Alle Vollzugsbedingungen müssen bis Mai 2027 erfüllt sein © APA - Austria Presse Agentur

Die Raiffeisen Bank International (RBI) hält nach dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot 96,79 Prozent aller Addiko-Aktien. Dies teilte das Finanzinstitut in der Nacht auf Freitag mit. Bis zum Ende der verlängerten Annahmefrist am 3. November seien 18.688.243 Addiko-Aktion eingereicht worden. Das Angebot war im Mai veröffentlicht und zunächst bis Ende Juli befristet gewesen.

Für die Übernahme wurden bankaufrichtsrechtliche Freigaben in Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Montenegro sowie Bosnien und Herzegowina beantragt. Für Serbien sei das Verfahren bereits erfolgreich abgeschlossen worden. Allerdings behält die RBI die Addiko-Tochterbanken in Serbien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro zunächst. Diese hätten der serbischen Alta Group übertragen werden sollten, doch verlor diese ihre Banklizenz. Der "Carve-out" war Teil der Vereinbarung zwischen der Alta Group und der RBI im Übernahmepoker mit der slowenischen NLB. Ursprünglich wäre die RBI nur mit den Addiko-Gesellschaften in Österreich, Kroatien und Slowenien verschmolzen.

Alle Vollzugsbedingungen müssen bis Mai 2027 erfüllt sein

Die kartellrechtlichen Freigaben wurden bereits von allen zuständigen Behörden mit Ausnahme jener in Albanien und Bosnien-Herzegowina erteilt. Angemeldet wurde die Transaktion in Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Ukraine, Kosovo und Albanien angemeldet. Alle Vollzugsbedingungen für die Transaktion müssen bis 14. Mai 2027 erfüllt sein. Nach Abwicklung des Angebots wird die RBI 18.688.557 Aktien an Addiko halten. Dies entspricht 95,74 Prozent des gesamten derzeitigen Grundkapitals von Addiko.

Die börsennotierte Addiko ist die Nachfolgebank der Balkantöchter der Kärntner Skandalbank Hypo Alpe Adria, die nach einer Reihe von Spekulationsskandalen von der Republik Österreich verstaatlicht und abgewickelt wurde.