Immer mehr Österreicher sind Dollar-Millionäre © APA - Austria Presse Agentur

2019 sind die Reichen dieser Welt wieder reicher geworden, sie profitierten dabei unter anderem von steigenden Aktienkursen. Auch in Österreich ist die Zahl der Dollar-Millionäre im vergangenen Jahr deutlich gestiegen - trotz beginnender Wirtschaftsabschwächung und ungeachtet diverser internationaler Handelskriege. Davor, 2018, waren die großen Vermögen erstmals seit Jahren rückläufig gewesen.

Was die Coronakrise heuer und in den Jahren darauf für die Vermögensverhältnisse der Reichen bringt, ist noch ungewiss. Beim Beratungsunternehmen Capgemini ist von "außerordentlicher Unsicherheit" die Rede. Für heuer (Stand Ende April 2020) prognostizierten die Experten einen Rückgang des globalen Gesamtvermögens um 6 bis 8 Prozent, ein Teil der Börsenkursverluste wurde zuletzt aber wieder aufgeholt.

Capgemini hat am Donnerstag seinen "World Wealth Report 2020" vorgelegt, der für 2019 auch für Österreich Zuwächse vermeldet: Hier kletterte die Zahl der sogenannten "High Net Worth Individuals" von 2018 bis 2019 um 6,9 Prozent auf 155.100 Dollar-Millionäre - nach einem vorübergehenden Rückgang von 2017 auf 2018 um 3,1 Prozent.

Auch das Gesamtvermögen der österreichischen Reichen und Superreichen ist 2019, dem Jahr vor Ausbruch der Coronakrise, um 7,1 Prozent gewachsen. In Summe legte das Vermögen der Dollar-Millionäre weltweit um 8,6 Prozent auf 74 Billionen Dollar (65,58 Billionen Euro) zu. Zweistellige Zuwachsraten wurden vor allem für Nordamerika gemeldet, wo die Vermögen um 11 Prozent wuchsen. In Europa waren es 9 Prozent mehr, heißt es in der Studie.

Weltweit gab es im vorigen Jahr 19,6 Millionen Menschen, die über ein (anlagefähiges) Vermögen von mehr als einer Million Dollar verfügten - das waren 8,8 Prozent mehr als im Jahr 2018.