Windkraft werde als "Wintertechnologie" benötigt © APA - Austria Presse Agentur

Der Kärntner Stromversorger Kelag hat 2025 einen Gewinn von 350 Millionen Euro erzielt, nach 438 Millionen im Jahr davor - ein Rückgang um rund 20 Prozent. Zugleich habe man 470 Mio. Euro in neue Anlagen, Instandhaltung, Netzinfrastruktur und erneuerbare Wärmeversorgung investiert, teilte das Unternehmen am Donnerstag per Aussendung mit. Auch heuer wolle man weitere 550 Mio. Euro investieren. Beim Gewinn rechnet die Konzernspitze unterdessen mit einem weiteren Rückgang.

Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr 1,84 Mrd. Euro, nach fast 1,98 Milliarden im Jahr davor. Etwas weniger Absatz habe man "infolge der höheren Eigenversorgung" mit Haushaltskunden gemacht. Im Bereich der Wärmeversorgung seien "die Absatzmengen witterungs- und ausbaubedingt" gestiegen. Wegen einer "unterdurchschnittlichen Wasserführung" sei zudem weniger Strom produziert worden. Dazu kamen niedrigere Absatzpreise. Unterm Strich hätten diese unterschiedlichen Entwicklungen zu dem Gewinnrückgang geführt.

Windkraft als "Wintertechnologie" benötigt

Auch für heuer rechnet man mit einem weiteren Gewinnrückgang. Wegen des "volatilen Umfelds" blieben die "Ergebnisprognosen mit Unsicherheiten behaftet". Trotzdem wolle man weiter investieren. Für 2026 seien 550 Mio. Euro genehmigt worden, so Kelag-Vorstand Reinhard Draxler laut der Aussendung. Besonders der Ausbau der Windkraft als "Wintertechnologie" soll forciert werden. In Österreich betreibe die Kelag bereits 20 Windkraftanlagen und arbeite an weiteren Projekten. Über die Tochtergesellschaft Kelag International kommen 34 Anlagen in Südosteuropa hinzu.

Im Jänner 2026 sei in Österreich mehr als die Hälfte des Stroms entweder importiert oder aus Gas produziert worden, unterstreicht der Konzern die Notwendigkeit des Windkraftausbaus. Investitionen in Erneuerbare würden "Versorgungssicherheit, Energieunabhängigkeit und langfristig auch die Standortqualität und Wettbewerbsfähigkeit der Region" stärken, sagt der zweite Kelag-Vorstand Danny Güthlein. Die Kelag beschäftigte 2025 im Schnitt 2.147 Menschen, um knapp hundert mehr als noch 2024.