Ursprünglich aus dem Stahlbau kommend, hat sich das deutsche Unternehmen CHRISTMANN + PFEIFER zum breit aufgestellten Baudienstleister entwickelt. © CHRISTMANN + PFEIFER
Durchgängige Prozesse, zentralisierte Datenhaltung.
Passgenaue Lösungen, umgesetzt mit Know-how und technischer Kreativität – seit über einem Jahrhundert realisiert CHRISTMANN + PFEIFER anspruchsvolle Bauprojekte für Industrie und Gewerbe. Ursprünglich aus dem Stahlbau kommend, hat sich das deutsche Unternehmen im Laufe der Jahrzehnte zum breit aufgestellten Baudienstleister entwickelt. Damit haben sich auch die Anforderungen an die Systeme kontinuierlich verändert. Um nun auch mit seiner IT-Basis den Schritt in die Zukunft zu gehen, Prozesse und Daten weiter zu konsolidieren sowie den Grundstein zu legen für kommende Technologieinnovationen, setzt der Mittelständler mit Firmensitz im hessischen Angelburg künftig auf APplus von Asseco Solutions.
Von Ingenieurs- und Planungsleistungen über den hauseigenen Stahlbau bis hin zu Schlüsselfertigbau, Parkhausbau, Brückenträgern und Modulbau – als mittelständisches Unternehmen vereint CHRISTMANN + PFEIFER ein vielfältiges Leistungsportfolio unter einem Dach. Dies ermöglicht es dem Baudienstleister, seine Kunden auf beliebigen Stufen komplexer Bauprojekte zu unterstützen: sei es durch Einzelgewerk auf einer bestimmten Projektstufe oder die vollständige schlüsselfertige Realisierung des Gesamtprojekts. Gut 230 Mitarbeitende beschäftigt das Unternehmen an insgesamt acht Standorten deutschlandweit, darunter zwei eigenen Fertigungsstätten für Stahlkonstruktionen.
Vom punktuellen Spezialsystem zur integrierten Gesamtlösung
"In der Baubranche – wie auch in nahezu allen anderen Branchen – steigt der Digitalisierungs- und Automatisierungsdruck derzeit spürbar an", berichtet Michael Jan Faruga, Projektleiter Digitalisierung bei CHRISTMANN + PFEIFER. "Wer künftig beispielsweise KI einsetzen möchte, benötigt dazu einen sauberen, zentralisierten Datenbestand und nahtlose Prozesse. Da wir unser bestehendes System bereits seit vielen Jahren nutzen, war es aus unserer Sicht nun an der Zeit, auf ein moderneres System umzusteigen, um uns gestärkt für die Zukunft zu positionieren."
Die bestehende, auf Metallverarbeitung spezialisierte Lösung bietet eine solide Funktionsbasis für die Bereiche Projektverwaltung und Einkauf. Für darüberhinausgehende Aufgaben und Prozesse greift CHRISTMANN + PFEIFER auf separate Drittlösungen zurück.
Moderne Lösung für benutzerfreundliches Arbeiten
"Wir möchten am Arbeitsmarkt natürlich ein attraktiver Arbeitgeber sein, und dazu gehört auch, jungen Fachkräften eine moderne, ansprechende Lösung für die tägliche Arbeit zu bieten", so Faruga. "Auch in der bestehenden Belegschaft wurden immer wieder entsprechende Wünsche geäußert. 2024 haben wir daher den Startschuss für ein grundlegendes Modernisierungsprojekt gegeben."
Unterstützung für ein entsprechendes Auswahlverfahren erhielt CHRISTMANN + PFEIFER vom Beratungsspezialisten Potsdam Consulting, die gemeinsam mit dem Baudienstleister die bestehenden Prozesse analysierten und darauf basierend einen Anforderungskatalog erstellten. Die ursprüngliche Longlist von 60 infrage kommenden ERP-Herstellern reduzierte sich dabei schnell auf acht Anbieter, die ihre Lösungen im Rahmen halbtägiger Webcasts präsentierten. Vier davon wurden schließlich zu Anbieterpräsentationen vor Ort eingeladen; mit zwei ging das Unternehmen in detaillierte Prozessworkshops.
ERP-System mit Zukunft
"Als Unternehmen mit über 100-jähriger Geschichte gehen für uns Fortschritt und Tradition seit jeher Hand in Hand. Wachstum, Weiterentwicklung, sich ändernde Anforderungen und hochindividuelle Bauprojekte – dies alles gilt es in einer zukunftsorientierten und maßgeschneiderten Systemlandschaft abzubilden. APplus bietet hier exakt die Unterstützung und Flexibilität, die wir als mittelständisches Unternehmen benötigen", erläutert CEO Karsten Kußmann die Entscheidung für das neue System.
Diese fiel im Mai 2026 nicht zuletzt durch das Votum der Mitarbeitenden zugunsten von APplus aus, die die moderne Optik und Benutzerfreundlichkeit des ERP-Systems von Asseco Solutions schätzten. Auch funktional überzeugte die Lösung: Neben leistungsstarken Funktionalitäten für das Projektgeschäft deckt APplus auch die Besonderheiten der Baubranche ab, etwa durch Unterstützung des GAEB-Formats für den elektronischen Datenaustausch oder eine geeignete Projektstruktur inklusive Leistungsverzeichnissen.
"APplus erschien uns in mehrfacher Hinsicht zukunftsfähig: Zum einen hinsichtlich seiner Offenheit, die eine einfache Anbindung von Drittsystemen ermöglicht", so der Projektleiter Digitalisierung. "Zum anderen bezüglich der generellen Ausrichtung des Unternehmens, das einen starken Fokus auf die Weiterentwicklung seiner Lösung und die Einbindung von Zukunftstechnologie wie KI legt."
Konsolidierte Daten und Prozesse
Mit APplus sollen künftig die zentralen Bereiche Beschaffung, Vertrieb sowie Projektmanagement inklusive aller kaufmännischen Aspekte wie Ressourcen, Kapazitäten und Kosten integriert abgedeckt werden. Kombiniert mit der Anbindung der bislang separaten Drittsysteme sollen so medienbruchfreie End-to-End-Prozesse sowie aus Datensicht eine Single Source of Truth entstehen. Das Hauptziel besteht darin, potenzielle Mehrfacheingaben zu reduzieren sowie die Informationsbeschaffung noch effizienter zu gestalten.
Durch die Integration der bestehenden Produktionslösung bietet APplus Projektleitern künftig jederzeit einen schnellen Überblick über den Status von Projekten: Dazu sind alle relevanten Informationen zentral im System einsehbar.
Flow Mode für Übersicht und Effizienz
Um bei der Bearbeitung verschiedenster Prozesse von einer noch höheren Benutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit zu profitieren, plant CHRISTMANN + PFEIFER zudem den Einsatz des APplus Flow Mode. Der innovative Nutzungsmodus von APplus ermöglicht es, zentrale Kernabläufe in einer schlanken und übersichtlichen Prozessoberfläche zu bearbeiten, welche die Anwender Schritt für Schritt durch ihre jeweilige Aufgabe führt. Dabei werden stets nur die Informationen angezeigt und abgefragt, die für den aktuellen Schritt tatsächlich erforderlich sind. Die dahinterstehenden Abläufe im ERP nimmt das System automatisch im Hintergrund vor.
"Besonders gut könnten wir uns im ersten Schritt die Abbildung unseres Vertriebsprozesses als Flow vorstellen", betont Michael Jan Faruga. "Damit hätten wir die Möglichkeit, unsere bestehenden Vertriebsphasen von Anfrage über Qualifizierung und Informationsanreicherung bis hin zur eigentlichen Angebotserstellung künftig auch in einer visuellen Form klar und übersichtlich abzubilden, um so schnell ersichtlich darzustellen, welche Schritte als nächstes anstehen und auf welcher Stufe sich welches Angebot gerade befindet."
Live-Start für 2028 geplant
Der Kick-Off des Implementierungsprojekts ist für Herbst geplant. Um Wartung und künftige Migrationen so einfach wie möglich zu halten, will sich CHRISTMANN + PFEIFER weitestgehend am APplus-Standard orientieren und nur unternehmensspezifische Besonderheiten, die einen klaren Wettbewerbsvorteil bedeuten, durch individuelle Anpassungen abbilden. Der Live-Start ist für Q1 2028 anvisiert. (red.)
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