Bei den Spritpreisen ist es in Österreich nur kurz zu Senkungen gekommen. Der Krieg im Nahen Osten sorgte auch im April für deutlich höhere Preise als ein Jahr zuvor, teilte der ÖAMTC am Mittwoch mit. Für einen Liter Diesel wurden im April durchschnittlich 2,009 Euro verrechnet, für Super im Schnitt 1,719 Euro, während das Vorjahresniveau bei 1,50 Euro lag.

Mitte April fielen die Preise nur kurzfristig auf knapp unter 1,90 Euro bei Diesel und 1,70 Euro bei Super. Inzwischen kletterten die Preise wieder auf 2,034 Euro bei Diesel und 1,854 Euro bei Super.

Höhere Entlastung in Deutschland und Italien

Mit einer nachhaltigen Entlastung bei den Spritpreisen sei nicht zu rechnen, teilte der Autofahrerklub weiters mit. Schließlich wurde die Spritpreisbremse von 10 auf 7 Cent netto je Liter reduziert. Ab Mitte Mai wird sie nur mehr bei 4,5 Cent liegen. Damit liegt die Steuerbelastung bei Diesel in Österreich deutlich über den Nachbarländern Deutschland und Italien. In Deutschland wurden die Steuern um 14 Cent netto je Liter gesenkt, in Italien um 20 Cent.

Der ÖAMTC spricht sich erneut für eine Senkung der Steuern und Abgaben aus. Zur Gegenfinanzierung verweist der Autofahrerklub auf Umsatzsteuer-Mehreinnahmen. Aber auch eine europäische Übergewinnsteuer, wie sie von Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) gefordert wurde, könnte diesen Einnahmenrückgang ausgleichen. Zudem sollten die internationalen Preisnotierungen für Diesel und Super geprüft und stärker reglementiert werden, merkte der ÖAMTC an.

(APA)