Kleine Staaten sind vielfältig, und unsere Unterstützung wird das widerspiegeln", sagte Banga. "Wir wissen auch, dass die wirtschaftlichen Gegebenheiten unterschiedlich sind."
Die Weltbankgruppe hatte im vergangenen Jahr neue Zusagen und Garantien in Rekordhöhe von 3,3 Milliarden Dollar für kleine Staaten bewilligt. Diese seien von Schocks überproportional betroffen, wie sich während des Krieges im Nahen Osten gezeigt habe.