Eine höhere steuerliche Belastung könnte E-Autos unattrakiver machen © APA - Austria Presse Agentur

Die geplante Streichung der Steuerfreiheit für die Privatnutzung von Elektro-Firmenfahrzeugen im Zuge des Doppelbudgets der Bundesregierung stößt auf Kritik der Autobranche und E-Wirtschaft. Burkhard Ernst, stellvertretender Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel, sieht in er möglichen Anhebung des Sachbezuges von derzeit 0 auf 0,375 im kommenden Jahr und 0,625 Prozent 2028 eine "Abkehr von der dringend geforderten und politisch gewünschten Mobilitätswende".

Unterstützung kommt von der Interessenvereinigung "CEO for Future Climate Business". Die angekündigte schrittweise Einführung eines Sachbezugs für privat genutzte E-Dienstwagen sendet aus Sicht führender Unternehmen ein problematisches Signal an jene Betriebe, die bereits heute in die Transformation des Standorts investieren", so deren Warnung.

E-Mobilität "nicht ausbremsen"

Und auch die E-Wirtschaft hat wenig Freude mit einem Sachbezug für Elektro-Dienstwägen. Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, betonte: Wer Österreich unabhängiger, resilienter und leistbarer machen wolle, dürfe die E-Mobilität nicht ausbremsen. "Wer Öl importiert, importiert Risiko", so Schmidt.

Auf einen anderen Steuer- bzw. Förderaspekt wies am Dienstag der VCÖ hin. "Fast jede vierte Person, die Pendlerpauschale bezieht, hat ein Jahreseinkommen von über 60.000 Euro", rechnete der Verkehrsclub vor. "Während die Bundesregierung in vielen Bereichen, von Familien, Gesundheit bis zum Klimaschutz, spart und Leistungen kürzt, wurde eine dringend notwendige Reform des Pendlerpauschales erneut verabsäumt", hieß es dazu.