Auf weniger gefragte Destinationen ausweichen kann sich lohnen © APA - Austria Presse Agentur
Um einen Euro kann man in einigen Urlaubsländern mehr kaufen als in Österreich. Das gilt heuer insbesondere für Portugal und Spanien, wie die jährliche Auswertung der Bank Austria zum "UrlaubsEuro" zeigt. Auch in den beliebten Urlaubszielen Türkei, Slowenien, Griechenland, Kroatien und Italien bekommen Österreicherinnen und Österreicher mehr für ihr Geld. Teurer als daheim wird es im aktuellen Fußball-WM-Austragungsland USA und vor allem in der Schweiz.
"Unter den beliebtesten Urlaubsländern erhält man im Sommer 2026 in Portugal am meisten, rund ein Drittel mehr als in Österreich", sagt Stefan Bruckbauer, Chefvolkswirt der UniCredit Bank Austria. "Auch in Spanien, Ungarn und der Türkei liegt der Wert des UrlaubsEuros deutlich über jenem in Österreich mit rund ein Viertel." In Griechenland und Slowenien erhält man rund 20 Prozent mehr als in Österreich.
Weniger als in Österreich einkaufen um das gleiche Geld kann man trotz starkem Euro in den USA (10 Prozent). In der Schweiz erhält man für 100 Euro nur Waren und Dienstleistungen im Gegenwert von 69 Euro. Ähnlich viel wie in Österreich erhalten Urlauberinnen und Urlauber in Frankreich, Kanada, Deutschland, aber auch im Vereinigten Königreich.
Auf weniger gefragte Destinationen ausweichen kann sich lohnen
Wer sich im Urlaub besonders viel leisten können will, kann auf weniger gefragte Urlaubsdestinationen ausweichen. So erhält man in Bulgarien rund 70 Prozent mehr als in Österreich, in Rumänien und Tschechien rund 40 Prozent. Auch in Zypern, Polen und der Slowakei ist der Urlaubseuro deutlich mehr wert, rund 20 Prozent. Weniger als in Österreich bekommt man dagegen in Irland, Schweden und den Niederlanden.
"Im Vergleich zum Sommer 2025 hat sich der relative Wert des UrlaubsEuros nur wenig verändert, er ist rund zwei Prozent weniger wert geworden, da die Preisanstiege in einigen Ländern deutlicher ausfielen als in Österreich, was durch Wechselkursabwertungen nur teilweise ausgeglichen wurde", so Bruckbauer. Einige Destinationen wurden wegen der höheren Inflation in Österreich "unwesentlich günstiger" im Vergleich, so etwa Frankreich und Italien.
Die Bank Austria erinnert daran, dass alle Zahlen Durchschnittswerte seien und einzelne Regionen davon abweichen können. Zudem sei die Tatsache, dass das Preisniveau in einigen Urlaubsländern so viel günstiger als in Österreich ist, vor allem auf das hohe Einkommensniveau in Österreich zurückzuführen. Würde Österreichs Preisniveau niedriger liegen, wäre auch das Einkommensniveau geringer und Urlaube schwerer leistbar.