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NEW BUSINESS 7/2015

COVERTHEMA I nternationale Tage gibt es ja mittlerweile 14 NEW BUSINESS | SEPTEMBER 2015 für alles Mögliche. Neben Absurditäten wie dem Glückskeks-Tag oder dem Tag des Minigolfs machen ernsthaftere Ereignisse wie der Weltdiabetestag oder der Tag der Menschenrechte durchwegs Sinn. Denn dahinter steckt das Anliegen, die Aufmerksamkeit der Menschen auf wichtige Themen zu lenken und Informationen zu kanalisieren. Selbiges gilt auch für den World Entrepreneurs’ Day, der jährlich am 21. August statt ndet. An diesem Tag sollen Menschen gefeiert werden, die den Mut aufgebracht haben, ihr eigenes Business aufzuziehen. Menschen, die den Traum des Unternehmertums leben – mit allen Vor- und Nachteilen und allen Ups and Downs. NEW BUSINESS hat den Tag als Anlass genommen, sich anzusehen, wie Österreich in Sachen Unternehmen und Unternehmertum gestrickt ist. Unternehmensstruktur in Österreich Trotz namhafter Marken wie Red Bull, voestalpine, OMV und anderer Großunternehmen ist Österreich ein Land der Klein- und Mittelbetriebe. Die heimische Wirtschaft beheimatet über 99 Prozent Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten – also sogenannte KMU. Das Wirtschaftsministerium spricht von 310.000 Klein- und Mittelbetrieben, die naturgemäß äußerst heterogen sind. Bei 37 Prozent dieser Unternehmen handelt es sich um EPU (Ein-Personen-Unternehmen), also um Unternehmen, welche derzeit keine Mitarbeiter beschäftigen, aber relativ häu g wachsen und Mitarbeiter einstellen wollen. Auf der anderen Seite verzeichnete Österreich für das Jahr 2012 (aktuellst verfügbare Daten der Statistik Austria) knapp 5.400 mittlere Unternehmen (mehr als 50 Beschäftigte) mit knapp 540.000 Mitarbeitern. Man kann also von einer vielfältigen Unternehmensstruktur sprechen, die vom sogenannten Mittelstand als „Rückgrat der heimischen Unternehmenslandschaft“ dominiert wird. KMU als wichtigste Säule Als häu gste Unternehmensstruktur beschäftigten Klein- und Mittelunternehmen 2012 knapp 1,9 Millionen selbstständig und unselbstständig Erwerbstätige und bildeten knapp 68.000 Lehrlinge aus. Sie erzielten Umsatzerlöse von mehr als 450 Milliarden Euro bzw. eine Bruttowertschöpfung zu Faktorkosten von fast 108 Milliarden Euro. Dabei lagen die Anzahl der Beschäftigten und der Umsatz von KMU, nach Rückgängen im Krisenjahr 2009, 2011 wieder deutlich über dem Niveau von 2008. Die Anzahl der Unternehmen stieg am stärksten im Bereich der Ein- Personen-Unternehmen. Ein wichtiges Merkmal des Klein- und Mittelstandes ist die Vielfalt, die sich vor allem in Bezug auf Unternehmensgröße, Branche als auch Phase


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