Die Passagierzahl sank deutlich © APA - Austria Presse Agentur

Weniger Flüge aufgrund der Lage im Nahen Osten und ein reduziertes Angebot bei Billigairlines haben dem Flughafen Wien - neben einer frühen Karwoche - einen schwachen April beschert. Das Passagieraufkommen ging im abgelaufenen Monat um 8,2 Prozent auf 2,578.674 Reisende zurück. In der gesamten Flughafen-Wien-Gruppe (inklusive Malta Airport und Flughafen Kosice) waren es 3,675.425 Passagiere - damit fiel das Gruppenminus im Jahresabstand mit 2,1 Prozent glimpflicher aus.

Am Standort Wien war der Rückgang bei den Reisenden vor allem in Richtung Naher und Mittlerer Osten massiv (minus 83,4 Prozent auf 16.925 Passagiere), wie aus einer Mitteilung des Flughafen Wien vom Donnerstag hervorgeht. Ein Plus wurde hingegen bei den Fluggästen mit Ziel Ferner Osten (plus 7 Prozent auf 59.275 Reisende) verbucht. Die Flugbewegungen verzeichneten im April 2026 einen Rückgang auf 18.886 (-8,1 Prozent). Das Frachtaufkommen war bei 26.852 Tonnen nahezu unverändert (-0,5 Prozent).

Passagierplus in Malta und Kosice

Dass der Rückgang in der Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) milder ausfiel als in Wien-Schwechat, ist auf das verstärkte Passagieraufkommen am Flughafen Malta und am Flughafen Kosice (Slowakei) zurückzuführen. In Malta gab es im April einen Zuwachs auf 1,017.570 Reisende (plus 13,5 Prozent), in Kosice auf 79.181 Reisende (plus 66,5 Prozent) zählte. Die gesamte Flughafen-Wien-Gruppe verzeichnete damit im Zeitraum von Jänner bis April gut 12 Millionen Reisende.

Die weitere Entwicklung ist schwer abzuschätzen: "Längerfristige Auswirkungen hängen von der weiteren Dauer der störenden Einflüsse ab. Die Verkehrs- und Finanz-Guidance der Flughafen Wien AG für das Gesamtjahr 2026 bleibt auch unter Berücksichtigung der aktuellen Verkehrsentwicklung unverändert aufrecht", so der Flughafen. Das kumulierte Passagieraufkommen von Jänner bis April sank in Wien um 1,5 Prozent, in der Gruppe stieg es um 2,9 Prozent.