Mietpreisentwicklung verlor gegenüber dem Vorquartal an Dynamik © APA - Austria Presse Agentur
Wohnen wird zunehmend teurer. Im zweiten Quartal 2026 legten die durchschnittlichen Wohnungsmieten inklusive Betriebskosten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent auf 10,5 Euro pro Quadratmeter zu, wie die Statistik Austria am Dienstag mitteilte. Gegenüber dem ersten Quartal verlor die Mietpreisentwicklung allerdings an Dynamik, hielt Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk in einer Aussendung fest. Da betrug der Anstieg nur 0,4 Prozent.
"Dabei blieben die Nettomieten - ohne Betriebskosten - verglichen mit dem Vorquartal unverändert, während sich die Betriebskosten pro Quadratmeter um 1,4 Prozent erhöhten", erklärte Lenk weiter. Konkret lagen die durchschnittlichen Wohnungsmieten inklusive Betriebskosten laut Statistik Austria im zweiten Quartal 2026 bei 694,7 Euro pro Wohnung, ohne Betriebskosten betrugen die Mieten durchschnittlich 520,8 Euro pro Wohnung und blieben damit im Vergleich zum Vorquartal unverändert.
Altbau stabil, starker Anstieg bei Neubau
Die Entwicklung der Miete exklusive Betriebskosten fällt jedoch je nach Mietsegment unterschiedlich aus. Während in privaten Altbauwohnungen trotz einer Anhebung des Richtwert- und Kategoriemietzinses um 1 Prozent ab April die Nettomiete gegenüber dem Vorjahr mit 8,5 Euro pro Quadratmeter nahezu unverändert blieb, stiegen sie in privaten Neubauwohnungen (nach 1945 errichtet) um 3,2 Prozent auf durchschnittlich 10,7 Euro.
Bei Genossenschaftswohnungen legte der durchschnittliche Mietzins gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent auf 6,5 Euro pro Quadratmeter zu, bei Gemeindewohnungen um 3,7 Prozent auf durchschnittlich 5,7 Euro pro Quadratmeter. Die Mietkosten beziehen sich hochgerechnet auf insgesamt 1,8 Millionen Hauptmietwohnungen in Österreich.