Wirtschaftliche Auswirkungen und Hormuz-Blockade als Thema © APA - Austria Presse Agentur

Deutschlands Finanzminister und Vize-Kanzler Lars Klingbeil (SPD) hat in Paris Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zu einem einstündigen Vier-Augen-Gespräch getroffen. Man sei sich einig gewesen, dass die Zusammenarbeit beider Länder wichtig sei, um Europa voranzubringen, sagte Klingbeil am Montag am Rande des G7-Finanzministertreffens zu Journalisten. Thema war auch die EU-Kapitalmarktunion.

Klingbeil habe Macron berichtet, wie er zusammen mit dem französischen Finanzminister Roland Lescure die in der EU seit Jahrzehnten geplante Kapitalmarktunion vorantreiben wolle. Hier brauche es jetzt Entscheidungen. "Ich habe das Gefühl, dass der französische Präsident das auch gut findet." Ein fehlender einheitlicher Kapitalmarkt gilt als großer Wettbewerbsnachteil der EU gegenüber den USA oder China.

Iran-Krieg dominierendes Thema beim G7-Treffen

Klingbeil nahm am Montag am Treffen der Finanzminister der sieben führenden Industrienationen (G7) in Paris teil. Der SPD-Chef sagte, der Iran-Krieg habe die Gespräche dominiert. Die Folgen des Krieges seien an den Zapfsäulen und in der Wirtschaft angekommen. Es brauche eine Verhandlungslösung, um den Krieg zu beenden.

Klingbeil ergänzte, es gehe auch um eine stärkere Partnerschaft mit Indien, Brasilien oder afrikanischen Staaten, um Lieferketten anders aufzustellen. Ziel müsse es sein, die Abhängigkeit von China bei Rohstoffen schnell zu verringern. Die G7-Staaten - Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, die USA, Kanada und Japan - versuchen ihre Bemühungen in dem Bereich besser zu koordinieren.