Die EU exportieren unter anderem Autos nach Südamerika © APA - Austria Presse Agentur

Brasilien hat am Mittwoch nach Argentinien und Uruguay als drittes Land das Mercosur-Freihandelsabkommen mit der EU ratifiziert. Nach dem brasilianischen Abgeordnetenhaus hat nun auch der Senat zugestimmt. In Paraguay muss das Abkommen noch im Unterhaus des Kongresses verabschiedet werden. Die Zustimmung der Parlamente der südamerikanischen Mercosur-Mitglieder - Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay - ist notwendig, damit das Handelsabkommen in Kraft treten kann.

Aufseiten der EU hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Ende Februar angekündigt, das Abkommen trotz einer noch ausstehenden Überprüfung durch den Gerichtshof der Europäischen Union vorläufig anzuwenden. Das Handelsabkommen der EU mit dem Mercosurraum, über das mehr als zwei Jahrzehnte verhandelt wurde, soll eine der weltweit größten Freihandelszonen schaffen und die meisten Zölle auf beiden Seiten abschaffen. Während die Europäer unter anderem Autos und chemische Produkte über den Atlantik exportieren, liefern die Mercosur-Länder hauptsächlich landwirtschaftliche Erzeugnisse und Rohstoffe nach Europa.