Großhandelspreise sind ein Frühindikator für die Inflationsentwicklung © APA - Austria Presse Agentur

Die hohen Treibstoff- und Heizölpreise lassen die Großhandelspreise in Österreich weiter stark steigen. Im August lag der Großhandelspreisindex laut vorläufigen Daten um 8,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, teilte die Statistik Austria am Montag mit. Im Juli betrug das Plus 6,9 Prozent. Die Großhandelspreise gelten als Frühindikator für die Inflationsentwicklung.

Ausschlaggebend für den deutlichen Anstieg des Index im Großhandel gegenüber August 2025 war laut Statistik Austria das Preisplus bei sonstigen Mineralölerzeugnissen (+52,3 Prozent), Motorenbenzin inkl. Diesel (+33,6 Prozent), Gummi und Kunststoffen in Primärformen (+23,9 Prozent) sowie Altmaterial und Reststoffen (+23,4 Prozent). "Anstiege in dieser Höhe wurden zuletzt Anfang des Jahres 2023 beobachtet", so Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk in einer Aussendung.

Deutlich höhere Preise für Nicht-Eisen-Metalle sowie Eisen und Stahl

Hohe Preiszuwächse gab es außerdem bei Nicht-Eisen-Metallen (+19,6 Prozent), Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik (+17,4 Prozent), sonstigen Maschinen und Einrichtungen (+17,4 Prozent) als auch bei festen Brennstoffen (+13,1 Prozent) sowie Eisen und Stahl (+10,0 Prozent).

Preisrückgänge wurden im August für lebende Tiere (−11,9 Prozent), Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette (−1,4 Prozent), Rundfunk-, Fernseh-, Aufnahme- und Wiedergabegeräte (−1,3 Prozent) sowie für Obst, Gemüse und Kartoffeln (−1,1 Prozent) verzeichnet.