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  12.06.2010
  Zauberwort "Wolfram"
  Würde die Wolframlieferkette unterbrochen, stünden Automobil-, Flugzeug- und Maschinenbauindustrie, aber auch die Elektroindustrie binnen kürzester Zeit still.
Forschung und Entwicklung sind das A und O der Firma.
Foto: WOLFRAM
  Unabhängig von der Wirtschaftskrise wird es auch in Zukunft so gut wie kein Hochleistungswerkzeug geben, in dem Wolfram nicht eine wichtige Rolle spielt. 2009 war aber auch für die Firma Wolfram ein extrem schwieriges Jahr mit Kurzarbeit und Anlagenstillständen. "Speziell nach Zeiten mit hohen Wachstumsraten spürt man als Erster in der Versorgungskette einen Wirtschaftsabschwung sehr stark", erklärt Dr. Burghard Zeiler, Vorstandsvorsitzender der Wolfram Bergbau und Hütten AG. Aber auch in der Krise gilt: "Wolfram wird immer gebraucht werden, aber aufgrund der langen Wertschöpfungskette bis zum Endverbraucher kann es sehr leicht zu starken Ausschlägen im aktuellen Bedarf kommen. Als Partner für die Industrie und als strategisch und langfristig handelndes Unternehmen muss man sich darauf einstellen können", so Zeiler.

Wolfram als Tausendsassa

Wolfram hat sich auf die Herstellung von hochreinen und extrem feinen Produkten für
die pulvermetallurgische Industrie spezialisiert. Das betrifft aber nicht nur die Industrie:
"Wir sorgen u. a. auch dafür, dass bei allen Landsleuten der Handyvibrationsalarm
(= Wolframpart) funktioniert, die Steirer ebenso wie alle anderen Österreicher mit
Kugelschreibern (= Kugel aus Wolframcarbid) schreiben können und beim Zahnarzt richtig versorgt werden (= Bohrer aus Wolframcarbid, Röntgengerät mit Wolframanode), dass der Strom kommt (= Hochspannungsschalter aus Wolfram und DeNOx-Katalysatoren in Kraftwerken) und dass überhaupt Autos hergestellt werden können (= Wolframcarbidwerkzeuge)", erklärt Zeiler stolz.
Durch kompromisslose Spezialisierung auf ein seltenes Element hat sich die Wolfram
Bergbau und Hütten AG in St. Martin zu einem weltweit führenden Hersteller entwickelt.
Rund 88 Prozent der Produktion werden exportiert. "Mit pulverförmigen Wolframprodukten decken wir bereits rund 14 Prozent des Weltbedarfs ab", freut sich Zeiler.
Bei Wolframcarbidpulver zählt man zu den globalen Top Two. "Wir liefern auch nach Japan und Korea sowie nach Südafrika und Israel!" Am Standort St. Martin wird weiterhin sehr stark ausgebaut, wobei die Schwerpunkte auf Recycling und in der Rohstoffversorgung liegen, da die weltweite Abhängigkeit von China bezüglich Rohstoffversorgung mit Wolfram enorm ist und Wolfram wirklich für absolut JEDES Hochleistungswerkzeug benötigt wird.
"Derzeit bauen wir unsere Recyclingkapazitäten mit neuen, im Haus entwickelten
Verfahren aus, um alle Wertstoffe aus den Endprodukten unserer Kunden wieder in
den Herstellprozess zurückführen zu können. Diese Investitionen wurden am Höhepunkt
der Krise beschlossen und sind demnächst für die Produktion einsatzfähig", freut sich
Zeiler. Beim neuen Recyclingverfahren wird Wolfram auf extrem energiesparende Weise
zurückgewonnen und alle Prozesse sind auf maximale Ressourceneffizienz ausgelegt,
d. h. es wird nichts verschwendet.

Kritischer Rohstoff der EU

Die eigene Rohstoffversorgung dank dem Bergbau am Standort Mittersill im Pinzgau
bietet Sicherheit in Zeiten der Abhängigkeit von außereuropäischen Rohstoffen.
"Zwischenzeitlich ist auch die Europäische Union draufgekommen, dass ein Wirtschaftsraum wie die EU nur erfolgreich die Zukunft meistern kann, wenn er sich aktiv um die Rohstoffe kümmert. Vernachlässigt man das, wird man durch andere erpressbar und ist nicht mehr in der Lage, für das Wohl seiner Bevölkerung sorgen zu können", sagt Zeiler.

Wolfram Bergbau und Hütten AG
8543 St. Martin im Sulmtal
Tel.: +43/34/657077-0
Fax: +43/34/657077-10


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