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Christian Klein, Vorstandsvorsitzender der SAP SE © SAP/Fischer

SAP hat auf der SAP Connect das autonome Unternehmen im Einsatz vorgestellt und dabei gezeigt, wie Joule Work und Joule Assistants in allen Geschäftsbereichen Mehrwert liefern.

"Dies ist ein bahnbrechender Moment für Unternehmens-KI", sagte Christian Klein, Vorstandsvorsitzender der SAP SE. "Das autonome Unternehmen ist in der Geschäftswelt angekommen. Mit Joule und der SAP Autonomous Suite, die auf der SAP Business AI Plattform basiert, unterstützen wir Unternehmen wie Novartis, Morgan Foods Nestlé und PwC dabei, intelligente Funktionen nahtlos in alle Funktionsbereiche zu integrieren, um vertrauenswürdige Ergebnisse zu erzielen."

Auf der SAP Connect berichteten diese Kunden, wie sie vom Konzept des autonomen Unternehmens in allen Bereichen bereits konkret profitieren. "Wir haben gemeinsam ein Pilotprojekt für den Joule Sourcing Assistant von SAP entwickelt und das Projekt vor Kurzem gestartet", sagte Christoph Bürki, Head of Procurement bei Novartis. "Unsere Vision ist es, dass sich KI-Agenten um die arbeitsintensiven manuellen Aufgaben kümmern, damit sich die Beschaffungsexperten auf die Strategie, die Zusammenarbeit mit Lieferanten und die Wertschöpfung konzentrieren können."

"Bei Morgan Foods stellen wir bereits die Weichen für den Einsatz agentischer KI, insbesondere mit Blick auf unsere technologische Grundlage. Der größte Wandel wird darin bestehen, von einem reaktiven zu einem vorausschauenden Ansatz überzugehen. KI-Agenten können Nachfragesignale, Lagerbestände und den Status unserer Lieferanten schneller als je zuvor miteinander verknüpfen", so Steve Hankins, Chief Financial Officer bei Morgan Foods. "Unsere besondere Stärke liegt im Zusammenspiel von Menschen und KI-Agenten. Unsere rund 1.000 Mitarbeitenden sorgen dafür, dass unsere Lieferketten funktionieren. Die Technologie unterstützt sie dabei, diese noch besser zu machen."

"Mit unserer SAP-S/4HANA-Transformation in 140 Ländern schaffen wir einen vernetzten digitalen Kern mit einheitlichen Prozessen, verlässlichen Daten und mehr Transparenz über Märkte und Geschäftsbereiche hinweg", wird Luca Dell’Orletta, Global Head of IT Innovation & Enterprise Architecture bei Nestlé, von SAP in einer Aussendung zitiert. "Auf dieser Grundlage können Joule und der Assistent für das Debitorenmanagement Aufgaben im Forderungseinzug automatisch anhand von Risiken und dem jeweiligen Geschäftskontext priorisieren, die jeweils beste nächste Maßnahme empfehlen und unsere Finanzteams dabei unterstützen, schneller auf Veränderungen zu reagieren."

"In der Professional-Services-Branche gehört die Abrechnung zu den fehleranfälligeren Prozessen. Dabei spielt Genauigkeit eine wichtige Rolle für die Kundenerfahrung.", sagte Jill Notz, Chief Accounting Officer, Controller und Business Services Leader bei PwC. "Der SAP Billing Assistant bringt mehr Intelligenz in diesen geschäftskritischen Prozess und unterstützt dabei, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen. So können unsere Mitarbeitenden bessere Ergebnisse für unsere Kunden erzielen und die Kundenbeziehungen weiter stärken." Aufbauend auf dem Erfolg des Billing Assistant weiten PwC und SAP ihre Zusammenarbeit auf neue Bereiche gemeinsamer KI-Innovationen aus.

SAPs Vision nimmt Fahrt auf
Joule Work wird nun ersten Kunden als neue KI-Benutzeroberfläche zur Verfügung gestellt. Mitarbeitende sollen damit in die Lage versetzt werden, in ihrer eigenen Sprache mit dem SAP-System zu interagieren und über Anwendungen und Quellen von SAP und Drittanbieterdaten hinweg Aufgaben zu erledigen. Joule nutzt den Geschäftskontext des SAP Knowledge Graph, der mehr als sieben Millionen Datenfelder zuordnet, und stellt Informationen bereit, "auf die sich Nutzer verlassen können" - so SAP in der Aussendung. Joule Work wird dabei bereits von 110.000 SAP-Mitarbeitenden produktiv eingesetzt und verzeichnet dem Anbieter zufolge bereits Produktivitätssteigerungen von 20 Prozent im Finanzwesen, im Personalwesen und in der Beschaffung.

"Nach 28 Jahren als SAP-Kunde hat die Zusammenarbeit im Rahmen des Early-Adopter-Programms für Joule Work Desktop innerhalb weniger Monate mehr Dynamik entfaltet als in all den Jahren zuvor", so Peter Wied, Director of Complexity Management bei Maschinenfabrik Reinhausen. "Was früher in unserer SAP-S/4HANA-Umgebung bis zu einer Stunde manuellen Aufwand erforderte, lässt sich heute innerhalb von Sekunden über natürliche Sprache abrufen. Das verändert grundlegend, wie unsere Teams mit Geschäftsdaten arbeiten."

"Das engagierte Team hat Außergewöhnliches geleistet. Durch seine proaktive Kommunikation, den konsequenten Fokus auf eine beschleunigte Aktivierung der Architektur, die schnelle Behebung von Fehlern und die umfassende Unterstützung konnten wir die technischen Voraussetzungen für Joule deutlich früher schaffen, als dies möglich gewesen wäre, wenn wir diese Herausforderungen allein hätten bewältigen müssen", sagte wiederum Keith Smith, SAP Platform Architect bei CONA Services. "Das CONA-Team freut sich über die bisherigen Fortschritte und darauf, die Funktionen von Joule in den kommenden Monaten noch umfassender zu erproben und zu testen, während wir den Einsatz der Lösung weiter vorantreiben."

Wenn eine Abfrage nicht ausreicht, führen Joule Assistants operative Tätigkeiten direkt in den Workflows mit etablierten Daten, Berechtigungen und Prüfpfaden aus. Kunden steuern den Grad der Autonomie. SAP verfolgt einen offenen Ansatz: Joule Work und SAP-Agenten unterstützen durch das Agent2Agent-Protokoll Verbindungen mit KI und Agenten von Drittanbietern und damit einen kontrollierten Geschäftskontext, der umfassendere KI-gestützte Workflows einbindet.

Auf der SAP Connect zeigte SAP, welchen Mehrwert diese Funktionen in der SAP Autonomous Suite bieten:
• Im Finanzwesen können Controller die Umsatzrealisierung, Angaben und die Einhaltung von Außenhandelsvorschriften automatisieren und mit ersten Implementierungen des International Trade Assistant den Aufwand für die Handelsklassifizierung um bis zu 50 Prozent reduzieren.  
• In der Lieferkette können Planer mehrstündige Störungen mit nur einem Klick in der gesamten Planung, Fertigung und Logistik beheben.
• Im Personalwesen können Führungskräfte feststellen, wie sie Personallücken am besten schließen können, während Mitarbeitende bessere, auf ihre Anforderungen zugeschnittene Entscheidungen bei der Auswahl von Arbeitgeberleistungen treffen können.
• In der Beschaffung können Entscheidungsträger Einsparpotenziale anhand von Peer-Benchmarks erkennen und den gesamten Lebenszyklus externer Mitarbeitender verwalten.
• In Customer Experience können Unternehmen mit KI-gestützten Kampagnen, Angeboten und Kunden-Workflows aus Kundeninteraktionen Umsatzchancen realisieren.
• Branchenweit arbeitet SAP mit Kunden zusammen, um KI auf spezielle Branchenprozesse anzuwenden. Dies hilft Unternehmen in der Fertigung, im Einzelhandel, im Rohstoffhandel und in anlagenintensiven Branchen, die Entscheidungsfindung zu verbessern, Routineaufgaben zu automatisieren und widerstandsfähigere Abläufe zu entwickeln.

Die vertrauenswürdige Plattform für Unternehmens-KI
Mit der SAP Business AI Platform können Unternehmen zentral für SAP- und Drittumgebungen KI-Lösungen entwickeln, Kontextinformationen bereitstellen und diese Lösungen steuern. Mit Joule Studio können Fachanwender und Entwickler Fähigkeiten und Agenten in No-Code- und Pro-Code-Workflows entwickeln und erweitern und dabei aus mehr als 70 KI-Modellen wählen. SAP Business Data Cloud und der SAP Knowledge Graph stellen dieses Agenten vertrauenswürdige Geschäftsdaten und Geschäftskontext bereit. Unternehmen haben somit die Möglichkeit, das richtige Modell für jeden Anwendungsfall auszuwählen und den Nutzen und Einsatz von KI besser zu steuern.

Die von SAP verwaltete Governance hilft Unternehmen, KI mit Transparenz, Verantwortlichkeit und Kontrolle zu skalieren. Der AI Agent Hub in SAP LeanIX-Lösungen bietet ein zentrales Verzeichnis von Unternehmensagenten, während die nach der Norm ISO/IEC 42001 zertifizierte Governance-Architektur von SAP gesetzliche Anforderungen, etablierte Berechtigungen und revisionsfähige KI-Vorgänge unterstützt.

Um Unternehmen dabei zu unterstützen, KI auf breiter Basis zu nutzen, stellt das SAP-Portfolio im Bereich Business Transformation Management, das SAP Signavio-, SAP LeanIX- und SAP WalkMe-Lösungen umfasst, eine Reihe durchgängiger Tools bereit, um Prozesse zu analysieren, Anwendungen und Agenten zu steuern und eine stärkere Nutzung im gesamten Unternehmen sicherzustellen.

SAP bietet integrierte Zahlungen in Cloud-ERP- Lösungen
SAP hat außerdem angekündigt, mit SAP Pay, powered by Tereina, einem SAP-Unternehmen, in den Zahlungsmarkt einzusteigen. SAP Pay ist direkt in SAP-Cloud-ERP-Anwendungen eingebettet und führt Zahlungen innerhalb desselben Workflows aus und stimmt sie ab, wenn eine Rechnung fällig ist. Dies verringert die manuelle Handhabung von Dateien und Abhängigkeiten bei der externen Verarbeitung, während Kunden mehr Kontrolle erhalten.

Partner vergrößern die Reichweite des autonomen Unternehmens
SAP erweitert den Wirkungsbereich des autonomen Unternehmens über das eigene Anwendungsportfolio hinaus durch neue Partnerschaften, mit denen spezielle intelligente Funktionen direkt in SAP-Workflows integriert werden.

Im Rahmen einer neuen Partnerschaft zwischen SAP und der Moody’s Corporation sollen Daten von Moody’s zur Überwachung des Lieferantenrisikos in die Lösung SAP Ariba Supplier Lifecycle and Performance integriert werden. So erhalten Beschaffungsteams zur Entscheidungsunterstützung laufend aktualisierte Einblicke in die Finanzlage von Lieferanten, operative Risiken und die Einhaltung gesetzlicher Auflagen. Unternehmen werden in die Lage versetzt, von periodischen Risikoüberprüfungen auf eine kontinuierliche Überwachung umzusteigen. Joule Agents können dadurch Lieferantenrisiken erkennen und Alternativen aufzeigen, bevor sich Unterbrechungen auf das Geschäft auswirken.

Durch die erweiterte Partnerschaft mit ORO Labs steht SAP-Kunden die Orchestrierung von Beschaffungsprozessen künftig als Solution Extension zur Verfügung. SAP Ariba Procurement Orchestration by ORO Labs ist eine speziell entwickelte Orchestrierungsebene, die Beschaffungsprozesse in heterogenen Unternehmenslandschaften durchgängig miteinander verbindet. Geschäftsanwender profitieren dadurch von einer nahtlosen Benutzererfahrung bei der Erfassung und Bearbeitung von Anforderungen sowie von umfassender Transparenz. (red.)