Ackman will Universal Music nach der Fusion an die Börse bringen © APA - Austria Presse Agentur

Der US-Investor Bill Ackman will mit seiner Investmentfirma Pershing Square Capital für rund 56 Mrd. Euro den weltgrößten Musikkonzern Universal Music Group (UMG) übernehmen und an die New Yorker Börse bringen. Pershing bietet insgesamt 30,40 Euro je UMG-Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von rund 78 Prozent auf den letzten Schlusskurs.

Die Universal Music Group hat eine breite Palette von Künstlerinnen und Künstlern unter Vertrag mit Stars wie Taylor Swift, Lady Gaga oder Billie Eilish. Neben Universal Music gehören Warner Music und Sony Music zu den drei verbliebenen großen Musikkonzernen, die als Majorlabels bezeichnet werden.

UMG soll nach Fusion an die New Yorker Börse

Die Aktionäre von UMG sollen dem Angebot zufolge 9,4 Mrd. Euro in bar erhalten, was 5,05 Euro je Aktie entspricht sowie 0,77 Aktien einer neuen Gesellschaft für jede gehaltene UMG-Aktie, wie Pershing Square mitteilte. Die Pläne von Pershing Square sehen vor, Universal Music mit dem in den USA ansässigen Akquisitionsvehikel SPARC Holdings zu verschmelzen und die daraus entstehende "New UMG" an die New Yorker Börse zu bringen. Pershing Square rechnet mit einem Abschluss der Übernahme bis zum Jahresende.

Die Aktie von UMG legte zuletzt um fast zehn Prozent zu, die Titel des Großaktionärs Vivendi um 8,6 Prozent. Vertreter von Universal Music und von deren Großaktionär Vivendi SE lehnten eine Stellungnahme laut der Nachrichtenagentur Bloomberg ab.

Der aktivistische Investor Ackman hatte die Investmentgesellschaft Pershing Square Capital Management, L.P. im Jahr 2004 gegründet und führt diese. Pershing Square ist an zahlreichen großen US-Unternehmen beteiligt, darunter auch Universal Music sowie Uber, Amazon und Alphabet.