Betroffen sind nicht nur die großen, sondern auch kleine Kraftwerke © APA - Austria Presse Agentur
Die anhaltende Trockenheit in Österreich und die damit einhergehende geringe Wasserführung setzt den heimischen Wasserkraftwerken weiterhin zu. Beim größten Kraftwerksbetreiber, dem teilstaatlichen Verbund, liegt die Wasserkrafterzeugung aufgrund der fehlenden Niederschläge "sogar noch unter dem schlechten Vergleichswert aus dem Vorjahr", wie eine Sprecherin auf APA-Anfrage sagte. Die Erzeugung liege aktuell gut 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt.
Betroffen sind nicht nur die großen Flusskraftwerke an Donau, Inn, Drau und Enns, sondern die über 4.000 Kleinwasserkraftwerke. Der Rückgang sei starken regionalen Unterschieden unterworfen, sagte Paul Ablinger, Geschäftsführer der Interessensvertretung der Kleinwasserkraft in Österreich, zur APA.
"Während manche 'nur' Abweichungen von 25 bis 30 Prozent vom langjährigen Durchschnitt verzeichnen, sind andere wesentlich stärker betroffen und steuern auf eine Jahresproduktion von unter 50 Prozent des langjährigen Schnittes zu", so Ablinger. Besonders stark betroffen seien das Innviertel in Oberösterreich und das Waldviertel in Niederösterreich, teilweise müssten Kraftwerke auch ganz abgeschaltet werden.