Insgesamt verzeichnete der Flughafen Wien ein Passagierplus im März © APA - Austria Presse Agentur

Der Flughafen Wien hat den Iran-Krieg deutlich zu spüren bekommen. "Aufgrund der Krisensituation im Nahen Osten verzeichnete die Region Naher und Mittlerer Osten einen Passagierrückgang im März 2026 von 90,1 Prozent auf 6.809 Flugreisende", so das börsennotierte Unternehmen am Donnerstag. In den Fernen Osten reisten im Vergleich zum März des Vorjahres hingegen mit 67.027 Passagieren um 41,5 Prozent mehr Gäste.

Insgesamt konnte der Flughafen Wien die Passagierzahl im März im Jahresvergleich um 1,9 Prozent auf 2.269.047 Gäste steigern. Die Flughafen-Wien-Gruppe, zu der auch noch der Malta Airport und der Flughafen Kosice gehören, verzeichneten ein Plus von 5,1 Prozent auf 3.146.473 Flugreisende. Wobei Kosice mit 61.479 Reisenden um 50 Prozent zulegte. Von Jänner bis März gab es am Flughafen Wien ein Passagierplus von 1,6 Prozent, in der ganzen Gruppe betrug der Anstieg 5,3 Prozent.

Ausblick für 2026 unverändert

Die Gruppe teilte am Donnerstag in einer Aussendung mit, dass der Nahost-Konflikt seit Ende Februar 2026 zu Einschränkungen im Flugverkehr der Region führt und sich derzeit dämpfend auf die Passagierentwicklung in Wien auswirkt. "Längerfristige Auswirkungen hängen von der weiteren Dauer der störenden Einflüsse ab. Die Verkehrs- und Finanzguidance der Flughafen Wien AG für das Gesamtjahr 2026 bleibt daher aus derzeitiger Sicht unverändert", so die Flughafen Wien Gruppe.

Interessant in Zeiten einer möglichen Kerosin-Knappheit im Zuge des Iran-Krieges: Der Anstieg beim Passagieraufkommen am Standort Wien ist demnach "vor allem auf Zwischenlandungen von Air India für Betankungszwecke zurückzuführen, bei denen die Passagiere das Flugzeug nicht verlassen (sogenannte 'Transitpassagiere')".

Die Flugbewegungen am Standort Wien nahmen im März insgesamt um 1,4 Prozent auf 17.585 Starts und Landungen ab. Das Frachtaufkommen betrug 26.221 Tonnen, ein Minus gegenüber den März 2025 von acht Prozent.