In einem Monat sollen Langstreckenflüge wiederaufgenommen werden © APA - Austria Presse Agentur

Die Austrian Airlines führt ab Juli auch wieder Interkontinentalflüge durch. Die Airline teilte am Donnerstag mit, dass zwei Wochen nach der Wiederaufnahme der Flugbetriebs auch wieder Langstreckenflugzeuge abheben werden, vorerst nach Bangkok, Chicago, New York und Washington. Die gute Nachfrage erlaube es, das Angebot weiter hochzufahren, erklärte AUA-Vorstand Andreas Otto.

In Europa kommen weitere Destinationen zu den bereits verkündeten knapp 40 Zielen hinzu. Nach Griechenland sind zudem mehrere Urlaubscharter geplant. Damit steige das Angebot im Juli, vorbehaltlich neuer behördlicher Beschränkungen, von 5 auf 20 Prozent verglichen zum Vorjahr, hieß es in der Aussendung. Der Flugplan für August werde gerade ausgearbeitet und soll demnächst bekanntgegeben werden.

Das staatliche österreichische Rettungspaket für die AUA soll unterdessen nächste Woche präsentiert werden. Laut "Standard" sind in der Standortgarantie unter anderem CO2-Reduktionen durch Flottenerneuerung, der Erhalt des Headquarters Wien und der Drehkreuzfunktion vorgesehen; gelten solle dieser Vertrag zehn Jahre. Zudem werde der Staat Aufsichtsratsmitglieder in AUA und Stiftung entsenden.

Nach aktuellem Stand soll die Airline 600 Mio. Euro bekommen: 300 Mio. Euro als staatlich garantierten Bankkredit, 150 Mio. Euro Zuschuss vom Staat (via Finanzierungsagentur COFAG), 150 Mio. Euro steuere Mutter Lufthansa fürs Eigenkapital bei. Zudem überlege der Staat, sich über eine Finanzkonstruktion mit 50 Mio. Euro am Paket der deutschen Regierung mit der Lufthansa zu beteiligen. Koalitionsintern gibt es noch Gespräche. Die Grünen hinterfragen u.a. die dritte Piste am Flughafen Wien-Schwechat.